
Bundesweites Alkoholverbot: Kritik der Polizeigewerkschaft
Am Hauptbahnhof gilt es bereits: Das Alkoholverbot soll nun bundesweit kommen. Während die Bahn auf Sicherheit setzt, übt die Polizeigewerkschaft deutliche Kritik an der Umsetzung.
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Am Düsseldorfer Hauptbahnhof ist das Alkoholverbot für die Menschen in Düsseldorf bereits seit Ende Mai Realität. Genau dieses Modell plant die Deutsche Bahn nun auf alle 5.400 Bahnhöfe in Deutschland auszuweiten. Während das Thema für Reisende in Düsseldorf längst zum Alltag gehört, liegt nach Angaben der Bahn derzeit noch keine belastbare Bilanz für den hiesigen Standort vor.
Ziele der Deutschen Bahn
Mit der flächendeckenden Einführung des Verbots verfolgt die Bahn langfristige Ziele für die Sicherheit am Bahnhof. Das Unternehmen verspricht sich von der Maßnahme eine Reduzierung von Gewaltvorfällen sowie eine Verringerung des Müllaufkommens in den Bahnhofshallen und auf den Bahnsteigen.
Kritik an der Umsetzbarkeit
Deutliche Kritik an den Plänen kommt von der Bundespolizeigewerkschaft. Diese bezeichnet ein flächendeckendes Verbot als kaum durchsetzbar. Zudem betont die Gewerkschaft, dass für die Kontrolle und Durchsetzung des Alkoholverbots nicht die Bundespolizei, sondern die Bahn selbst verantwortlich sei. Nach Recherchen von Antenne Düsseldorf sieht sich auch die Bundespolizei vor Ort in Düsseldorf nicht in der Verantwortung. Bisher konnte sie zudem nicht bestätigen, ob das Verbot am Hauptbahnhof bereits messbare Veränderungen bewirkt hat.
Forderungen nach alternativen Maßnahmen
Anstelle eines reinen Alkoholverbots fordert die Gewerkschaft ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der Sicherheit an Bahnhöfen. Dazu gehören nach ihren Vorstellungen mehr Personal, eine ausgeweitete Videoüberwachung sowie der Einsatz von KI-gestützter Technik. Auch eine bessere Beleuchtung der Bahnhöfe wird als notwendiger Schritt angeführt, um das Sicherheitsgefühl der Reisenden zu verbessern.