
Autoposer: Düsseldorf prüft Einspruch gegen Urteil
Der Streit um harte Strafen für Autoposer in Düsseldorf wird demnächst wohl in eine neue Runde gehen. Die Stadt hat angekündigt, das Urteil des Verwaltungsgerichts nicht hinnehmen zu wollen. Ein Sprecher der Stadt sagte, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger werde man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.
Veröffentlicht: Freitag, 02.09.2022 12:01
In den letzten Monaten war es gelungen, durch Androhung ungewöhnlich hoher Strafen von bis zu 5000 EUR das Aufkommen von Autoposern in Düsseldorf deutlich zu reduzieren. Die Stadt will sich deshalb auch von der gestrigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts nicht vom Weg abbringen lassen. Das Gericht hatte einem jungen Autofahrer Recht gegeben, der gegen die Androhung einer solch hohen Strafe geklagt hatte. Laut Justiz dürfe sich die Stadt nicht über die bundesweit geltende Straßenverkehrsordnung hinwegsetzen. Dort sind Strafen von üblicherweise 100 EUR, im Extremfall 2000 Euro verankert. Die Stadt will dagegen nun Berufung einlegen.