Mamma Mia Marschal
Antenne Düsseldorf à la Carte
Unsere Morgenfrau Tanja Marschal macht den Restaurant-Check und testet Restaurants auf Herz und Nieren. Wie es geschmeckt hat, erfahren Sie regelmäßig bei Antenne Düsseldorf - und das Fazit gibt es natürlich hier zum lesen und hören im Blog zu Mamma Mia Marschal.
“Riva”: R.I.V.A. = Reine. Illusion?.
“Riva”: R.I.V.A. = Reine. Illusion?. Vor allem. Am Samstag Abend?. Kinders, Kinders. Ich bin fast ausgeflippt. Wenn die Tanja unterzuckert ist, weil sie Hunger hat, dann ist schluss mit lustig. Wie soll ich es freundlich ausdrücken? Es war wie im Urlaub. Abendessen in Rom. Im absoluten Touri-Viertel. Nur dass mich der Kellner hier nicht auf Italienisch beschimpft hat. Auf Deutsch auch nicht. Das hätte aber noch gefehlt. Also: Ein netter Sommerabend. Samstag. Ich spaziere mit einer Freundin durch den Hafen, auf der Suche nach Futter. Wir entscheiden uns für das “Riva“. Da ist -zugegebenermaßen - die Hölle los. Die Terrasse draußen ist bis auf einen Tisch besetzt. Und es ist eine große Terrasse. Wir setzen uns also an den freien Tisch, auf dem noch die Überreste der letzten Gäste stehen und müssen erstmal warten.
Es vergehen 5 Minuten, dann 10 Minuten, dann 15 Minuten. Dann haben wir endlich die Speisekarte. Bevor wir aber im gleichen Atemzug schon mal Getränke bestellen können, ist die Dame auch schon wieder über alle Berge. Das dreckige Geschirr nimmt sie auch nicht mit. Nun gut. Dann ein Blick in die Karte: Das liest sich alles gut: “Spanischer Rinderschinken, geräuchert und getrocknet, 36 Monate gereift”. Oder “Carpaccio vom irischen Herford Rind mit Spargel”, “Kaninchenkeule mit Sommergemüse in Pesto und Meersalzdrillinge”, “Ganzer Wolfsbarsch mit Gemüsetempura und Wasabi-Süsskartoffelstampf”.
Und Zeit zum Lesen haben wir… Mehr als uns lieb ist. Hätten wir noch fünf Minuten länger gewartet, hätte ich die ganze Karte auswendig vortragen können. Nochmal 15 Minuten später und wir können endlich unsere Getränke ordern. Die Dame hat sich nämlich schon wieder auf dem Absatz umgedreht, bevor wir ihr sagen können, was wir essen wollen. Und sie ist genervt. Brummt irgendwas. Wir warten und warten und warten. So langsam werde ich unruhig. Klar, was soll der Service machen, wenn die Hütte brennt und zu wenig Personal im Einsatz ist.
Aber: Man kann schon freundlich bleiben. Und vielleicht auch mal warten, bis die Gäste mit der Bestellung durch sind. Und vielleicht auch mal nach über einer halben Stunde das ganze benutzte Zeug vom Tisch räumen. Was also tun? Ich sage zu meiner Freundin: “Ehrlich mal, mir reicht’s. Wenn das so weiter geht, dann sitzen wir morgen früh noch hier und haben noch nicht mal den Wein. Lass uns abhauen!” Gerade als wir uns vom Stuhl erheben, steht plötzlich ein anderer Kellner da, knallt (!) uns die Getränke auf den Tisch und guckt böse. So nach dem Motto: “Ich habe euch ertappt. Sofort wieder hinsetzen!” Nun gut. Dann bestellen wir aber jetzt wenigstens auch was zu essen.
Denkste. “Das macht die Kollegin!” und weg ist er. Wir warten wieder. Als die dann endlich kommt, hängt mir der Magen auf den Knien. Jetzt aber: Einmal “Caeser Salat mit gebratenen Garnelen, Parmesan, Croutons und Speck”. Das soll unsere geteilte Vorspeise sein. Dann: Für meine Freundin: Die “Entenbrustspieße, orientalisch mariniert, mit Tropenfruchtdip und Kartoffel-Maracujapüree”. So und ich nehme … Bevor es meine Lippen verlässt: Weg ist sie. Jetzt muss ich lachen. Meine Freundin ruft noch: “Halt. Moment. Wir waren noch nicht fertig!” Aber nichts zu machen.
Gefühlte 30 Minuten später kommt dann das Essen. Das dreckige Geschirr steht immer noch auf dem Tisch. Scheint aber nicht zu interessieren, denn unser Essen wir einfach dazwischen gequetscht. Zwischen die dreckigen Teller. Steh ich überhaupt nicht drauf. Ich frage also, ob sie das mal mitnehmen könnte und bei der Gelegenheit möchte ich dann auch noch mein Hauptgericht bestellen: “Rigatoni in Zitronengrascreme mit Kokosnuss, Flusskrebsen und Zuckerschoten”. Was kriege ich zu hören? “Sie haben doch schon bestellt!” - “Äh ja. Aber wir waren noch nicht fertig.”
Wieder wird geknurrt und widerwillig notiert. Also frage ich noch, ob ich eventuell auch sauberes Besteck haben könnte. Gut, ich kann auch mit den Fingern essen, aber das wär schon angenehmer. “Wieso? Da liegt doch eins!” Jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich lachen oder sauer werden soll. “Das ist von den Leuten davor!” Wieder ein grummeliger Blick, aber jetzt wird wenigstens abgeräumt. Vielleicht macht das Essen ja wieder alles wett.
Nein. Macht es nicht. Der Salat ist ok. Die Entenbrustspieße zäh wie Leder. Das Kartoffel-Maracujapüree zieht uns vor lauter Säure die Schuhe aus. Meine Zuckerschoten sind fast roh. Überall fehlt jede Menge Salz. Einzig die Rigatoni mit der Sauce schmecken gut. Jut. Was machen wir jetzt damit? Sicherlich waren sowohl Service als auch Küche überfordert. Wär mir auch halbwegs egal gewesen, wenn das ein billiger Laden wäre. (Entenspieße: 19 Euro, Ceasar Salat: 14 Euro, Glas Grauburgunder: 6,50). Aber so war das nur zum Kopfschütteln.
Was auch immer da alles schief gelaufen ist, ich erwarte für DEN Preis sowas wie professionelle Freundlich- und Höflichkeit. Und dann lass mich auch ruhig nochmal 20 Minuten länger auf das Essen warten, Hauptsache es schmeckt dann. Aber nicht so was halbherzig Hingeklatschtes. Hab jetzt erstmal keine Lust mehr drauf.
27. August 2010, Tanja Marschal
Das neue “Prikynoo” in Unterbilk.
Ein Satz mit “x”.
Das war nix. Ich war beim Thailänder. Im “Prickynoo” in Unterbilk auf der Gladbacher Straße. Das ist das mittlerweile dritte Restaurant unter dem Namen hier bei uns in der Stadt. Vielleicht das Positive zuerst: Man kann dort im Sommer schön draußen sitzen. Reichlich Platz und sehr gemütlich. Drinnen sieht’s auch gut aus. Eher nach einer schicken, stylischen Cocktail-Bar mit thailändischen Accessoirs. Haben sie wirklich schön gemacht. Eine große Cocktail-Karte inklusive Happy Hour. Und die schmecken auch richtig gut. Es gibt Klassiker wie Caipi, Cosmopolitan und Co. Aber auch ein paar Unbekannte, die dann zum Beispiel mit thailändischem Mekong-Whisky gemixt werden. Preislich kann man nicht meckern. Alles im Rahmen. Nicht nur die Getränke, auch das Essen. (Es sei denn, man bestellt sich einen Hummer, der auch auf der Karte steht.) Aber genau das: Essen. Das muss ich da nicht nochmal.
Hat man sich erst einmal durch die viel zu volle unübersichtliche Karte gekämpft (man könnte es auch einfacher machen: Nämlich einfach nur die verschiedenen Curry-Varianten aufzählen und dann schreiben: Dazu nach Wahl: Huhn, Rind, Ente, etc.), dann heißt es warten. Warten. Warten. Warten. Auf Godot. Den nächsten Zug. Oder die Service-Kräfte, die gerne auch mal weggucken.
Wir haben eine Stunde auf das Essen gewartet. Und es war nicht wirklich übermäßig voll. Mittlerweile hing uns der Magen schon auf den Knien, aber die Kollegin Katrin Krause meinte: “Na, wenn das so lange dauert, dann muss das ganz toll sein. Und frisch!” - Ich wünschte, sie hätte recht behalten. - Es hat es auch nicht besser gemacht, dass wir von den zwei Cocktails schon leicht einen im Tee hatten. Irgendwie mussten wir ja die Wartezeit überbrücken… (Die waren übrigens lecker!)
Vorweg hatten wir kleine Frühlingsrollen mit süß-saurem Dip. Gähn. Langweilig. Schmecken im Imbiss besser und sind da auch knackiger. Dann also die Hauptspeisen:
Ich hatte ein rotes Curry mit Huhn, dann haben wir noch ein grünes Curry mit Rind probiert und es gab Huhn in der Teriyaki-Version. (Das hat jetzt nicht so viel mit original Thai-Küche zu tun, aber gut… Man kann ja auch mal über den Tellerrand hinaus…)
Puh. Was soll ich sagen? War nix. Es war jetzt nicht so, dass man das nicht durch den Hals gekriegt hätte, aber das hatte irgendwie wenig mit gutem thailändischem Essen zu tun. Total europäisiert. Ohne Pfiff. Langweilig. Egal welche Farbe das Curry hatte, hat alles irgendwie gleich geschmeckt. Das Teriyaki-Gericht ging so.
Ich hatte kurz überlegt (weil ich es wirklich sehr authentisch und scharf mag), ob das vielleicht was für Thai-Einsteiger ist.
Nö. Auch das nicht. War einfach nicht gut. Das hat noch nicht mal was mit der Schärfe zu tun. Man kann ja auch “mild” bestellen. Meins war zwar höllisch scharf, aber das war’s dann auch. Ich kann mich überhaupt nicht mehr an den Geschmack erinnern, denn davon war kaum was vorhanden. 0815. Also auch für die, die sich vielleicht erstmal ran tasten wollen an die thailändische Küche, ich finde, das ist raus geschmissenes Geld. Da schmecken die Curries vom Thai-Imbiss 100 Meter weiter auf der rechten Seite tausend Mal besser. Auch frischer. Zum Cocktail-Trinken ist das wirklich nett dort. Aber jetzt extra zum Essen hin zu fahren: Können Sie sich schenken!
Der Beitrag zum Nachhören:
13. August 2010, Tanja Marschal
Classic Western Steakhouse - Ein Fleisch-Erlebnis der besonderen Art
Ich will Fleisch! Steaks! Saftig. Aber ich habe keine Lust auf die typischen Steakhaus-Ketten. Das macht es schwierig. Aber gut, dass es den Kollegen Philipp Klees gibt. Der hat nämlich einen Tipp. Ist zwar auch eine “kleine” Kette (gibt es nämlich auch in Frankfurt und gehört irgendwie zu den typischen Steakhaus-Ketten hier), aber ganz anders. Warum? Weil das Fleisch in keinster Weise vergleichbar ist. Auch nicht das Ambiente. Und auch nicht der Service.Wir waren im “Classic Western Steakhouse ” auf der Tussmannstraße in Pempelfort. Schon schräg: Da steht so ein Typ vor der Tür des Restaurants, der aussieht, als sei er gerade aus dem letzten Ronald Reagan-Western entsprungen. Cowboy-Hut, Weste, fehlt nur noch der Colt. Aber sympathisch
Und wie ich erfahre, ist das der nette Herr, der nicht nur die Tür zum Saloon aufhält, sondern auch noch das Auto für mich parkt. Wir sind aber mit dem Taxi da. Drinnen: Das Restaurant schön im Western-Stil, ohne kitschig zu sein. Viele Bilder von Western-Filmen und Schauspielern an der Wand. Gedimmtes Licht, aber nicht zu dunkel. Sogar ein separater Raucherbereich (super Abzug übrigens, da riecht man so gut wie nix). Hoppala: Was ist das denn? An der Wand hängen Messer. Der Kollege Klees weiß auch hier, was Sache ist: Das sind die der Stammgäste. Die werden jedes Mal poliert und dann in den Kasten an die Wand gehängt. Bis zum nächsten Besuch. Krass.Wir sitzen schön bequem und die riesen Show geht los. Es gibt Steaks in allen Variationen. Und damit man sich die verschiedenen Fleischsorten besser vorstellen kann, kommt der super angenehme Service-Chef mit einem Wägelchen an den Tisch, auf dem alles, was man hier kriegt, eingeschweißt liegt. Da wird alles nacheinander hochgehoben und gezeigt: “Das ist das T-Bone-Steak. Hier ein Rib Eye. Das wären die drei Tournedos, das ist das Rumpsteak usw.” Cool. Fett ist zwar ein super Geschmacksträger, aber so weiß ich, dass es nicht das Rib Eye wird, sondern das Filet. Genauer gesagt: Das “Apachi-Filet”. Das ist ein Rinderfilet im “Hot Spicy Gewürzmantel”. Der Kollege Philipp Klees entscheidet sich für eins im Kräutermantel. Dazu kann man sich dann Beilagen aussuchen: Edelpilze, Kartoffeln, Blattspinat zum Beispiel und ganz viele verschiedene Saucen.Bis wir das auf dem Tisch haben, pfeifen wir uns erstmal einen leckeren (vom Service empfohlenen) Weißwein rein. Es gibt nämlich satte 350 auf der Weinkarte. Super aufmerksam alle hier. Schnell, immer zur Stelle, aber dabei keineswegs aufdringlich.
Da kommt es. Noch brutzelnd und zischend. Wow. Als Beilagen haben wir einmal “Country Potatos” und einmal Edelpilze. Die Portionen sind so groß, dass sie glatt für vier bis fünf Leute reichen. Jetzt aber mal ran an die angeblichen “Luxus-Steaks aus dem Wilden Westen”. Ja, mein lieber Herr Gesangsverein. Das muss man ja gar nicht schneiden. Ich werd verrückt. Ganz großes Kino! Das Fleisch auf den Punkt gebraten, butterzart. Einfach nur zum Reinlegen. Der Gewürzmantel ist großartig und erschlägt das Fleisch nicht. Die Saucen dazu toll. Ich habe selten so ein gutes Stück Rind gegessen. Dem Kollegen Klees geht’s nicht anders. Er war aber auch schon mal hier und meint, während er fast die Augen vor Verzückung verdreht: “Danach kannst du nirgendwo anders mehr ein Steak essen gehen!” Ich befürchte, er hat recht.
Das Fleisch hat eine Qualität - der absolute Hammer. Und weil das so ist, ist es halt auch teuer. Aber ganz ehrlich: Lieber mal richtig genießen als fünf Euro zu sparen und da so ein abgepacktes Supermarktfleisch auf dem Teller zu haben.
Wir sind im Himmel. Zum Abschluss gibt’s dann für uns beide noch Brownies mit Schokoladensauce und eine der unzähligen guten Whiskeys. Unbeschreiblich gut.
Also: Wenn es mal was Besonderes sein soll (Sie haben doch bestimmt mal Hochzeitstag oder feiern Ihre Scheidung), dann müssen Sie da mal hin. Ist wirklich nicht preiswert, aber das Essen ist jeden Cent wert. Weltbestes Fleisch. Super Service. Immer da, immer aufmerksam, ohne penetrant zu sein. Und danach gehen Sie leider wirklich nicht mehr in einen anderen Steakladen… Hätte ich mehr Kohle, hätte ich auch ein eigenes Messer an der Wand hängen.
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Der Beitrag zum Nachhören: Â
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30. Juli 2010, Tanja Marschal
12. WM-Restaurant: Brasilianische Lebensfreude am Spieß oder: Geiler Eiweißschock.
So, so, Weltmeister wollen sie werden. Die Brasilianer. Wenn sie nicht vorher einen Eiweißschock kriegen. Ich war im Tucan’s Rodizio-Restaurant auf der Hammer Straße. “Rodizio” heißt übersetzt “das sich Drehende” und das meint das Fleisch. Das dreht sich nämlich. Also am Spieß über der offenen Flamme. Im Klartext: Man hat hier zwar eine Speisekarte, von der man sich einzelne Gerichte aussuchen kann, aber im Prinzip ist das “All you can eat-Rodizio-Buffet” das Aushängeschild. Was bedeutet das? Man zahlt knapp 25 Euro, kann sich dann am großen Vorspeisen-Buffet bedienen (warm und kalt und so viel und so oft man will). Ist man damit durch, dann geht’s los.
1. Juli 2010, Tanja Marschal
11. WM-Restaurant: Durch ganz Südamerika an einem Abend oder: Warum die Deutschen ein Schlabberlätzchen brauchen.
Ich war jetzt mal richtig tricky. Statt mich einzeln durch fünf verschiedene Restaurants zu testen, habe ich alle Südamerikaner der WM an einem Abend vereint. Auf der Blumenthalstraße in Derendorf. Paraguay, Chile, Argentinien, Uruguay und Bolivien. Ok. Bolivien ist nicht dabei, aber die Dame, die hier für die Rezepte verantwortlich ist, kommt aus Bolivien. Donja Elvira. Und weil die in der Heimat eine Saltenjas-Bäckerei hat, heißt der Laden eben “Casa de las Saltenjas Donja Elvira”. Vielleicht sollten wir kurz klären, was Saltenjas sind.
18. Juni 2010, Tanja Marschal
10. WM-Test: Die Rache für 2006 oder: Lucas, mach es! Am besten einen Hattrick.
Man muss ein guter Verlierer sein können. Was soll’s denn. Haben uns die Italiener halt 2006 aus dem Turnier geschmissen. Sie sind verdient Weltmeister geworden. Ich bin da nicht nachtragend (sagt das Engelchen auf meiner linken Schulter). Ich werde euch so zerreißen, da könnt ihr den Laden dicht machen. Ihr braucht gar nicht so freundlich zu tun, ich mach euch eh fertig. Und euren ollen Prosecco könnt ihr euch selber hinter die Binde kippen (sagt das Teufelchen auf meiner rechten Schulter). Da steh ich also mit meinem besten Kumpel vor der Zollhof Trattoria im Medienhafen. Ich gebe zu, eine bequeme Wahl, weil ich erst um 20 Uhr aus dem Sender gekommen bin und um halb neun das Spiel beginnt. Der kürzeste Weg zu Italien gegen Paraguay. Und zum nächsten WM-Restaurant-Test.
16. Juni 2010, Tanja Marschal
9. WM-Restaurant: Fiesta, Fiesta Mexicana selbstgemacht oder: Wieso steht da jetzt mein Lieblingskellner in der Tür?
Die WM in Südafrika beginnt mit dem Eröffnungsspiel der Gastgeber gegen Mexiko. Dann muss ich ja wohl so langsam mal ein mexikanisches Restaurant unter die Lupe nehmen. Ganz ehrlich: Ich habe das ein bisschen hinaus gezögert. Mit mexikanischem Essen habe ich bisher folgendes verbunden: Fast Food, schwer im Magen, fettig, dicke Bohnen mit Rindfleisch á la Chili con Carne in einem Wrap. Punkt. Und dann hatte ich zwei Restaurants in Düsseldorf gefunden, die original die gleiche Speisekarte haben. Mit unzähligen Gerichten. So in Richtung “Systemgastronomie”. Hatte ich überhaupt keine Lust drauf. Wie es das Schicksal also so will, fahre ich auf dem Weg nach Hause mit dem Rad über die Bilker Allee und entdecke schräg gegenüber von Manes altem “Haus der Freude” das “Casita Mexicana”.
11. Juni 2010, Tanja Marschal
8. WM-Restaurant: Nicht Fisch, nicht Fleisch oder: Portugal ohne Ronaldo.
Ach… Der Kollege Arne Klüh. Der sah so ausgehungert aus. Und dann ist er bei uns auch gerade noch in der Ausbildung und hatte Frühdienst. Also habe ich ihn auf den Arm genommen und ab zum Portugiesen nach Flingern. Ich hatte schon so viel vom “Clube Portugues” auf der Erkrather Straße gehört. So viele haben geschwärmt. Na, das klingt nach einem vielversprechenden Abend. Das Wetter spielt mit, die Sonne scheint, also ab nach draußen an die schönen Holztische.
10. Juni 2010, Tanja Marschal
7. WM-Restaurant: Essen wie Gott in Frankreich oder: Sagst Du noch einmal “Merci, chérie”, dann drück ich deine Nase in die Seeschnecken.
Waren Sie schon mal mit einer Engländerin in einem französischen Restaurant? Das ist nicht zu empfehlen. Obwohl: Meine englische Freundin war eigentlich harmlos im Vergleich zu den Damen neben uns am Tisch. Wir waren in “Roberts Bistro” auf der Wupperstraße im Hafen. Da kann man nicht reservieren und das ist schlecht, weil der Laden rappelvoll ist. Wir hatten aber Glück und konnten noch einen Platz draußen ergattern. An einem Tisch, an dem schon zwei Damen saßen. Darf ich sagen “Hafen-Tussis”? Darf ich.
4. Juni 2010, Tanja Marschal
6. WM-Restaurant: Es muss nicht immer Kaviar sein oder: Der Holländer isst immer nur Pommes, ist aber auch so freundlich, die auch vorbeizubringen.
Jetzt nennen Sie mir doch mal bitte eine typische niederländische Spezialität? Ja, ich warte… Dummdidu. Ich merke schon, Ihnen fallen auch nur Pommes und Frikandel ein. Warum aber auch nicht. Ist nichts gegen einzuwenden. Zwischendurch mal ein bisschen Fast-Food, da kann ich super mit leben. Auf meiner Suche nach einem niederländischen Restaurant bin ich dann bei “Leo’s Grill” in Unterbilk hängen geblieben. Eine holländische Imbiss-Bude, die verspricht: “Eckt lekker essen in Düsseldorf”.
28. Mai 2010, Tanja Marschal
