Sonne in Peking!

Eintrag vom Montag, 18. August 2008

Ein Wunder: Die Sonne scheint über Peking. Das müssen wir ausnutzen. Wir fahren in den Zoo; hier gibt es die großen Pandas zu sehen. Natürlich kommen auch andere auf die Idee - es ist schon seeeehr voll. Aber mit Geduld und einem typisch chinesischen Schubser kommt man auch in die erste Reihe. Etliche Tiere werden hier aufgepäppelt, die man nach dem Erdbeben aus den Wäldern von Sichuan gerettet hat. Der restliche Zoo ist nicht so voll, das schöne Gelände lädt zum Bummeln ein, und wir verlaufen uns nur zwei dreimal.

Zurück auf der Strasse fallen heute die vielen Chinesinnen auf , die einen Sonnenschirm tragen, am liebsten einen mit Rüschen und Spitze und Blumenmotiven, so eine Art Taschentuch am Stock. Besonders interessant sind die fahrrad- oder mopedfahrenden Mädels mit dem Sonnenschirm am Lenker fixiert, in der einen Hand ein Handy, mit der anderen ein wenig lenken durch den chaotischen Verkehr …

Abends Bahnradfahren: okay, deutsches Bronze, aber alles in allem wenig Stimmung, abgehakt.

Nächster Morgen, immer noch Sonne: auf zum Sommerpalast. Nach dreimal fragen und zweimal Umsteigen sind wir nach anderthalb Stunden schon da, kennen etwa 120 Bushaltestellen, haben aber auch ganze 30 Cent gezahlt. Der Sommerpalast des Kaisers liegt auf einem Hügel, von dem aus man einen Blick auf die nördliche Stadt und auf einen grossen See hat, auf dem heute eine Tretbootausstellung ist. Jedenfalls sieht es so aus. Die Palastanlage ist eine Anreise wert, auch wenn wie überall in Peking alles restauriert wurde. Auf unserem Spaziergang am Ufer des Sees werden wir nur noch selten fotografiert. Anscheinend hat jeder Pekinger inzwischen genug Langnasenfotos. Nur wenn wir irgendwas mit Stäbchen essen, schauen sie und lachen. Wir wissen nicht, warum. Schließlich machen wir alles wie die Chinesen am Nebentisch - außer zu spucken.

Abends auf Einladung ins deutsche Haus, endlich mal deutsches Fernsehen, und vor allem deutsches (Weiß-)Bier. Und so viel … Und natürlich sind in der Jugendherberge alle noch wach, als wir um Mitternacht ankommen. Nächster Morgen: Was heißt wohl Aspirin auf Chinesisch?

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Mike Blum hat diesen Eintrag am 18. August 2008 um 10.57 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.