Die wunderbare Südinsel

Inzwischen habe ich die Nordinsel hinter mir gelassen und habe den Luftweg gewählt, um auf die Südinsel zu gelangen. Hätte ich aber gewusst, dass ein 25-minütiger Flug in einer kleinen Cessna so dermaßen turbulent sein kann, hätte ich wohl lieber die dreistündige Fährfahrt in Kauf genommen!
28. November 2007, Marité Schulte-Trux
Learning by doing

Learning by doing - dieses Motto hat mir vergangene Woche geholfen, einen kleinen Einblick in die Traditionen, Tänze und Gesänge der Maori zu erhalten. So wurde ich bei meiner ersten Begegnung mit einem Maori-Chief mit einem Hongi begruesst - das ist das doppelte, kurze Berühren der Nasen. Versammlungen, Tänze und auch Beerdigungen halten sie in einem Marae ab, einem Versammlungshaus, in dem ich beeindruckende Tänze sehen, Lieder hören und auch eine Nacht verbringen durfte.
24. November 2007, Marité Schulte-Trux
Das Land der langen, weißen Wolke

Neuseeland - das Land der langen, weißen Wolke. Ich hatte so viel davon gehört, und nun kann ich mir endlich selbst ein Bild davon machen. Der Anflug auf Auckland gab mir schon einen ersten Vorgeschmack auf das, was mich hier vier Wochen lang erwarten wird. Urplötzlich ragten hohe, dicht bewaldete Vulkanberge aus dem tiefblauen Meeresteppich. Wir überflogen den Hauraki-Golf und 47 kleinere und größere vorgelagerte Inseln und landeten in der 1,4-Millionen-Stadt Auckland, die sich auf einem Gebiet von mehr als 50 erloschenen Vulkanen erstreckt.
18. November 2007, Marité Schulte-Trux
Zurück in Sydney - zu Hause!

In den vergangenen Tagen drehte sich alles nur ums Fliegen. Nicht nur meine Reise durch Australien ist wie im Fluge vergangen, sondern auch das Wochenende in Perth. Dort versetzte für zwei Tage das Luftrennen “Red Bull Air Race” Hunderttausende in Begeisterung und Staunen. Das Ziel der zwölf weltbesten Piloten: mit rund 400 Kilometern pro Stunde in ihren Kleinflugzeugen so schnell wie möglich durch die Air Gates, sprich enge Passagen, zu fliegen und fehlerlos durch den Parcours zu sausen. Der Schnellste gewinnt natürlich das Rennen, aber derjenige, der die waghalsigsten Loopings und Kunststücke darbietet, der gewinnt die Herzen der Zuschauer.
8. November 2007, Marité Schulte-Trux
Grün

Meine Güte, ist das grün hier! Wochenlang war ich durch karge Wüstenlandschaften gefahren. Die Temperaturen hatten stets über 35 Grad gelegen, die Erde war rot und trocken, die Vegetation meist von Waldbränden verkohlt oder einfach nur karg und eintönig. Seltsam, aber meine Augen mussten sich tatsächlich erst einmal an den Anblick der saftig grünen Weidelandschaften und der Weinanbaugebiete des Südwestens gewöhnen. Gleiches galt auch für die kühlen, regnerischen 15 Grad: Plötzlich musste meine Sommerkleidung gegen die wärmere eingetauscht werden, die monatelang tief in meinem Koffer verstaut gewesen war. Die krassen Vegetations- und Temperatursunterschiede haben mir wieder einmal die Vielfalt dieses riesigen Kontinents bewusst gemacht.
3. November 2007, Marité Schulte-Trux
