Drei Fragen an Timo Boll
Eintrag vom Montag, 18. August 2008
Antenne Düsseldorf: Als Sie den Matchball gegen Japan verwandelt haben und der Einzug ins Finale perfekt war, haben sie die ein oder andere Träne verdrückt. War das der Druck, der plötzlich von ihnen abfiel?
Timo Boll: Es war ein unglaubliches Match, das wie kaum ein Spiel zuvor an den Nerven gezerrt hat. Wir drei haben alle am Limit agiert. Das war wohl das wichtigste Spiel meiner Karriere. Vor dem letzten Satz habe ich mich gefragt: Bin ich ein Gewinner oder bin ich ein Verlierer? Die Antwort habe ich am Tisch gegeben. Ich wünsche keinem Menschen dieser Welt, dass er mal so einen Druck verspürt.
Antenne Düsseldorf: China scheint der übermächtige Gegner zu sein, Niederlagen der Asiaten gegen Europäer sind eine Rarität. Gibt es trotzdem eine Strategie, die Überraschung doch zu schaffen?
Timo Boll: Ganz wichtig wird der Auftakt sein. Gehen wir in Führung, sehe ich durchaus die Chance für ein gutes Resultat. Nur so können wir die Chinesen unter Druck setzen. Wenn sie selbst vorn liegen, sind sie meist kaum noch aufzuhalten, dann rollen sie einfach los.
Antenne Düsseldorf: Die drei Chinesen belegen in der Weltrangliste die Plätze 1, 2 und 4. Sie haben die Spieler in Peking schon beobachtet. Welchen Eindruck haben Sie von deren Form?
Timo Boll: Bei Ma Lin sehe ich einen normalen Leistungsstand, und bei Wang Liqin ist es ähnlich wie bei mir: Wir hatten beide unsere Probleme, ins Turnier richtig hineinzukommen, konnten uns aber jetzt von Spiel zu Spiel steigern.
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Marcel Piwolinski hat diesen Eintrag am 18. August 2008 um 7.22 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.

