Sportlerin

Blogging in Peking

Blog zu den Olympischen Spielen

Auch Düsseldorf war in Peking vertreten. Achim Kuczmann und Hansi Gnad von den GIANTS gehörten zum Trainerstab der Basketballer, Birgit und Mike Blum waren als Urlauber bei den Spielen, und auch wir haben gebloggt - über die Ergebnisse der Düsseldorfer Sportler.

Fast schon die Medaille

Jetzt nur noch ein Sieg: Die Düsseldorfer Tischtennisprofis Timo Boll, Christian Süß und Dimitrij Ovtscharov haben das deutsche Team bei den Olympischen Spielen ins Halbfinale gebracht. Gegen Singapur haben Sie in drei Einzeln und einem Doppel mit 3:1 gewonnen. Gegner im Halbfinale ist entweder Japan oder Korea.

14. August 2008, Dennis Horn

Kurzes Update zum Stand der Dinge

Für die Düsseldorfer Sportler in Peking sieht es weiter ganz gut aus. Nach Gold im Fechten für den gebürtigen Düsseldorfer Benjamin Kleibring haben die drei Profis von Borussia Düsseldorf im Tischtennis-Mannschaftswettbewerb nachgezogen und halten weiter Kurs auf eine Medaille. Gegen Kanada gab es ein ungefährdetes 3:0. Im abschließenden Gruppenspiel am Nachmittag gegen Singapur reicht den Deutschen einen 1:3-Niederlage, um weiterzukommen. Auch die Hockeydamen waren heute Morgen schon erfolgreich mit einem 4:2 im Spiel gegen die USA. Eine Niederlage gab es nur für den Düsseldorfer Patrick Femerling. Mit der Basketball-Nationalmannschaft setzte es gegen Spanien eine 59:72-Niederlage.

14. August 2008, Dennis Horn

Die große Mauer

Heute wieder mal Kultur. Eine Reise nach Peking, ohne die Große Mauer gesehen zu haben, das geht ja nicht. Wir gehen den Ausflug auf eigene Faust an. Zuerst fahren wir mit der U-Bahn zum nördlichsten Punkt der Stadt, und dann nehmen wir den Bus zum Mauerabschnitt bei Mutianyu. Dieser Abschnitt ist etwa 55 Kilometer von Peking entfernt.

Es klappt perfekt, wie alles hier in Peking. Wir wundern uns jedes Mal, wie wir weiterkommen, ohne jegliche Schilder lesen zu können. Bei der Abfahrt hatten wir einen Zettel in Chinesisch von unserem Hostel dabei, und den reichen wir weiter. Kann der Bus- oder Taxifahrer mal nichts mit unseren Hieroglyphen anfangen, kommt irgendwoher ein Chinese gelaufen und hilft uns mit einigen wenigen Worten weiter.

Die Länge der Mauer beeindruckte - trotz der Fülle der Touristen. Zurück in Peking fallen uns immer wieder die Renter auf, die mit einheitlichen Olympia-T-Shirts zu zweit alle 100 Meter am Straßenrand sitzen und für die Sicherheit zuständig sein sollen. Wir wundern und fragen uns, was ein betagter Chinese zur öffentlichen Sicherheit beitragen könnte. Aber es ist bestimmt alles wohl durchdacht.

13. August 2008, Mike Blum

Gnad und Kuczmann in Aktion

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Die vergangenen Tage haben sich bei mir ein bisschen die E-Mails gestapelt, und zu einer bin ich noch gar nicht gekommen: zu der E-Mail mit den Fotos von Hansi Gnad und Achim Kuczmann, die die GIANTS uns Ende vergangener Woche gemailt hatten. Hier also nachgeliefert - damit Sie auch in voller Pracht sehen, wer da Blogging aus Peking für uns betreibt.

12. August 2008, Dennis Horn

Auf dem Tischtennis liegen die Hoffnungen

Heute halb Sieg, halb Niederlage. Die deutschen Basketballer mit dem Düsseldorfer Patrick Femerling und Achim Kuczmann und Hansi Gnad von den GIANTS auf der Trainerbank haben ihr zweites Spiel gegen Griechenland 64:87 verloren. Spiel drei steht am Donnerstag gegen Spanien an. Ich denke, Kuczmann und Gnad verdauen jetzt noch etwas und melden sich vor dem Spiel gegen Spanien noch einmal an dieser Stelle zu Wort.

Für die deutschen Hockeydamen um die Düsseldorferin Christina Schütze sah es besser aus: Das Spiel gegen Neuseeland heute ging 2:1 aus - eine Zitterpartie. Auch hier steht das nächste Spiel am Donnerstag an. Dann heißt der Gegner USA.

Die Hoffnungen liegen jetzt auch auf dem Tischtennis. Morgen geht es los für die Borussia-Düsseldorf-Pros Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß. Timo Boll, in Peking ein Popstar, hatte bei der Auslosung für das Einzelturnier heute übrigens Lospech: Er ist in einer Gruppe mit dem Weltranglistenzweiten Ma Lin aus China. Damit könnte er schon im Viertelfinale auf einen der Medaillenfavoriten treffen. Üble Sache.

12. August 2008, Dennis Horn

Hinaus zur Wildwasserbahn

Mit Taxi und Bus etwa zwei Stunden die 55 Kilometer zur Wildwasserbahn hinaus. Wie immer an den Veranstaltungsorten ist die Kontrolle sehr genau. Wir müssen alles auspacken, die Sonnencreme auftragen, mit dem Fotoapparat ein Foto machen. Neugierig schauen die Ordner in die Taschen auf der Suche nach Pins zum Tauschen.

Ja, und dann zum ersten Mal Wildwasser. Die Stimmung ist gut, und mit einer Goldmedaille unter großem Jubel hat es sich gelohnt. Jeder in unserem Block will sich mit uns und unserer Fahne fotografieren lassen, und Unzählige klopfen uns auf die Schultern oder geben uns die Hand und gratulieren zur Medaille. Wir kommen uns vor, als hätten wir selbst gewonnen.

Mit ein bischen Geduld kommen wir auch wieder zurück in die Stadt, geben in der Jugendherberge einen aus. Unsere Herberge befindet sich in einem alten Hutong, das heißt, wir gehen von der Hauptstraße ab in eine enge Gasse, die viele kleine Nebengassen hat. Die Menschen leben hier auf engstem Raum, und das Leben spielt sich viel draußen ab. Privatsphäre gibt es hier nicht. Jeder nimmt am Leben des Nachbarn teil. Die Toiletten werden mit vielen Bewohnern geteilt.

Unsere Suite hat eine Nasszelle, aber beschreiben kann man es kaum. Durch wenig Platz ist das Waschbecken an unseren Knien, nebenan die Toilette und direkt darüber der Duschhahn. Wurde morgens geduscht, ist mittags noch alles unter Wasser. Aber beschweren wollen wir uns nicht, da die Stimmung in der Herberge super ist. Wir Europär trinken und tanzen zusammen, und das macht das olympische Feeling auch aus: One World, one Dream.

12. August 2008, Mike Blum

Familie Blum im Sportdress

Wir haben von Familie Blum noch ein paar Fotos vom Abflug am Düsseldorfer Flughafen nachgeliefert bekommen.

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12. August 2008, Dennis Horn

Besuch in der Verbotenen Stadt

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Ein paar Eindrücke haben wir von Achim Kuczmann und Hansi Gnad auch aus der Verbotenen Stadt bekommen.

12. August 2008, Dennis Horn

Heute ist Kulturtag

Wir gehen den ganzen Tag zu Fuß durch den Kern der Stadt, durch einige schöne Parks mit den Seen, wo immer Dutzende chinesische Touris mit dem Tretboot fahren. Wo der eine oder andere Steingarten zu bewundern ist oder eine Pagode im typischen Stil. Immer wieder werden wir heimlich oder direkt fotografiert, weil wir natürlich auch heute unsere schwarzrotgoldene Ausrüstung anhaben.

Der Höhepunkt ist die Verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast. Hier wie auch auf allen Plätzen und U-Bahn-Stationen werden unsere Rucksäcke durchsucht. Aber alles easy: Wir kommen zügig hinein. Wir von Norden nach Süden, alle anderen, und das sind Tausende, kommen uns entgegen. Das Highlight ist die Größe der Gebäude, die in dem riesigen Gelände gebaut wurden. In die meisten darf man nicht hinein, nur einige wenige Ausstellungen sehen wir. Und alles wirkt wie frisch gestrichen. Wir vermissen das antike Ambiente. Immerhin haben hier mal 8.700 Eunuchen gewohnt. Ziemlich
ungewöhnlich.

Anschließend auf den großen Platz des himmlischen Friedens, wo sehr viele Soldaten, immer zu dritt, Kontrolle laufen. Zu dritt hintereinander, wir versuchen immer, ihnen nicht im Weg zu stehen. Wer
weiß, was dann passiert.

Zum Abendessen geht es in ein typisches Restaurant. Typisch heißt: Man versteht kein Wort, aber auf der Speisekarte sind auch Fotos, wonach wir zum Glück aussuchen können. Auf Hund, Seepferdchen
und Quallenhaut (?) verzichten wir einmal, halten uns an Reis und Nudeln und Pfannkuchen.

11. August 2008, Mike Blum

Deutschland nicht so, Düsseldorf schon

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Für das deutsche Olympiateam läuft es in Peking bisher ja eher durchwachsen - mit nur einer Bronzemedaille, obwohl es weitere Medaillenhoffnungen gab. Die Düsseldorfer Sportler aber konnten überzeugen. Patrick Femerling holte mit den deutschen Basketballern einen wichtigen 95:66-Auftakterfolg gegen Angola. Auch die Düsseldorfer Hockeyprofis Christina Schütze und Oliver Korn konnten jubeln nach dem 5:1-Auftakterfolg gegen Großbritannien und einem 4:1-Sieg gegen Gastgeber China. Für die drei Düsseldorfer Tischtennisprofis Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß beginnen die Spiele ja erst jetzt am Mittwoch, und zwar gegen Rumänien.

11. August 2008, Dennis Horn