Sonntags-Sprint

Eintrag vom Sonntag, 28. März 2010

Heute war es soweit: der erste Sonntags-Bananentag. Alle vier Wochen kommt jede der 4 Crews auf unserer Farm in den Genuss, Sonntags zu arbeiten, um die Bananen für den folgenden Montag ranzuschaffen. Nachdem wir den Sturm Ului hier in und um Tully überhaupt nicht bemerkt haben, also schnell klar wurde, dass er weiter südlich einschlägt, hat sich das Wetter aber als Auswirkung noch mehr verschlechtert. Also quasi als ausgleichende Gerechtigkeit. Regen, Regen, Regen. Grauer Himmel und Wind, der es sogar schafft, dass einem ab und an kalt wird.

Heute um 6 Uhr gings los, 7 Leute in der Crew, vor uns 10 Anhänger, die es zu füllen galt. Normalerweise heisst es, gegen die Uhr zu arbeiten. Jede Session hat zwei Stunden, unsere Crew (wir sind die langsamsten) macht so zwischen zwei und fünf Anhängern pro Session. Fünf aber nur Montags morgens, wenn wirklich ganz viele Bananen im Feld sind. Denn es gibt Tage, an denen man stundenlang durch das Feld wandert, aber einfach keine reifen Früchte auffindet. Da kann man noch so schnell sein, man kommt trotzdem über einen Anhänger pro Session nicht hinaus.

Heute war das natürlich anders. Zehn Anhänger - ohne Zeitvorgabe - heisst Vollgas geben. Denn jeder will natürlich so schnell wie möglich wieder den Rest des freien Sonntags genießen. Also hieß es: Bananen auf den Rücken und durch die Felder “rennen”. Vor vier Wochen habe ich noch nicht mitgearbeitet, da haben die Jungs ganze drei Stunden gebraucht. Heute ist einer nicht erschienen, das heißt, wir waren personell geschwächt, es hat geregnet wie aus Eimern und unser Supervisor hat das falsche Feld ausgesucht, in dem nicht sehr viele Bananen reif für die Fabrik waren. Also haben wir viereinhalb Stunden gebrauch. Trotzdem eine gute Zeit, finde ich, da die Motivation ja auch ganz anders ist und man nach den ersten fünf Anhängern schon “die Hälfte” im Kopf hat. Ausserdem gibts Extra-Sonntags-Zuschlag, das Geld kann sich durchaus sehen lassen. Und da ich ja sowieso zum Arbeiten hier bin, könnten wir ruhig öfter als einmal im Monat den Sonntagsgottesdienst sausen lassen, als nur einmal im Monat.

Am Osterwochenende haben wir Karfreitag und Ostermontag frei. Das ist natürlich gut, da zwei Vier-Tage-Wochen warten, aber auf der anderen Seite gibt es dann an den Tagen auch nichts zu verdienen. Ich werde wohl meine Autokauf-Bemühungen weiter anstrengen und nach Cairns fahren. Vielleicht finde ich auch das ein oder andere Oster-Ei.

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Rob hat diesen Eintrag am 28. März 2010 um 7.46 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.