6. WM-Restaurant: Es muss nicht immer Kaviar sein oder: Der Holländer isst immer nur Pommes, ist aber auch so freundlich, die auch vorbeizubringen.
Jetzt nennen Sie mir doch mal bitte eine typische niederländische Spezialität? Ja, ich warte… Dummdidu. Ich merke schon, Ihnen fallen auch nur Pommes und Frikandel ein. Warum aber auch nicht. Ist nichts gegen einzuwenden. Zwischendurch mal ein bisschen Fast-Food, da kann ich super mit leben. Auf meiner Suche nach einem niederländischen Restaurant bin ich dann bei “Leo’s Grill” in Unterbilk hängen geblieben. Eine holländische Imbiss-Bude, die verspricht: “Eckt lekker essen in Düsseldorf”.
28. Mai 2010, Tanja Marschal
5. WM-Restaurant: Ich trink Ouzo, was trinkst du so? oder: Ein richtiger “Old School”- Grieche.
Der Kollege Dennis Lieske hat mich hierhin geschleppt. Ins Restaurant “Korfu” auf der Sophienstraße kurz vor’m Schloss Benrath. Das sei ein richtiger “Old School”-Grieche. Also nichts Feines, eben zurück zu den Wurzeln. Na dann. Sieht wirklich aus wie in den 80ern stehen geblieben. Die Einrichtung so ein bisschen Gelsenkirchener Barock. Was soll’s, soll ja auch nur schmecken. Gleich mit Handschlag begrüßt und dann bekommen wir erstmal einen Ouzo vorweg.
24. Mai 2010, Tanja Marschal
4. WM-Restaurant: Spanische Kleinigkeiten oder: Der Europameister isst runzelige Päpste.
Sie kennen sicherlich die ganzen Spanier in der Altstadt. Schneider-Wibbel-Gasse. Tisch an Tisch, dicht gedrängt. Darauf hatte ich keine Lust. Ich wollte keine Touri-Abzocke, sondern was richtig Authentisches. Und darum habe ich mir das Restaurant mit dem urspanischen Namen “El-Ömmes” ausgesucht. Das ist in Pempelfort auf der Wielandstraße. Ich gebe zu, bei dem Namen war ich skeptisch. Ich dachte, das ist bestimmt so ein Ballermann-Tourist, der meint, er müsste jetzt zuhause auch mal den Herd anschmeißen und Spanisch kochen. Ich sah mich schon vor dieser Kritik sitzen, das Restaurant völlig zerreißend. Wie man sich doch täuschen kann…
21. Mai 2010, Tanja Marschal
3. WM-Restaurant: Koreanische Leckereien oder: Wir sind die deftigen Punks unter den Asiaten.
Die erste Frage der Kollegen war: Nord- oder Südkorea? Sind ja beide bei der WM dabei. Tun wir doch einfach was für den Weltfrieden und vereinen sie kulinarisch. Ich war im “Shilla” in der Altstadt. Und weil alleine essen keinen Spaß macht, habe ich meine Freundin eingepackt. Halb-Koreanerin. Einen besseren Kritiker kann man nicht mitnehmen. Von außen sieht’s schön aus, von innen eher etwas altbacken. Es gibt schöne Details wie eine kleines Holzbrückchen und es plätschert ein Bach. Tische und Stühle sind aber eher so Richtung “Gelsenkirchener Barock”. Aber das soll mir egal sein - ich will essen. Die koreanische Küche ist nicht - wie rein geographisch vielleicht zu vermuten wäre - so wie die Chinesische oder Japanische. Es gibt natürlich auch Überschneidungen, aber im Prinzip sind die Koreaner deftiger unterwegs.
14. Mai 2010, Tanja Marschal
2. WM-Restaurant: Japanisches Teppanyaki-Dinner im Benkay oder: Warum ich im nächsten Leben ein Kobe-Rind sein möchte.
Mein erster WM-Gegner-Test ist so nah und doch so fern. Wenn wir schon die dritt-größte japanische Gemeinde in Europa direkt vor der Haustür haben, dann ist das fast ein Muss, sich hier mal essenstechnisch kundig zu machen. Und weil ich eh ständig Sushi essen gehe, soll es dieses Mal etwas ganz Besonderes sein: Ein Teppanyaki-Dinner. Gibt es hier nur im Restaurant “Benkay” im Hotel Nikko. Was ist das? Die traditionelle Art, japanisches Essen zu genießen - direkt vor Ihren Augen frisch auf dem Teppanyaki Grill zubereitet.
12. Mai 2010, Tanja Marschal
1. WM-Restaurant: Der Gastgeber aus Südafrika will auf die Kacke hauen oder: Krokodil ist leider aus.
Ich weiß nicht, ob das beruhigend ist, wenn man gleich so begrüßt wird: “Tut mir leid, wir haben heute leider kein Krokodil.” Das hatte irgendwie was Absurdes. Im “Bobotie”, dem südafrikanischen Restaurant auf der
Brunnenstraße in Bilk. Direkt an der Düssel. Wirklich ein richtig schöner Laden. Sehr warm und gemütlich eingerichtet. Voll mit südafrikanischer Deko, aber nicht überladen. Inklusive Cocktail-Bar. Und obwohl mitten in der Woche: Nur noch ein einziger Tisch frei. Das ist doch schon mal vielversprechend. Wenn das Krokodil also aus ist, was gibt’s denn dann zu essen?
11. Mai 2010, Tanja Marschal
3 K - Kultur, Kneipe, Küche
Leute, das war schräg! Ich war beim Griechen. Das “3 K” - Kultur, Kneipe, Küche - an der Grenze Friedrichstadt/Bilk auf der Heresbachstraße. Heißt aber auch eigentlich “Kafenio Andreas”. Andreas ist nämlich der Chef vom Janze. “Kafenio” ist normalerweise ein traditionelles griechisches Kaffeehaus. So der soziale Mittelpunkt im Dorf. Das ist DAS definitiv NICHT. Also: Der soziale Mittelpunkt schon - für die Griechen, die da in der Ecke wohnen. Aber Kaffeehaus … (Stell mir gerade so eins in Wien vor …) - Nein. Das sieht von außen aus wie eine etwas ältere Kneipe. Und von innen wie eine noch ältere Kneipe. Mehr so Altherren-Ausstattung. Könnte auch “Karls Altstadt-Schänke” heißen. Sie würden da so nie reingehen - es sei denn, es ist mitten in der Nacht und Sie sind hackedicht, wollen aber unbedingt noch ein letztes Bier. Stichwort “Absacker”. So! Und warum war das jetzt so schräg? Weil Sie in dem Laden richtig, richtig phantastischen Fisch bekommen!!!
7. Mai 2010, Tanja Marschal
