Spoerl Fabrik - Preiskategorie I

Geschafft, geschafft, geschafft. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Mein letzter Tour de Menu-Test. Und der hatte richtig Charme. Ein antiker französischer Tresen, der Geist vergangener Zeiten, knarrende Holzdielen und gemütliche Lederbänke. Das ist die “Spoerl Fabrik(Anfahrt). Da kann man nicht nur gut frühstücken, sondern vor allem auch richtig gut zu Abend essen. Die können richtig gut kochen, die Jungs da in der Küche. Ich würde es mal als kreative Crossover- Küche beschreiben. Was hatte ich mich darauf gefreut: Zur Abwechslung “nur” drei Gängen und nicht acht. Und das klang auch noch nach was mit “Hand und Fuß”, was da als Menu angekündigt wurde. Meine Freundin und ich hatten einen wunderschönen Holztisch am Fenster. In diesem super gemütlichen Raum. Vorweg einen tollen Prosseco und dazu das absolut leckerste Olivenbrot, das ich je gegessen habe. Das war so aromatisch und dann das Olivenöl dazu. Ganz was Feines. Die Vorspeise: “Carpaccio vom Thunfisch mit Wasabi-Avocadocreme”. Oh ja, so liebe ich den Thunfisch. Halb roh in dünnen Scheiben. Geschmacklich toll abgestimmt mit der Creme. Dazu gab es noch ein Apfel-Koriander-Chutney. Alles sehr erfrischend und lecker.

19. März 2010, Tanja Marschal

Jean Claude´s -
Preiskategorie III

Haben Sie schon mal Gold gegessen? Ätsch. Ich aber. Gut, ich habe mir jetzt keinen ganzen Barren in den Mund gestopft, es war nur ein winziges Blättchen, aber ich gebe zu: Das hatte was. Obwohl ich das bisher immer albern fand, wenn die in den ganzen “Das perfekte Dinner”-Sendungen damit auftrumpfen wollten. Wo gibt es das? Im “Jean Claude´s” in Kaiserswerth . Und das gehörte zur Vorspeise mit dem traumhaften Namen: “Piment, Gold und Kakao - Eine Gabe an die Götter der Azteken”. Dahinter verbarg sich Gänseleber mit einer Kakaoschicht und Blattgold. Und wie das geschmeckt hat, kann ich einfach nicht in Worte fassen. Das hatte nicht nur einen traumhaften Namen, das sah auch noch traumhaft aus.

16. März 2010, Tanja Marschal

Fehrenbach - das kleine Restaurant: Preiskategorie III

Manchmal ist es gut, wenn man noch mal eine Nacht drüber schläft. Habe ich jetzt getan. Warum das gut ist, dazu am Ende mehr. Es ging ins Fehrenbach auf der Schwerinstraße. Ein kleines, feines Restaurant, in dem man herzlich empfangen wird. Wohlfühlen ist angesagt. Und das geht am Besten mit einem Crémant zum Warmwerden. Wir starten nach dem Gruß aus der Küche mit einer “Komposition von Kalbstafelspitz, Hummer und Blumenkohl”. Daumen hoch! Richtig gut. Und auch der Wein dazu war spitze.

16. März 2010, Tanja Marschal

Brasserie 1806 im Breidenbacher Hof - Preiskategorie III

Der macht schon Eindruck. Der prunkvolle Breidenbacher Hof. So opulent, aber trotzdem kein “Poser”. Am Abend eher geheimnisvoll. Toll, da habe ich heute Lust drauf. Und die Kollegin Claudia Monreal sowieso. Sie war morgens extra joggen und hat dann nur ein halbes Brötchen gegessen. Also ziehe ich schnell den Bauch ein. Es geht in die Brasserie “1806″ im Hotel die Treppe hoch. Ein herzlicher Empfang, ein Tisch mit Blick auf das Carsch-Haus durch die riesen Fensterfront und ein Glas Rosé-Champagner vorweg. Perfekt. - Ich gebe zu, ich habe etwas Angst vor dem Menu. Gang Nummer 2 beinhaltet nämlich Blutwurst. Und der Gedanke, mir die in den Mund zu schieben… Nein, das kann ich nicht. Am Besten jetzt noch gar nicht daran denken.

13. März 2010, Tanja Marschal

Weinhaus Tante Anna / Preiskategorie III

Als ich gelesen habe, was da alles auf den Teller kommt, da dachte ich, ich fall schon nach dem ersten Gang vollgestopft vom Stuhl. 18 verschiedene Speisen. Aber Entwarnung: Es ist ein Menü der kleinen Köstlichkeiten. Und das sind sie wirklich im Weinhaus Tante Anna. Seltsam, aber das Gasthaus im Herzen der Altstadt hat was beinahe Märchenhaftes. Ich will Ihnen keine Angst machen, aber die Phantasie ist mal wieder mit mir durchgegangen, als ich dort saß. Diese wunderschöne alte Einrichtung. Das Haus aus dem Jahr 1593. Meine Güte, ist das wunder-, wunderschön. Ich bin sprachlos. Man ist plötzlich in einer völlig anderen Welt. In vergangenen Zeiten. Und plötzlich war ich davon überzeugt: Alle, die hier rumrennen, vom Koch bis zum Kellner - das sind alles Geister! Ja! So muss es sein. Die sind alle gar nicht echt. Am Liebsten hätte ich unseren Service-Engel in den Arm gekniffen, als er mit dem Winzersekt an den Tisch kam. Aber ich glaube, das wär nicht so gut gekommen.

12. März 2010, Tanja Marschal

Klosterhof - Bistro im Maxhaus / Preiskategorie II

Ich bin dann mal weg. Obwohl: Ich glaube nicht, dass Hape Kerkeling
das alles auf seiner Pilgerreise gegessen hat. Das war nämlich ein
5-Gang-Jakobsweg-Menü, das ich da verspeist habe. Im Maxhaus, dem
ehemaligen Franziskaner Kloster am Maxplatz. Dort gibt es nämlich seit
neuestem auch ein Restaurant: Den Klosterhof. Und zur Tour de Menu
werden dort kulinarische Spezialitäten entland des Jakobsweges
aufgetischt.

8. März 2010, Tanja Marschal

Brand’s Jupp in Wittlaer / Preiskategorie I

Da waren der Kollege Dennis Lieske und ich aber ganz schön lange unterwegs vom Hafen aus. Das war eine richtige Tour de Rheinbahn zur Tour de Menu. Unser Ziel: Das Brand’s Jupp in Wittlaer, das ein österreichisches Tapas-Menu verspricht. Die haben dort immer ein bestimmtes Motto, sagte man mir, und dieses Mal eben unsere kulinarischen Nachbarn. Und schon mal vorweg: Die Tour dorthin hat sich mehr als gelohnt. Das Brand’s Jupp hat irgendwie was Verwunschenes. Sehr gemütlich. Ja, ich würde es fast “urig” nennen. Der Kollege Lieske und ich bekommen einen schönen, großen, runden Tisch am Fenster. (Wir sitzen uns also mit etwas Abstand gegenüber. Das hat bestimmt seine frisch gebackene Ehefrau  eingefädelt…)

6. März 2010, Tanja Marschal

Bénoa / Preiskategorie II

Weiter im Text. Oder Test. Es geht ins Bénoa nach Pempelfort. Falls Sie das noch nicht kennen - ich hoffe, ich sage nichts Falsches, wenn ich die Küche als Vietnamesisch-Französisch umschreibe. Was ich schon absolut cool finde, bevor es losgeht: Hier kann der Gast wählen wie er lustig ist. Also fünf Gänge oder vier Gänge mit Dessert. Völlig egal, ob ich bei den vier Gängen die Suppe weglasse, den Fisch oder was auch immer. Und: Man hat bei jedem Gang zwei Wahlmöglichkeiten. Das ist toll. Genauso wie die Weinbegleitung. Die gibt’s als 0,1 l-Glas oder 0,2 l. Und für die wirklich, wirklich guten Tropfen zu einem absolut fairen Preis. Meine Freundin und ich nehmen vier Gänge plus Dessert und vorne weg einen Winzersekt, der mich komplett aus den Socken haut. Das ist purer Erdbeer-Geschmack im Glas. Ein Riesling, der aber kaum Säure hat. Eine Wucht, würde meine Mama sagen. Toll!

3. März 2010, Tanja Marschal

El Pescador - Das Düsseldorfer Fischhaus / Preiskategorie I

Den Auftakt macht das El Pescador (google maps). Fast unglaublich, aber ich war noch nie zuvor dort. Das ist ja wie im Hafen, wenn man rein kommt. In der Kühltheke ein Meer von Fischen. Alles, was das Herz eines Fischliebhabers begehrt. Bin ich übrigens nicht wirklich in erster Linie. Ich brauche Fleisch! Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es in Sachen Fischzubereiten gerade mal hinkriege, die Fischstäbchen nicht anbrennen zu lassen. Wie dem auch sei: Eine riesen Auswahl an Meeresgetier. Alles frischer als frisch. Das El Pescador ist jetzt nicht das, was ich als super stylisches Restaurant mit toller Einrichtung bezeichnen würde, aber manche Läden brauchen das auch gar nicht. Es ist einfach und freundlich und das macht es so gemütlich.

2. März 2010, Tanja Marschal