Blogging in Peking
Blog zu den Olympischen Spielen
Auch Düsseldorf war in Peking vertreten. Achim Kuczmann und Hansi Gnad von den GIANTS gehörten zum Trainerstab der Basketballer, Birgit und Mike Blum waren als Urlauber bei den Spielen, und auch wir haben gebloggt - über die Ergebnisse der Düsseldorfer Sportler.
Tag der Eröffnung
Am Tag der Eröffnung hatte hier jeder frei, alles wurde abgesperrt, alle Parks waren zu, weil das Feuerwerk vorbereitet wurde. Wir sind in eine Fußgängerzone gefahren und haben mit etwa 5.000 Leuten an einem großen Schirm die tolle Opening Ceremony gesehen. Die meisten waren natürlich Chinesen, die lautstark “China, China!” gerufen, aber auch bei jedem anderen mitgejubelt haben, der seine Flagge schwenkte - natürlich auch beim Einmarsch der deutschen Mannschaft. Das Feuerwerk war ein passender Abschluss, die Heimfahrt einfach. Auf dem Zimmer können wir im TV alles sehen, was olympiatechnisch so passiert. Nur englischsprachige Zeitungen sind Mangelware, besonders die vom Vortag.
Gestern waren wir nur beim Start des Straßenradrennens. Bei den extremen Temperaturen von 35 Grad und Schwüle war Ruhe angesagt - und abends ein Bierchen in so einer Art Altstadt. Sehr nett hier! Heute am Sonntag ist es 10 Grad kühler, und es regnet schon mal. Wir gehen zum Fechten (das erste Mal) und finden es sogar spannend. Es kämpfen immer acht gleichzeitig, sehr kurzweilig. Wir sind für die Niederlande, weil kein Deutscher am Start ist.
Später treffen wir noch die eine Hälfte der ersten deutschen Medaille. “Heike Fischer, Diving, Germany”, schreibt sie auf unsere Fahne. Erste Eindrücke vom Olympischen Park: weitläufig, nett, das
Vogelnest beeindruckend, aber nicht so spektakulär wie in Athen. Mit den Touris und Helfern kommt man am schnellsten ins Gespräch, wenn man eine nicht-chinesische Fahne trägt und Pinns tauscht. Sehr spassig, aber auch sehr lang. Im Regen fahren wir mit den Fahrrädern durch den Großstadtdschungel zurück. Ich gönne mir noch ein Bierchen oder zwei. Wo ist hier das Uerige?
10. August 2008, Mike Blum
Erfolgreiche Frühaufsteher
Diesmal klingelte der Wecker sehr früh. Bereits um 6.30 Uhr habe ich die Jungs zu einer kurzen Gymnastik- und Stretchingeinheit vor unserem Haus versammelt. Das Spiel gegen Angola sollte bereits ungewöhnlich früh beginnen.
Daher mussten wir die Mannschaft körperlich und mental möglichst früh “wecken” - eine Maßnahme, die sich im Nachhinein als vollkommen richtig erwies. Angeführt von unserem überragenden NBA-Duo Chris Kamann und Dirk Nowitzki gelang uns ein überaus deutlicher Auftakterfolg und ein richtig tolles Spiel.
Nach der Partie konnten die Jungs noch zwölf Karten für das Spiel der deutschen Handballer ergattern, wo sie beim Auftakterfolg der Brand-Truppe wohl für richtig gute Stimmung auf den Rängen gesorgt haben sollen.
Übrigens: Nach der Hitze der vergangenen Tage regnet es heute ununterbrochen, und zum Glück ist es rund 10 Grad kühler.
10. August 2008, Hansi Gnad
Die Spannung steigt

Der Trainingsalltag hat uns wieder. Heute ging es in eine der vielen Sporthallen, wo wir uns ein letztes Mal auf unsere Partie gegen Angola vorbereitet haben. Hierfür haben Achim Kuczmann und ich Videomaterial gesichtet und Statistiken ausgewertet. In der Halle ist es jedoch hauptsächlich Bundestrainer Dirk Bauermann, der die Anweisungen gibt.
9. August 2008, Hansi Gnad
Ein unvergessliches Erlebnis

Die Organisation der Anreise zur Eröffnungsfeier war ein logistisches Meisterstück: Auf der Hauptstraße vor dem Olympischen Dorf hatten sich soweit das Auge reichte Reisebusse in Vierer-Reihen aufgestellt, die die Sportlerinnen und Sportler nach und nach ins Stadion brachten. Der Ablauf war wie immer perfekt organisiert und verlief reibungslos.
8. August 2008, Hansi Gnad
Der erste Sieg ist unter Dach und Fach
Auch wenn es erst am Wochenende richtig losgeht … der Auftakt ist gelungen. Gestern konnten wir den Leistungsstand des Teams vorab in einem Trainingsspiel gegen das Nationalteam der Iraner prüfen. Erfreulicherweise konnte der Gegner aus der anderen Gruppe klar mit 30 Punkten Vorsprung bezwungen werden. Es war zwar nur ein Testspiel, doch der Sieg gegen einen der elf weiteren Qualifikanten macht Lust auf mehr. Das Team fiebert dem Sonntag entgegen, wenn es in der ersten Partie gegen Angola ernst wird.
Morgen geht es aufs Olympia-Parkett, wir werden in der Spielhalle ein paar Körbe werfen und uns mit dem Centercourt anfreunden. Später folgt der offizielle Teil des Tages. Dann steht die Eröffnung des Deutschen Hauses auf dem Programm.
Dem Team geht es prima, trotz der brütenden Hitze - stolzen 35 Grad - sind alle gesund und munter. Eine verdammt große Freude war natürlich die offizielle Bekanntgabe unseres Fahnenträgers auf der ersten Pressekonferenz im Deutschen Haus. Wir freuen uns schon tierisch darauf, wenn Dirk die gesamte Delegation am Freitag beim Einmarsch ins Nationalstadion anführt.
8. August 2008, Achim Kuczmann
Blogging in Peking
Als uns das Programm per E-Mail erreicht hat, das sich die beiden Düsseldorfer Birgit und Mike Blum für Peking vorgenommen haben, sind wir blass geworden: Fechten, Kanu, Turnen, Bahnrad, Leichtathletik, Triathlon, Beachvolleyball, Handball, Marathon. Gleichzeitig sind Achim Kuczmann und Hansi Gnad von den GIANTS Düsseldorf Teil des Trainerstabs der deutschen Basketballer rund um Dirk Nowitzki.
Mit Timo Boll, der beim Empfang heute Morgen in Peking im Land des Tischtennis von den Fans frenetisch gefeiert wurde wie ein Popstar, und dessen Mannschaftskollegen Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov sowie dem Basketballer Patrick Femerling und dem Hockeyspieler Oliver Korn sind außerdem fünf Düsseldorfer Sportler im deutschen Aufgebot für die Sommerspiele vertreten.
Wir werden Sie in diesem Blog bis zum Finale der Olympischen Spiele auf dem Laufenden halten - in Tagebuchform, mit den aktuellen Ergebnissen und vielen Hintergründen. Sie sind eingeladen, zu kommentieren, nachzufragen und zu diskutieren. Jeden einzelnen Eintrag können Sie übers Kommentarfeld schnell und einfach beantworten.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und mit den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.
7. August 2008, Dennis Horn
Beim Essen ist der Teufel los
Nach einem sehr herzlichen Empfang in Peking konnten wir vorgestern unsere Wohnungen im fünfstöckigen Deutschen Haus beziehen. Für die nächsten Wochen ist das Team in mehr als großzügig eingerichteten Appartements untergebracht.
Vor jedem der zahlreichen Häuser des olympischen Dorfes weht die jeweilige Nationalflagge - so weiß man schnell, wer in der Nachbarschaft wo zu finden ist. Besonders beeindruckend ist allerdings die riesige Mensa. Beim Essen ist der Teufel los - bei der unglaublichen Masse an prominenten Sportlern, Trainern, Betreuern und Helfern macht schon allein das Zuschauen Spaß. Im Speisesaal kann man gut und gerne 200 unterschiedlichen Sprachen lauschen.
Die Veranstalter machen ihre Arbeit gut, Zeitpläne sind hier in Peking perfekt durchorganisiert. Bevor es auf die halbstündige Reise zu einer der vier Trainingshallen geht, werden wir am Bus stets von Helfern mit kleinen Deutschland-Schildchen erwartet. Wir konnten bereits die Spielhalle begutachten und uns von den hervorragenden Bedingungen für die kommenden Spiele überzeugen.
Gestern durften wir auch außerhalb des olympischen Trubels ein erstes kulturelles Highlight der Stadt bestaunen. Für das gesamte Team ging es ins Zentrum Pekings in die Verbotene Stadt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Digicams zu zücken, um erste Erinnerungsfotos zu schießen.
7. August 2008, Hansi Gnad

