El Pescador - Das Düsseldorfer Fischhaus / Preiskategorie I
Eintrag vom Dienstag, 2. März 2010
Den Auftakt macht das El Pescador (google maps). Fast unglaublich, aber ich war noch nie zuvor dort. Das ist ja wie im Hafen, wenn man rein kommt. In der Kühltheke ein Meer von Fischen. Alles, was das Herz eines Fischliebhabers begehrt. Bin ich übrigens nicht wirklich in erster Linie. Ich brauche Fleisch! Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es in Sachen Fischzubereiten gerade mal hinkriege, die Fischstäbchen nicht anbrennen zu lassen. Wie dem auch sei: Eine riesen Auswahl an Meeresgetier. Alles frischer als frisch. Das El Pescador ist jetzt nicht das, was ich als super stylisches Restaurant mit toller Einrichtung bezeichnen würde, aber manche Läden brauchen das auch gar nicht. Es ist einfach und freundlich und das macht es so gemütlich.
Zum Auftakt gibt es einen Prosecco mit Basilikum-Essenz und Tassoni. Schmeckt nach Basilikum.
Ungewöhnlich, aber macht müde Frühmoderatoren munter. Kann losgehen. Erster Gang: Kartoffelsuppe mit Räucherfischeinlage und Gemüse. Ich bin jetzt nicht so der Suppen-Freak, aber diese ist toll. Sie besticht durch ihre Einfachheit. Kein Firlefanz. Einfach gute Kartoffeln, frisches Gemüse und herrlich geräucherter Fisch, der sich mit seinem rauhen und doch so feinen Aroma wunderbar in die Suppe legt. Passt! Auch der Wein dazu. Zum Wohl! Während wir auf das gebrannte Lachs-Sashimi vom norwegischen Fjord-Lachs warten, mit Kräuter-Crême fraîche und feiner Pesto, erfahren wir, dass der Chef des Hauses seinen Papageienfisch von einem Kumpel kriegt, der auf den Seychellen wohnt. Quasi handgefangen und innerhalb eines Tages vom Meer aufs Eis im Restaurant transportiert. So einen Kumpel hätte ich auch gern. Allerdings mehr wegen der Seychellen zum Urlaub machen. Ist der noch solo? Ach so, das Lachs-Sashimi. Traumhaft! Butterweich, frisch wie sonst was, herrlicher Geschmack. Das Pesto gibt noch das gewisse Etwas. Und der Wein dazu auch. Zum Wohl!
Wir (die Kollegin Sabine Piel und ich) dürfen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dort filetiert der smarte Australier gerade fleißig Red Snapper - das ist nämlich der nächste Gang. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Kollegin S. eher den Mann mit dem Messer verspeisen möchte. Der passt aber nicht auf den Teller und so wird es doch das gegrillte Red Snapperfilet mit einem tollen Dip, Gemüse und der geilsten Kartoffel (immer noch in Schale geschmissen), die ich je gegessen habe! Wie kann denn bitte eine poplige Kartoffel so gut schmecken? Und der rote Schnapper schnappt auch noch fast nach Luft, so frisch kommt der daher. Wie alles hier. Zum Wohl!
Das Tolle ist, dass das alles überhaupt nicht proppevoll macht. Sehr angenehmes Bauchgefühl. Wir werden auf jeden Fall satt, müssen uns aber nicht die Treppe runter rollen. Jetzt kommt mein Favorit: Riesengarnelen al Patron. Die sind mariniert und mit Cognac flambiert. Mein lieber Scholle, äh, Scholli. Was für eine Geschmacksbombe! Einfach nur ein Traum! Zart, würzig, ach, probieren Sie! Hoch die Gläser! Zum Wohl! Den Nachtisch (Himbeer-Mascarpone mit Schuss, hicks) kriegen wir dann aber doch nicht mehr rein. Muss aber auch nicht sein. Ich will diesen Geschmack der Riesengarnelen noch so lange wie möglich behalten.
Fazit: Frischer kann Fisch nicht sein und auch kaum besser zubereitet. Und das alles (fünf Gänge) für knappe 30 Euro - Respekt! Hier kam das Essen ohne großen Schnick-Schnack aus und war gerade durch seine Unverfälschtheit so toll. Großartig auch der Service-Knopf am Tisch: Einmal drücken und Sekunden später ist der Service da, wenn man was braucht. Ein perfekter Auftakt! Wir kommen wieder! Ach so, liebe Grüße noch an die beiden Antenne Düsseldorf-Hörer am Nebentisch. Wir trinken sonst natürlich nicht so viel Wein. Stimmt’s, Sabine? Wie komm ich denn jetzt aus der Nummer raus??? Hilf mir doch mal …
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Tanja Marschal hat diesen Eintrag am 2. März 2010 um 11.02 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.
