Herausforderungen für den Magen

Eintrag vom Montag, 30. Oktober 2006

bild_20061030_gross.jpg

Nach einer leider doch sehr kurzen Nacht mit nur drei Stunden Schlaf ging der Reizüberflutungsmarathon für mich und die Düsys in Tokio weiter. Ganz speziell für mich dann auch mit einer neuen Erfahrung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Im Tokio-Dome-Hotel hat man als Gast die Wahl zwischen einem europäischen und einem original japanischen Frühstück. Der Mut trieb mich ins Ungewisse, und mein Magen sagte “Danke!”. Roher Fisch mit scharfem Meerrettich, sauer eingelegtes Gemüse, starker Tee als Kaffeeersatz, dazu Reis mit Sojasoße und viele kleine Schalen mit Nicht-Identifizierbarem sind definitiv eine Herausforderung. Hätte ich zögern sollen, nachdem die Bedienung schon zu Beginn mehrfach gefragt hatte, ob wir uns nicht im Saal geirrt hätten?

Einen Hochgenuss ganz anderer Art gab es dann am Vormittag: Die Düsys probten zum ersten Mal in diesem Jahr auf japanischem Boden, und zwar für das erste von drei Konzerten in der Suntory-Hall in Tokio. Unter der Leitung von Maestro John Fiore wurde knapp drei Stunden emsig geprobt und mit fliegenden Geigenbögen so mancher Jetlag vertrieben. Morgen dann stehen unsere Düsseldorfer Botschafter mit einem reinen Beethoven-Programm auf der Bühne. Standing Ovations werden ihnen sicher sein. Werke von Beethoven ziehen halt in keinem anderen Land der Welt so gut, wie in Japan.

Bergab ging es für mich dann am Nachmittag, und in diesem Fall ist das sogar sehr wörtlich zu verstehen. Der Freizeitpark neben unserem Hotel direkt mitten zwischen den Häuserschluchten bietet mit der Thunder Dolphin eine Achterbahn, die mit knapp über 80 Metern zu den zehn höchsten Achterbahnen der Welt gehört. Mitgefahren, Spaß gehabt, und das im Vergleich für umgerechnet günstige sieben Euro.

Noch billiger, aber dafür wesentlich ergiebiger für meinen Magen war dann der Besuch in einer typischen Sushi-Bar am Abend. Frischer, roher Fisch zum Abendendessen ist dann doch wesentlich leckerer als frischer, roher Fisch zum Frühstück. Wieder was gelernt - und das trotz Reizüberflutung in einer der größten Städte der Welt.

Kommentar schreiben

An dieser Stelle können Sie Ihren Kommentar hinterlassen. Bitte beachten Sie: Dieses Blog wird moderiert. Ihre Kommentare werden deshalb zeitverzögert freigeschaltet. So verhindern wir Kommentar-Spam. Bitte beachten Sie außerdem, dass wir Einträge mit Diskriminierungen, Verunglimpfungen, rechtswidrigem oder sonstigem zweifelhaften sowie werblichem Inhalt nicht dulden. Kritik sollte zudem immer konstruktiv sein.

Hinweise/Infos

Philipp Klees hat diesen Eintrag am 30. Oktober 2006 um 15.21 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.