Learning by doing
Eintrag vom Samstag, 24. November 2007

Learning by doing - dieses Motto hat mir vergangene Woche geholfen, einen kleinen Einblick in die Traditionen, Tänze und Gesänge der Maori zu erhalten. So wurde ich bei meiner ersten Begegnung mit einem Maori-Chief mit einem Hongi begruesst - das ist das doppelte, kurze Berühren der Nasen. Versammlungen, Tänze und auch Beerdigungen halten sie in einem Marae ab, einem Versammlungshaus, in dem ich beeindruckende Tänze sehen, Lieder hören und auch eine Nacht verbringen durfte.
Außerdem kam ich in den Genuss, ein Hangi zu probieren. Das ist ein traditionelles Abendessen, bestehend aus Süßkartoffeln, Kürbis und anderem Gemüse und Fleisch. Früher, noch vor dem Zeitalter des Ofens und der Mikrowelle, garten und kochten die Maori ihr Essen entweder unterirdisch oder aber in heißen Thermalquellen.
Viele solcher heißer Quellen, dampfender Schlammbäder und bis zu 20 Meter hoher Geysire bekam ich in Rotorua zu sehen - von mir auch gerne Schwefel-City genannt. Rotorua ist auf der Nordinsel die Touristenattraktion Nummer eins, denn es handelt sich dabei um das dichteste und zugänglichste Geothermalgebiet der Welt. Bei einem Besuch heißt es hier: Nase zu und durch! Denn an den Eau de Schwefel muss man sich erst einmal gewöhnen.
Im Herzen der Nordinsel liegt Lake Taupo, das größte Binnengewässer in Neuseeland. Dort sammelte ich viel Energie und vor allem Motivation, um im Tongariro-Nationalpark auf eine der schönsten Wanderungen in rund 2000 Meter Höhe zu gehen. Die Mischung aus öden Ebenen, dampfenden und kristallklaren Seen und Bächen, Regenwald sowie Schnee und Eis schien als einer der Drehorte in “Herr der Ringe” prädestiniert zu sein. Auch, wenn ich hin und wieder keuchend alles und jeden während des 17 Kilometer langen Weges verflucht habe: Der Ausblick ist einmalig, und das Gefühl müder Knochen ist großartig.
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Marité Schulte-Trux hat diesen Eintrag am 24. November 2007 um 10.05 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.

