Subwwoofer down under

Eintrag vom Sonntag, 23. September 2007

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Schade, dass die dreimal wöchentlich versendete Blumenladung (botanischer Name lautet Haleconia) nur national per Luftfracht ausgeliefert wird. Ansonsten hätte ich jeden deutschen Blumenliebhaber beim Kauf dieser tropischen Schönheiten mit erhobenem Zeigefinger geraten, jede einzelne von ihnen sehr zu schätzen! Denn das Pflücken, Pflegen und Verpacken der Blumen bei rund 70% Luftfeuchtigkeit ab 9 Uhr morgens ist eine schweißtreibende Arbeit.

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Je früher man morgens sich also mit Messer, Handschuhen und Insektenspray auf die Plantage begibt, desto besser. Die Nachmittagsaktivitäten sind auf Grund der isolierten Plantage und Hitze stark begrenzt. Entweder helfen wir drei “Wwoofer” zum Beispiel, die in Kisten fertig verpackten Blumen zum Flughafen zu transportieren, oder aber wir springen kopfüber in ein nahe gelegenes kühles Schwimmbecken.

Das Zusammenleben mit meinen Gastgebern - einer australisch-ghanesischen Patchwork Familie - ist wahrlich interessant. Man wird hier als Familienmitglied aufgenommen, was neben einem lockeren Zusammenleben auch die Einbindung zum Beispiel in die abendlichen Essensvorbereitungen bedeutet. Dabei versuchen wir Wwoofer aus Deutschland und Belgien, der Familie etwas von unserer Kultur und unseren Essensgewohnheiten “zurückzugeben”.

Nichts von dem, was wir aber bisher beigetragen haben, war so köstlich wie die ghanesichen Eintöpfe! Mal wieder neigt sich ein interessanter Aufenthalt dem Ende zu. Die wichtigste Erfahrung und größte Herausforderung diesmal war nicht die körperliche Arbeit, sondern vielmehr das Zusammenarbeiten und -leben mit Menschen völlig unterschiedlicher Herkünfte und Kulturen. So fühlt man sich als westlich geprägte Frau hier manchmal urplötzlich nach Afrika versetzt, wo die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau eine andere ist. Tja, andere Länder - andere Sitten …

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Marité Schulte-Trux hat diesen Eintrag am 23. September 2007 um 9.58 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.