Besuch im Kakadu-Nationalpark

Eintrag vom Freitag, 28. September 2007

bild_20070111mariteaustralien50_gross.jpg

Unzählige Mückenstiche, riesiger Muskelkater und Sonnenbrand - aber auch viele neue Erkenntnisse und tolle Erinnerungsbilder … das ist die Bilanz meiner Wildnistour in den Nationalpark, von dem ganz Australien spricht: dem Kakadu-Nationalpark. Er ist der größte des Landes, seine Fläche entspricht der Belgiens, und er ist die Hauptattraktion im Norden.

bild_20070111mariteaustralien55_gross.jpg

Der Kakadu-Nationalpark beherbergt nicht nur eine verblüffende Zahl an verschiedenen Pflanzen- und Tierarten und Lebensräumen, sondern auch dazu noch einige der bedeutendsten indigenen Felsmalereien in ganz Australien. Die ältesten Darstellungen entstanden vor 20.000 Jahren! Wegen seiner großen ökologischen und kulturellen Bedeutung gehört der Park zum Weltnatur- und Weltkulturerbe.

Zu den Highlights meiner Drei-Tages-Tour gehörten eine Nachtwanderung und eine Krokodiltour und deren Fütterung auf dem Mary River, dem Fluss, in dem angeblich die meisten Salzwasserkrokodile der Welt leben.

Unser Tag begann mit Sonnenaufgang. Zum Teil mussten wir erst einmal einige Stunden über staubige, unbefestigte Wege zu unseren Zielen fahren. Dabei handelte es sich meist um Felsplateaus und -schluchten, Seen und kleinere Bäche. Der Kontrast zwischen Trocken- und Regenzeit ist hier enorm: Manche Gebiete sind jetzt noch vollkommen ausgetrocknet. In rund drei Monaten werden sie aber drei Meter unter Wasser stehen, und kleine Bäche werden sich in reißende Ströme verwandeln, die die Felsplateaus in imposanten Kaskaden hinunterrauschen werden.

Einige sehr seltene Pflanzen- und Tierarten sind nur hier in diesem Park zu finden. Viele von diesen dienen den rund 30 Aboriginie-Gemeinden, die den Kakadu-Nationalpark ihr Zuhause nennen, heute noch als Nahrung und Medizin. Auf den für meinen Geschmack zu waghalsigen Felsbesteigungen und -wanderungen probierten wir einige von ihnen, unter anderem grüne Ameisen, die nach Limette schmecken.

Nach kilometerlangen Märschen durch Felsschluchten und durch den Busch bei 39 Grad und mosquitogeplagten Nächten in Zelten gleicht das Leben in der Jugendherberge in Darwin dem reinsten Luxus. Hier sammele ich nicht nur wieder Energie, sondern auch viel gute Laune und Motivation. Denn die werde ich für meine morgige 24-Stunden-Fahrt nach Broome Richtung Westen im Bus brauchen!

Kommentar schreiben

An dieser Stelle können Sie Ihren Kommentar hinterlassen. Bitte beachten Sie: Dieses Blog wird moderiert. Ihre Kommentare werden deshalb zeitverzögert freigeschaltet. So verhindern wir Kommentar-Spam. Bitte beachten Sie außerdem, dass wir Einträge mit Diskriminierungen, Verunglimpfungen, rechtswidrigem oder sonstigem zweifelhaften sowie werblichem Inhalt nicht dulden. Kritik sollte zudem immer konstruktiv sein.

Hinweise/Infos

Marité Schulte-Trux hat diesen Eintrag am 28. September 2007 um 9.59 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.