Mamma Mia Marschal

Mamma Mia Marschal

Die Weltmeisterschafts-Edition

Tanja Marschal macht den Restaurant-Check und testet Restaurants auf Herz und Nieren. Rund um die Fußball-Weltmeisterschaft besucht sie dabei internationale Restaurants, deren Landsleute in Südafrika direkter Konkurrenz zu unserer National-Elf stehen werden.

2. WM-Restaurant: Japanisches Teppanyaki-Dinner im Benkay oder: Warum ich im nächsten Leben ein Kobe-Rind sein möchte.

Mein erster WM-Gegner-Test ist so nah und doch so fern. Wenn wir schon die dritt-größte japanische Gemeinde in Europa direkt vor der Haustür haben, dann ist das fast ein Muss, sich hier mal essenstechnisch kundig zu machen. Und weil ich eh ständig Sushi essen gehe, soll es dieses Mal etwas ganz Besonderes sein: Ein Teppanyaki-Dinner. Gibt es hier nur im Restaurant “Benkay” im Hotel Nikko. Was ist das? Die traditionelle Art, japanisches Essen zu genießen - direkt vor Ihren Augen frisch auf dem Teppanyaki Grill zubereitet.

12. Mai 2010, Tanja Marschal

1. WM-Restaurant: Der Gastgeber aus Südafrika will auf die Kacke hauen oder: Krokodil ist leider aus.

Ich weiß nicht, ob das beruhigend ist, wenn man gleich so begrüßt wird: “Tut mir leid, wir haben heute leider kein Krokodil.” Das hatte irgendwie was Absurdes. Im “Bobotie”, dem südafrikanischen Restaurant auf der
Brunnenstraße  in Bilk. Direkt an der Düssel. Wirklich ein richtig schöner Laden. Sehr warm und gemütlich eingerichtet. Voll mit südafrikanischer Deko, aber nicht überladen. Inklusive Cocktail-Bar. Und obwohl mitten in der Woche: Nur noch ein einziger Tisch frei. Das ist doch schon mal vielversprechend.
Wenn das Krokodil also aus ist, was gibt’s denn dann zu essen?

11. Mai 2010, Tanja Marschal

3 K - Kultur, Kneipe, Küche

Leute, das war schräg! Ich war beim Griechen. Das “3 K” - Kultur, Kneipe, Küche - an der Grenze Friedrichstadt/Bilk auf der Heresbachstraße. Heißt aber auch eigentlich “Kafenio Andreas”. Andreas ist nämlich der Chef vom Janze. “Kafenio” ist normalerweise ein traditionelles griechisches Kaffeehaus. So der soziale Mittelpunkt im Dorf. Das ist DAS definitiv NICHT. Also: Der soziale Mittelpunkt schon - für die Griechen, die da in der Ecke wohnen. Aber Kaffeehaus … (Stell mir gerade so eins in Wien vor …) - Nein. Das sieht von außen aus wie eine etwas ältere Kneipe. Und von innen wie eine noch ältere Kneipe. Mehr so Altherren-Ausstattung. Könnte auch “Karls Altstadt-Schänke” heißen. Sie würden da so nie reingehen - es sei denn, es ist mitten in der Nacht und Sie sind hackedicht, wollen aber unbedingt noch ein letztes Bier. Stichwort “Absacker”. So! Und warum war das jetzt so schräg? Weil Sie in dem Laden richtig, richtig phantastischen Fisch bekommen!!!

7. Mai 2010, Tanja Marschal

Khanh’s Lilly auf der Friedrichstraße

Nachdem ich die Tour de Menu jetzt halbwegs verdaut habe, dachte ich mir: Geh die ganze Esserei mal wieder langsam an. Irgendwas leichtes. Damit ich mich nicht gleich wieder so vollgestopft fühle. Also: Vietnamesisch. Gibt es in Friedrichstadt im “Khanh´s Lilly”.

27. April 2010, Tanja Marschal

Spoerl Fabrik - Preiskategorie I

Geschafft, geschafft, geschafft. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Mein letzter Tour de Menu-Test. Und der hatte richtig Charme. Ein antiker französischer Tresen, der Geist vergangener Zeiten, knarrende Holzdielen und gemütliche Lederbänke. Das ist die “Spoerl Fabrik(Anfahrt). Da kann man nicht nur gut frühstücken, sondern vor allem auch richtig gut zu Abend essen. Die können richtig gut kochen, die Jungs da in der Küche. Ich würde es mal als kreative Crossover- Küche beschreiben. Was hatte ich mich darauf gefreut: Zur Abwechslung “nur” drei Gängen und nicht acht. Und das klang auch noch nach was mit “Hand und Fuß”, was da als Menu angekündigt wurde. Meine Freundin und ich hatten einen wunderschönen Holztisch am Fenster. In diesem super gemütlichen Raum. Vorweg einen tollen Prosseco und dazu das absolut leckerste Olivenbrot, das ich je gegessen habe. Das war so aromatisch und dann das Olivenöl dazu. Ganz was Feines. Die Vorspeise: “Carpaccio vom Thunfisch mit Wasabi-Avocadocreme”. Oh ja, so liebe ich den Thunfisch. Halb roh in dünnen Scheiben. Geschmacklich toll abgestimmt mit der Creme. Dazu gab es noch ein Apfel-Koriander-Chutney. Alles sehr erfrischend und lecker.

19. März 2010, Tanja Marschal

Jean Claude´s -
Preiskategorie III

Haben Sie schon mal Gold gegessen? Ätsch. Ich aber. Gut, ich habe mir jetzt keinen ganzen Barren in den Mund gestopft, es war nur ein winziges Blättchen, aber ich gebe zu: Das hatte was. Obwohl ich das bisher immer albern fand, wenn die in den ganzen “Das perfekte Dinner”-Sendungen damit auftrumpfen wollten. Wo gibt es das? Im “Jean Claude´s” in Kaiserswerth . Und das gehörte zur Vorspeise mit dem traumhaften Namen: “Piment, Gold und Kakao - Eine Gabe an die Götter der Azteken”. Dahinter verbarg sich Gänseleber mit einer Kakaoschicht und Blattgold. Und wie das geschmeckt hat, kann ich einfach nicht in Worte fassen. Das hatte nicht nur einen traumhaften Namen, das sah auch noch traumhaft aus.

16. März 2010, Tanja Marschal

Fehrenbach - das kleine Restaurant: Preiskategorie III

Manchmal ist es gut, wenn man noch mal eine Nacht drüber schläft. Habe ich jetzt getan. Warum das gut ist, dazu am Ende mehr. Es ging ins Fehrenbach auf der Schwerinstraße. Ein kleines, feines Restaurant, in dem man herzlich empfangen wird. Wohlfühlen ist angesagt. Und das geht am Besten mit einem Crémant zum Warmwerden. Wir starten nach dem Gruß aus der Küche mit einer “Komposition von Kalbstafelspitz, Hummer und Blumenkohl”. Daumen hoch! Richtig gut. Und auch der Wein dazu war spitze.

16. März 2010, Tanja Marschal

Brasserie 1806 im Breidenbacher Hof - Preiskategorie III

Der macht schon Eindruck. Der prunkvolle Breidenbacher Hof. So opulent, aber trotzdem kein “Poser”. Am Abend eher geheimnisvoll. Toll, da habe ich heute Lust drauf. Und die Kollegin Claudia Monreal sowieso. Sie war morgens extra joggen und hat dann nur ein halbes Brötchen gegessen. Also ziehe ich schnell den Bauch ein. Es geht in die Brasserie “1806″ im Hotel die Treppe hoch. Ein herzlicher Empfang, ein Tisch mit Blick auf das Carsch-Haus durch die riesen Fensterfront und ein Glas Rosé-Champagner vorweg. Perfekt. - Ich gebe zu, ich habe etwas Angst vor dem Menu. Gang Nummer 2 beinhaltet nämlich Blutwurst. Und der Gedanke, mir die in den Mund zu schieben… Nein, das kann ich nicht. Am Besten jetzt noch gar nicht daran denken.

13. März 2010, Tanja Marschal

Weinhaus Tante Anna / Preiskategorie III

Als ich gelesen habe, was da alles auf den Teller kommt, da dachte ich, ich fall schon nach dem ersten Gang vollgestopft vom Stuhl. 18 verschiedene Speisen. Aber Entwarnung: Es ist ein Menü der kleinen Köstlichkeiten. Und das sind sie wirklich im Weinhaus Tante Anna. Seltsam, aber das Gasthaus im Herzen der Altstadt hat was beinahe Märchenhaftes. Ich will Ihnen keine Angst machen, aber die Phantasie ist mal wieder mit mir durchgegangen, als ich dort saß. Diese wunderschöne alte Einrichtung. Das Haus aus dem Jahr 1593. Meine Güte, ist das wunder-, wunderschön. Ich bin sprachlos. Man ist plötzlich in einer völlig anderen Welt. In vergangenen Zeiten. Und plötzlich war ich davon überzeugt: Alle, die hier rumrennen, vom Koch bis zum Kellner - das sind alles Geister! Ja! So muss es sein. Die sind alle gar nicht echt. Am Liebsten hätte ich unseren Service-Engel in den Arm gekniffen, als er mit dem Winzersekt an den Tisch kam. Aber ich glaube, das wär nicht so gut gekommen.

12. März 2010, Tanja Marschal

Klosterhof - Bistro im Maxhaus / Preiskategorie II

Ich bin dann mal weg. Obwohl: Ich glaube nicht, dass Hape Kerkeling
das alles auf seiner Pilgerreise gegessen hat. Das war nämlich ein
5-Gang-Jakobsweg-Menü, das ich da verspeist habe. Im Maxhaus, dem
ehemaligen Franziskaner Kloster am Maxplatz. Dort gibt es nämlich seit
neuestem auch ein Restaurant: Den Klosterhof. Und zur Tour de Menu
werden dort kulinarische Spezialitäten entland des Jakobsweges
aufgetischt.

8. März 2010, Tanja Marschal