Die Reise geht weiter
Eintrag vom Donnerstag, 15. Juli 2010
Das Wetter und die Landschaft könnte vielfältiger nicht sein. An einem Tag regnet es wie aus Eimern, morgens scheint mir wieder die Sonne in den Bulli und nachmittags wird meine improvisierte Vorzeltplane weggefegt von orkanartigem Wind. Mir ist vieles Recht, doch Regen macht das Reisen in einem Bulli nicht angenehm, da Kleidung und Equipment einfach nicht trocken zu kriegen sind.
Mittlerweile habe ich neue Lieblingsorte in Australien ausgemacht. In Byron Bay komme ich mir vor, wie in einer Hippie-Kommune, die ich nur aus Filmen oder Büchern kenne. Die Einwohner und auch die Touristen legen eine Gelassenheit und Ruhe an den Tag, schlendern durch den kleinen Ortskern, tummeln sich selbst bei kaltem Wetter am Strand und spielen Rugby oder lassen Drachen steigen. In Seals Rock, einem verschlafenen Nest mit einem Tante-Emma-Laden und einem Campingplatz ist das Highlight der Strand und der Leuchtturm. Von dort aus habe ich zum ersten Mal Wale in freier Wildbahn gesehen. Natürlich mit dem Fernglas. Viel näher sind da die Delfine gekommen, knapp 100 Meter unterhalb des Leuchtturms schwimmen vier von ihnen im glasklaren Wasser und scheinen sich zu freuen, durch die Wellen springen zu können. Wieder 100 Kilometer weiter nördlich an der Ostküste dann die beste Erfahrung mit wilden Wassertieren: eine Wal-Mutter und ihr Nachwuchs schwimmen 70 Meter vom Strand entfernt tagein tagaus seit Wochen in der Bucht vor Hallidays Point. Und da das Wetter mitspielt, stürze auch ich mich in die Fluten. Eine tolle Erfahrung.
Das “schelchte” Wetter hat natürlich auch seine guten Seiten. Im australischen Winter, der noch bis August andauert, fahren die Einheimischen, die grade Winterferien haben, in den Norden. Da ist es hier in der Mitte an der Ostküste sehr ruhig, grade mal 3 weitere Wohnmobile sehe ich neben meinem Bulli auf dem großen Campingplatz. Schlafgelegenheiten sind en masse vorhanden, auf sogenannten Rest Areas kann man kochen, die Toilette benutzen und kalt duschen. Mein Adapter im Bulli lädt alle elektronischen Geräte, von daher muss es nicht immer ein Campingplatz sein. Aber eine warme Dusche ist schon manchmal angebracht!
Zur Fotogalerie.
Kommentar schreiben
Hinweise/Infos
Rob hat diesen Eintrag am 15. Juli 2010 um 4.20 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.
