Wehrhahnlinie - Turborine macht Pause

“Tuborine” - die 65 Meter lange und 1.300 Tonnen schwere Maschine, die den Tunnel für Düsseldorfs neue U-Bahn, die Wehrhahnlinie, gräbt, hat sich unbemerkt vom ganzen Fußball-WM-Trubel vom Startschacht an den Bilker Arcaden Richtung Innenstadt vorgearbeitet. Am Kirchplatz ist “Tuborine” schon vorbei und ist jetzt schon auf Höhe des K21 - dort macht sie aber erstmal Pause. Es ist aber nichts kaputt - sondern jetzt ist einfach mal Zeit, um die Werkzeuge zu erneuern - das Hauptwerkzeug, das das Erdreich aufbuddelt, das Schneidrad ist ein bisschen verschlissen und muss geschärft werden. Knapp 680 Meter hat die Tunnelbohrmaschine bis jetzt zurück gelegt - das ist mehr als die Hälfte des ersten Abschnitts bis zur Benrather Straße und die Wartung ist nötig damit es dann in einem Rutsch sozusagen ab Anfang nächster Woche die restlichen gut 600 Meter bis zur Benrather Straße vorwärts gehen kann.

2014 soll die erste U-Bahn fahren - der Zeitplan bis dahin
Ende Oktober ist die Ankunft der Tunnelbohrmaschine an der Benrather Straße geplant - dann ist der erste Abschnitt fertig und die Maschine wird nach oben geholt. Anfang nächsten Jahres geht sie dann am Corneliusplatz, also am Nordende der Kö, wieder unter die Erde und wird dann den zweiten Tunnelabschnitt bis zum Wehrhahn graben. Was die überirdischen Baustellen angeht: Ende diesen Monats soll bei der Baustelle am Graf-Adolf-Platz der Normalzustand wieder hergestellt werden. Bis zum nächsten Frühjahr wird das auch den anderen Stellen passieren, an denen U-Bahnhöfe gebaut werden, nämlich Kirchplatz, Schadow- und Pempelforter Straße. Nur an der Benrather Straße wird die große Baugrube noch länger zu sehen sein. Grundsätzlich kann man aber sagen: Ab nächstem Jahr läuft dann das Meiste unter der Erde ab.

1. Juli 2010, Arne Klüh