Die Rheinische Post Mediengruppe sucht Zusteller

Wie kommt eigentlich die Rheinische Post in den Briefkasten?

Wer sich für einen Job als Zusteller interessiert, findet weitere Informationen dazu unter: www.wirmachendashier.de/berufswelten/zustellung

Ein Interview mit dem Geschäftsführer einer Zustellgesellschaft,  Achim Kaufels, und zwei Zustellern: Student Kevin Hohmann sowie Rentner Joseph Krings.

Die RP ist eine hochwertige Zeitung und setzt auf Qualität, das gilt auch für die Zustellung. Worauf müssen Sie achten?

Achim Kaufels: Es gibt einen Vertrag mit den Abonnenten und dort steht drin, dass die Rheinische Post bis einschließlich 06:30 Uhr morgens im Briefkasten oder Türschlitz stecken muss – das ist auch unser größter Anspruch!

Wie kommt die Rheinische Post überhaupt in den Briefkasten?

Achim Kaufels: Wenn die Rheinische Post aus der Druckerei kommt, werden die Zeitungen vollautomatisch gedruckt, kommissioniert und verpackt. Anschließend werden diese den einzelnen Speditionsfahrern übergeben.
Die Speditionsfahrer transportieren die Zeitungspakete mit Transportern durch Düsseldorf. Der Zeitplan ist ziemlich straff und die Fahrer müssen immer „in time“ sein, denn an den Ablageorten warten auch schon die Zusteller, die die Zeitungen dann entgegennehmen. Das alles passiert übrigens ungefähr zwischen 12 – 1 Uhr nachts. Von da an geht es mit rund 160 Mitarbeitern weiter in die einzelnen Haushalte.

Zitat Achim Kaufels : „Die richtige Zeitung zur richtigen Zeit an den richtigen Abonnenten zustellen – das ist unser Anspruch.“

Und sind die Zusteller immer zu Fuß unterwegs oder gibt es auch andere Möglichkeiten?

Achim Kaufels: Nicht immer zu Fuß. Wir haben auch Zusteller, die mit Zeitungskarren unterwegs sind, denn Papier kann auch echt schwer sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Zustellung mit dem Fahrrad. Wir haben natürlich auch viele Zusteller die nachts mit dem Fahrrad unterwegs sind, weil es einfach schneller geht.

Muss der Zusteller eigentlich mehrfach zur Ablagestelle und nachladen oder geht das in einer Runde?

Im Idealfall läuft er nur einmal. Der Zusteller packt also alle Zeitungen für seinen Bezirk ein und kann nach der Verteilung nach Hause gehen. Leider ist momentan es so, dass wir zu wenige Zusteller haben und deshalb viele Boten mehrfach zurückkommen müssen, um zwei, drei oder sogar vier Bezirke zu verteilen.

Das klingt nach viel Planung. Wie läuft so was denn im Hintergrund ab?

Achim Kaufels: Genau, das erfordert Planung. Das macht die Zustellgesellschaft mit mehreren Mitarbeitern. Wir haben zwei Mitarbeiter, die sich um das Zustellgebiet und rund 80 Boten kümmern. Sie sorgen dafür, dass der Zusteller weiß, wann er wo sein muss, um die Zeitung rechtzeitig zuzustellen.

Einer dieser Zusteller ist Kevin Hohmann. Er ist 29 Jahre alt und studiert tagsüber Elektro- und Informationstechnik. Seit einem Jahr trägt er nachts die Zeitung aus.

Wie sind Sie an den Job gekommen? Es gibt ja eigentlich total viele Studentenjobs oder?

Kevin Hohmann: Das stimmt, ich habe aber nur morgens vor der Uni Zeit und so ist das der passende Job für mich, der sich prima mit meinem Studium vereinbaren lässt. Ich stehe um drei Uhr morgens auf, bin circa um 03:20 an der Ablagestelle und gegen halb 6 fertig.

Wie läuft das dann genau ab?

Kevin Hohmann: Ich komme an der Abladestelle an, prüfe ob die Anzahl der Zeitungen stimmt, sortiere die Zeitungen vor und belade mein Fahrrad. Dann fahre ich los, denn mit dem Fahrrad geht es für mich persönlich wesentlich schneller als zu Fuß.

Und danach geht es ab in die Fachhochschule?

Kevin Hohmann: Ja genau, dann gehe ich nach Hause,  dusche und  frühstücke etwas. Und dann startet für mich mein ganz normaler Tag und ich gehe in die Fachhochschule.

Der andere Zusteller ist Joseph Krings, 67 Jahre alt und Rentner. Er verteilt die Zeitung schon seit über 13 Jahren.

Joseph Krings, Sie teilen die Zeitung seit über 13 Jahren aus. Eigentlich müssten Sie nicht mehr arbeiten, warum machen Sie das trotzdem?

Joseph Krings: Das stimmt, ich bin Rentner. Aber ich weiß, wenn ich nichts tue, dann sitze ich zuhause nur im Sessel. Deswegen führe ich diesen Job aus, um jeden Tag etwas in Bewegung zu bleiben und ich fühle mich damit sehr wohl.

Wann startet dann der Tag für Sie und wie lange sind Sie unterwegs?

Joseph Krings: Ich starte nachts um viertel vor drei an der Ablagestelle. Dort sortiere ich meine Zeitungen und ziehe los. 

Wie lange sind Sie unterwegs und was erlebt man eigentlich als Zusteller?

Joseph Krings: Ich bin immer eine Stunde und 51 Minuten unterwegs.    

Auf der Straße trifft man selten jemanden. Manchmal ist es jedoch so, dass der Abonnent an der Tür mit einer Tasse Kaffee wartet und man ein kleines Schwätzchen hält – das ist wirklich so! Aber natürlich ist die Zeit begrenzt und ich muss dann auch wieder weiter.

Zitat Joseph Krings: „Manchmal wartet der Abonnent auch an der Tür mit einer Tasse Kaffee, dann hält man ein kleines Schwätzchen und zieht weiter – das ist wirklich so!“

Und was machen Sie, wenn Sie mit der Zustellung fertig sind?

Joseph Krings: Dann geh ich ins Bett und leg mich nochmal bis neun Uhr hin. Danach startet dann mein ganz normaler Tagesablauf.

Warum ist das genau der richtige Job für andere Leute?

Joseph Krings: Jeder, der genau wie ich der Meinung ist, dass er sich zu wenig bewegt, der sollte diesen Job annehmen. Man kommt auf die Beine und bewegt sich. Und ich bekomme dafür sogar noch Geld. Das lege ich dann auf die Seite. Wir fahren davon jedes Jahr in den Urlaub nach Usedom und können uns dort auch einiges leisten.

Herr Kaufels, mittlerweile wird nicht mehr nur die Rheinische Post verteilt, sondern auch noch andere adressierte Produkte, warum?

Achim Kaufels: Die Auflagen der Zeitungen gehen zurück, das ist kein Geheimnis. Deshalb versuchen wir auch neue Märkte zu ergreifen und verteilen unter anderem auch andere adressierte Produkte neben der Rheinischen Post – nur Brötchen bringen wir noch nicht mit. (lacht)

Sie suchen also auch jederzeit Zusteller?

Achim Kaufels: Wir suchen Zusteller, die sowohl in der Nacht die Rheinische Post als auch am Vormittag oder über Tag weiter Zeitschriften verteilen.  

Wie sieht so eine typische Schicht aus?

Achim Kaufels: Das richtet sich eigentlich nach den Wünschen des Boten. Wir versuchen die Bezirke und Arbeiten so zu stricken, dass wir sowohl Teil- als auch Vollzeitkräfte einsetzen können, je nach Wunsch.

Gibt es denn einen typischen Zusteller?

Achim Kaufels: Nein, das sind ganz unterschiedliche Motivationen. Wir haben Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner. Wir haben Leute, die einen Hauptjob haben und das noch zusätzlich machen, um sich noch etwas dazu zu verdienen.
Und natürlich haben wir auch Leute, die sagen, dass sie einfach ein bisschen Bewegung brauchen.

Und wie sieht das mit der Bezahlung aus?

Achim Kaufels: Ein ganz wichtiger Punkt, den wir auch unterstreichen möchten: Wir bezahlen fair. Hinweis:  Es werden Lohnfortzahlungen etc. gezahlt.

Wer sich für einen Job als Zusteller interessiert, findet weitere Informationen dazu übrigens unter: www.wirmachendashier.de/berufswelten/zustellung