Düsseldorf baut die Wehrhahnlinie
Wir begleiten das Millionenprojekt
Der Bau der neuen U-Bahn-Strecke bedeutet eine Herausforderung für Stadt, Bauunternehmen, Anwohner, Händler und Pendler. Wir berichten in diesem Blog regelmäßig über alles, was der Bau mit sich bringt - mit Meinung und Hintergrund.
Aufregung bei den Bewohnern - Beruhigung seitens der Stadt
Die Aufregung war groß, als die 16 Anwohner am Werhahn ihre Häuser verlassen mussten. Laut Stadt drohte aber keine Einsturzgefahr. Antenne Düsseldorf-Reporterin Sarah Schlegel hat sich bei den Bewohnern und Vertretern der Stadt umgehört.
27. Oktober 2009, Andreas Eichhorn
Entwarnung nach dem Zwischenfall
Am Freitagmittag des 23. Oktober wird intensiv geforscht. Auf der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Mittag kommt die Entwarnung: Den Häusern ist nichts passiert. Sarah Schlegel ist für Antenne Düsseldorf dabei gewesen und hat mitverfolgt, was genau passiert ist.
27. Oktober 2009, Andreas Eichhorn
Zwischenfall führt zu Evakuierung
Mit den Bildern vom Kölner Stadtarchiv-Einsturz im Kopf hat diese Meldung wirklich für Alarm gesorgt. Die Stadt hat am Wehrhahn zwei Häuser räumen lassen. Bei den Bauarbeiten für die Wehrhahn-Linie habe man ein Kellerfundament zu tief ausgebaggert, heißt es am Freitagmittag. 16 Menschen müssen zu dieser Zeit ihre Wohnungen vorsorglich verlassen. Daniel Fiene für Antenne Düsseldorf, wie gefährlich ist die Lage dort im Moment?
26. Oktober 2009, Andreas Eichhorn
Verkehrsprobleme durch die Wehrhahnlinie und: wie sicher sind die Bauarbeiten?
Zurzeit ist die neue U-Bahn laut, dreckig, und sie bringt noch niemanden etwas. Erst 2014 wird sie fahren, und bis dahin ärgert sie Anwohner, Geschäftleute und Autofahrer. Die einen gehen nicht mehr gern einkaufen, die anderen verlieren wegen ihr Geld, und wieder andere stehen im Stau. Katrin Krause aus der Antenne Düsseldorf Redaktion hat sich darüber informiert wie lange die Wehrhahnlinie voraussichtlich noch für Verkehrsprobleme sorgen wird.
15. September 2009, Florian Dietz
Wird die Schadowstraße 2014 zur Fußgängerzone?
Die Wehrhahnlinie wird in fünf Jahren einkaufswütige Menschen-Massen zur Schadowstraße bringen - so der Plan der Stadt. Bis es aber soweit ist, gibt’s nur Schutt, Lärm und vor allem: weniger Kunden. Besonders die Händler vor Ort beschweren sich darüber. Einige Läden, wie ein kleiner Herren-Ausstatter, gehen wohl pleite und werden die neuen rosigen Zeiten 2014 nicht mehr miterleben. Jetzt hoffen viele Geschäfte auf die Politik, die sagt: Die Schadowstraße könnte eine Fußgängerzone werden. Die Meinung der Düsseldorfer darüber fällt unterschiedlich aus:
15. September 2009, Florian Dietz
September-Stippvisite auf der Schadowstraße
Statt Vogelgezwitscher hört man zur Zeit auf der Schadowstraße bloß Baustellenlärm. Ein Lärm, der nicht gerade zum entspannten Einkaufen einlädt. Bis 2014 ist auf der Schadowstraße kein Ende in Sicht. Schuld sind die Arbeiten für die Wehrhahnlinie - die großen Baugruben sind nicht zu übersehen. Zu übersehen sind aber leider die Geschäfte und Cafés, die hinter Zäunen und Absperrungen versteckt sind. Das stört nicht nur die Händler, sondern auch die Kunden. Die haben nämlich keine Lust mehr, auf der Schadowstraße einzukaufen
15. September 2009, Florian Dietz
Eine Begehung zum Stand der Dinge
2014 hört sich noch ziemlich weit weg an - dann soll die Wehrhahnlinie fertig sein. Im Augenblick sehen wir zwischen dem Wehrhahn und dem Bilker S-Bahnhof nur sechs riesige Baugruben. Dort werden später die U-Bahnhöfe sein. Wir haben uns umgeschaut, wie es zurzeit auf der Baustelle aussieht.

14. Juli 2009, Arne Klüh
Vorbereitungen für den großen Bohrer

Sie haben eine Wohnung in der Nähe der Wehrhahnlinie? Herzlichen Glückwunsch - dann wird’s laut! Zurzeit werden an der Bilker Allee/Ecke Elisabethstraße die Anker zur Stabilisierung in die Wand gebohrt - damit schon bald der Tunnelbohrer an den Start kann. Die Grube dafür ist schon zu drei Vierteln fertig, und nur noch einige Anker fehlen. Ab April buddelt sich die Tunnelbohrmaschine dann von der Bilker Allee bis zur Benrather Straße durch. So lange wird es definitiv noch laut bleiben. Es hilft nur der kleine Trost: Danach geht es unterirdisch weiter.
Um auszuschließen, dass Düsseldorf ein Unglück wie Köln erlebt, wird auf dem ersten Stück der Wehrhahnlinie Beton in den Boden gepresst. Tatsächlich werden die ersten Meter kniffelig: Auf der Kreuzug Bilker Allee/Ecke Elisabethstraße fahren ja auch Bahnen über die Weichen, und das führt schon zu erheblichen Erschütterungen. Also sind Rohre in die Wand eingelassen worden. Durch diese wird Zement gespritzt - eine “Zementinjektion”. Dieser Zement vermischt sich mit dem Kies im Boden zu Beton, und dadurch entsteht ein Schutzschirm über der Tunnelbohrmaschine.
3. Juni 2009, Sabine Piel
Stand der Dinge beim Bau

Der Bau der Wehrhahnlinie liegt - wie es so schön heißt bei solchen Bauprojekten - voll im Plan. An den Bahnhöfen ist man dabei unterschiedlich weit, am weitesten mittlerweile beim Bau des neuen U-Bahn-Hofs am Graf-Adolf-Platz. Hier ist die Hälfte des Deckels ist fertig; in zwei Monaten werden der Autoverkehr und die Straßenbahn auf die Westseite verlegt, um an der Ostseite weiter arbeiten zu können. An der Bilker Allee werden jetzt Vorbereitungen für die Tunnelbohrmaschine getroffen; dazu wird die Baugrube um sechs Meter tiefer gegraben. Anfang nächsten Jahres soll die Bohrmaschine zum Einsatz kommen.
12. Mai 2009, Dennis Horn
Blick in die Röhre

Die Stadt hat die Entwürfe der der sechs neuen U-Bahnhöfe der Wehrhahnlinie vorgestellt. Bei den Entwürfen haben Künstler und Architekten Hand in Hand gearbeitet. Bereits im Jahr 2000 ist hierzu ein internationaler Architektenwettbewerb gestartet worden.
In diesem PDF-Dokument (ca. 2.5 MB) können Sie sich die Entwürfe rund um die neuen U-Bahnhöfe anschauen und sich so schon ein Bild von den Planungen machen.
Weitere Informationen über das Zusammenspiel zwischen Kunst und Architektur bei der Wehrhahnlinie gibt es auch auf der Stadt-Webseite.
5. März 2009, Daniel Fiene

