Besuch im Kakadu-Nationalpark

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Unzählige Mückenstiche, riesiger Muskelkater und Sonnenbrand - aber auch viele neue Erkenntnisse und tolle Erinnerungsbilder … das ist die Bilanz meiner Wildnistour in den Nationalpark, von dem ganz Australien spricht: dem Kakadu-Nationalpark. Er ist der größte des Landes, seine Fläche entspricht der Belgiens, und er ist die Hauptattraktion im Norden.

28. September 2007, Marité Schulte-Trux

Subwwoofer down under

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Schade, dass die dreimal wöchentlich versendete Blumenladung (botanischer Name lautet Haleconia) nur national per Luftfracht ausgeliefert wird. Ansonsten hätte ich jeden deutschen Blumenliebhaber beim Kauf dieser tropischen Schönheiten mit erhobenem Zeigefinger geraten, jede einzelne von ihnen sehr zu schätzen! Denn das Pflücken, Pflegen und Verpacken der Blumen bei rund 70% Luftfeuchtigkeit ab 9 Uhr morgens ist eine schweißtreibende Arbeit.

23. September 2007, Marité Schulte-Trux

Arbeit auf dem Rifle Creek

Genau das hatte ich mir für mein Australien-Jahr gewünscht: Abenteuer, Herausforderungen, Begegnungen mit dem Unbekannten, Kontakt mit einheimischer Flora und Fauna und Menschen, die mir ihr Land näherbringen. Hier auf dem Naturreservat “Rifle Creek” eines jungen Ökologen, habe ich eine Mischung aus all dem gefunden. Allein schon die Ankunft war höchst spannend: Kaum hatte ich das Haus betreten, das von Regenwald und Buschland umgegen ist, machte das unruhige Verhalten des Hundes uns stutzig.

Eine als Taipan (giftigste Schlange Australiens) verwechselte Baumschlange wurde aus Sicherheitsgründen mit einer Machete sofort erschlagen. Eine derart weitere Begegnung ist mir aber seit meiner Ankunft erspart worden …

Dafür lerne ich während meiner zweiten Wwoofing-Woche dank zweier sehr netter und hart arbeitender Australier, wie ein termiten- und feuerresisitentes Haus aus Stahl gebaut wird. Von morgens bis abends mischen wir zu dritt Zement, schleppen, bohren, klettern und suchen mittags Schutz vor der glühenden Sonne.

Unglaublich, wie viel ich bereits über den Bau gelernt habe und mich selbst einbringen durfte. Zudem erfahre ich jeden Tag mehr über die hier verwendete Solarenergie. Schön, dass ich mich für all die Lehrstunden abends mit einem wohlverdientem Abendessen revanchieren darf!

Der Plan des Grundstückbesitzers: zuerst auf seinem Naturreservat (hatte es versehentlich letzte Woche noch als Öko-Bauenhof bezeichnet) mehrere Bungalows und Häuser zu bauen. Danach Öko-Tourismus auf seinem Grund zu betreiben und seinen Gästen das Leben zwischen Regenwald und Buschland näherzubringen. Hoffentlich wird diesen der Aufenthalt inmitten von Pflanzen und Tieren so sehr gefallen wie mir!

15. September 2007, Marité Schulte-Trux