Der glückliche Zweite - drei Fragen an Christian Süß

Eintrag vom Dienstag, 19. August 2008

Antenne Düsseldorf: Christian Süß, herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille. Oder trauern Sie dem verlorenen Finale gegen China doch noch nach?

Christian Süß: Nein, auf keinen Fall. Wir haben uns zwar nicht in unser Schicksal ergeben, sondern unsere Chance gesucht. Aber die Favoriten haben sich auch im Finale keine Blöße gegeben. Wir hatten gehofft, dass sie im Endspiel vor eigenem Publikum nervös werden. Aber sie haben dem Druck standgehalten. Darum haben wir ihnen auch ernsthaft und herzlich zum Sieg gratuliert. Was die Chinesen für eine Leistung abliefern, ist wirklich meisterhaft. Sie sind der verdiente Olympiasieger, genauso, wie wir uns Silber erarbeitet und verdient haben.

Antenne Düsseldorf: Sie hatten beim Finale 8.000 frenetische chinesische Fans gegen sich. Was ist für ein Gefühl?

Christian Süß: Zunächst einmal ist so ein Finale etwas ganz Besonderes. Die Spielervorstellung, der Einlauf, das ist Gänsehaut-Atmosphäre pur. Beim Spiel spornt es mich eher an, den Fans und dem Gegner zu zeigen, dass ich mich nicht einschüchtern lasse. Das war außergewöhnlich und vermutlich auch einmalig. Bei meinen ersten Olympischen Spielen so etwas erleben zu dürfen, ist großartig.

Antenne Düsseldorf: Wie geht es für Sie jetzt weiter?

Christian Süß: Wir werden ganz leicht trainieren, vielleicht ein bisschen laufen und vor allem den Kopf frei bekommen. Am Mittwoch beginnt für mich dann schon der Einzelwettbewerb. In meiner ersten Runde treffe ich vermutlich auf den Franzosen Patrick Chila. Den möchte ich gern schlagen und dann am Donnerstag gegen Jörgen Persson spielen. Mal sehen, ob mich die Silbermedaille noch ein wenig beflügeln kann.

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Marcel Piwolinski hat diesen Eintrag am 19. August 2008 um 19.03 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.