
Betrugsprozess am Landgericht
Am Landgericht geht es heute (14. Mai 2020) in einem spektakulären Schadensersatz-Verfahren um mehr als 10 Millionen Euro. Das Land NRW verlangt das Geld vom früheren Geschäftsführer des Liegenschaftsbetriebs NRW, Ferdinand Tiggemann. Der war 2017 wegen Bestechlichkeit und Untreue zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.05.2020 02:56
Ferdinand Tiggemann hatte laut Urteil in den 2000er Jahren bei zwei Großprojekten dem Land einen Schaden von gut 10 Millionen Euro zugefügt. So soll er gemeinsam mit einem Makler für Grundstücke, die der Liegenschaftsbetrieb kaufen wollte, völlig überhöhte Preise bezahlt haben. Dabei ging es um das jetzige Areal der Fachhochschule Düsseldorf und um ein Grundstück in Köln für das dortige Polizeipräsidium. Das Land verlangt die veruntreuten Millionen nun von Tiggemann zurück. Das Urteil wird für Juli erwartet.