Düsseldorf baut den Kö-Bogen
Eine Jahrhundertchance für Düsseldorf?
An dieser Stelle sind sich noch alle einig: Er ist das wichtigste Bauprojekt für die Stadt seit dem Rheinufertunnel. Doch danach hört die Einigkeit auf. Wir begeleiten Planungen und Bau des Kö-Bogens hier im Blog - mit Meinung und Hintergrund.
Interview mit Daniel Libeskind
Es war ein Medienauflauf, so groß, wie Düsseldorf ihn lange nicht gesehen hatte. Verantwortlich dafür war ein kleiner Mann, kleiner als ich: Daniel Libeskind. Der US-Star-Architekt hat unsere Stadt kurz in eine Metropole mit Weltruhm verwandelt. Erst auf dem Jan-Wellem-Platz - beim ersten Spatenstich für Libeskinds Kö-Bogen und später dann im Bürgersaal, wo er seine Vision vorstellte.
21. August 2009, Dennis Lieske
Der erste Spatenstich
Man nehme: eine Wiese neben einem toten Straßenbahn-Gleis, ein paar Quadrat-Meter Sand und fünf Schaufeln - und fertig ist der größte Medien-Rummel, den Düsseldorf seit langem gesehen hat. Der war schon gestern Nachmittag: Die Stadt hat mit den Bauarbeiten zum Kö-Bogen begonnen. OB Elbers und Star-Architekt Daniel Libeskind haben auf dem Jan-Wellem-Platz den “symbolischen ersten Spatenstich” getätigt. Symbolisch deshalb, weil die ersten Bauarbeiten schon laufen und die richtigen erst im kommenden Jahr beginnen.
18. August 2009, Dennis Lieske
Ein Stück Stadtgeschichte im Mülleimer
Auf dem Jan-Wellem-Platz haben Bauarbeiter ein Stück Düsseldorfer Stadtgeschichte ausgegraben: einen Teil der ehemaligen Befestigungsmauer aus Zeiten Jan Wellems, also dem 17. oder 18. Jahrhundert - eine Zeit, in der die Mauern schon etwas robuster gebaut wurden, denn auch die Waffen, vor allem Kanonen, waren damals schon weiter entwickelt.
14. Juli 2009, Arne Klüh
Die Finanzierung für den Kö-Bogen steht
Ein Konsortium von fünf Banken hat sich gefunden, um das Jahrhundertprojekt auf dem Jan-Wellem-Platz mitzufinanzieren.Das haben Stadt und Investor heute Nachmittag bekannt gegeben. 300 Millionen Euro kostet der Kö-Bogen. Zwei Drittel werden federführend die Hypo Vereinsbank, drei weitere Banken und die Stadtsparkasse finanzieren. Den Rest stemmt die Zech-Gruppe als Investor mit Eigenkapital. Wegen der Finanzkrise sind höhere Kredite zur eit ausgeschlossen. Eine Vereinbarung haben die Banken bereits getroffen; jetzt müssen ihre Gremien das Geschäft noch offiziell abnicken. Mitte Juni können Stadt und Investor dann den Vertrag für den Kö-Bogen unterschreiben. Baubeginn nach den Plänen von Star-Architekt Libeskind (siehe Entwürfe) ist Anfang Januar.
29. April 2009, Daniel Fiene
Verträge werden in dieser Woche unterschrieben
In dieser Woche entscheidet sich die Zukunft der Düsseldorfer Innenstadt. Bis Donnerstag müssen die Verträge über den Verkauf des Jan-Wellem-Platzes unterschrieben sein. Der Investor für den “Kö-Bogen 1″, die “Developer”, hüllen sich bisher in Schweigen. Die “Developer” verweisen auf die kommende Ratssitzung. Die SPD hat dort eine Anfrage zum Stand der Dinge in Sachen Kö-Bogen-Verträge gestellt. Der Antwort durch die Stadt wolle man nicht vorweggreifen, so Projektentwickler Stefan Mühling. - Anders als bei der SPD ist man bei der Ratsmehrheit von CDU und FDP aber zuversichtlich, dass die Verträge wie geplant unterschrieben werden. Dass die “Developer” noch bis kurz vor Ende nach Banken suchen, die das Projekt absichern, sei nichts ungewöhnliches. Angeblich will die Stadt 150 Millionen Euro für den Jan-Wellem-Platz sehen.
27. April 2009, Daniel Fiene
Düsseldorf in fünf Jahren
Seit Freitag wissen wir, wie es in fünf Jahren in Düsseldorf aussehen wird, und zwar zwischen Schauspielhaus, Johanneskirche und Jan-Wellem-Platz. Acht Architektenbüros waren noch im Rennen, and the winner is: das Büro Molestina aus Köln, gemeinsam mit den Düsseldorfer Landschaftsarchitekten FSWLA.

6. April 2009, Dennis Horn
Gursky findet’s furchtbar, 70% finden’s gut
Wir lassen gerade das Voting-Ergebnis zum Kö-Bogen auf der Website verschwinden. Damit es aber archiviert ist, hier noch einmal die Zahlen auf unsere Voting-Frage: US-Star-Architekt Daniel Libeskind wird den Jan-Wellem-Platz mit zwei Gebäuden neu gestalten. Was sagen Sie? 70% antworteten mit: “Der Entwurf sieht toll aus. Das wird eine Bereicherung für die Stadt.” 30% sagten: “Ich kann mit diesem Entwurf nur wenig anfangen.”
Letzterer Meinung ist übrigens auch Starfotograf Andreas Gursky, der im Blog-Eintrag “Überraschung beim Kö-Bogen” schreibt: “Grauenhafter Entwurf eines mittelmässigen Architekten. Wir trauern um unseren Tausendfüssler- ein Wahrzeichen Düsseldorfs.” Ich bin so sehr gespannt, ob sich tatsächlich der Rheinuferpromenaden-Effekt einstellt, wie so viele der Befürworter es behaupten. Wenn es bis dahin nur nicht so lange dauern würde …
24. Januar 2009, Dennis Horn
Ein Blick in die Zukunft
Daniel Libeskinds Pläne sollen auf dem Jan-Wellem-Platz umgesetzt werden. Doch was passiert auf dem Gelände des Tausendfüßlers? 28 Architektur-Teams haben ihr Vorschläge für den zweiten Bauabschnitt des Kö-Bogens eingereicht.
Eine Jury, bestehend aus Stadtvertretern und Städtebauexperten, hat heute (23.01.2009) eine Vorauswahl getroffen. Acht Teams sind nach einer sechsstündigen Debatte übrig geblieben. Die ausgewählten Entwürfe werden vom 03. - 06. Februar öffentlich ausgestellt. Anfang April setzt sich die Jury noch einmal zusammen und entscheidet sich dann für den endgültigen Sieger - dabei soll die öffentliche Meinung berücksichtigt werden.
Schon jetzt können Sie sich die Pläne aller acht Teams in der Antenne Düsseldorf Galerie ansehen
23. Januar 2009, Daniel Fiene
Daniel Libeskind wird Kö-Bogen-Architekt

Der US-Star-Architekt Daniel Libeskind wird die beiden Gebäude auf dem Jan-Wellem-Platz bauen. Die Bauarbeiten für den ersten Teil des Kö-Bogens sollen demnach im März beginnen. Vorausgesetzt, der Rat stimmt den Entwürfen Libeskind zu. Davon ist jedoch auszugehen. Die Mehrheit im Rathaus steht hinter den Plänen.
Die Entwürfe zeichnen ein Haus mit extravagantem Anblick, stufenartigen Fenstern und treppenförmiger, mit Bäumen bepflanzter Fassade. Auch das Dach ist begrünt. Im Erdgeschoss sollen Cafes und Geschäfte, in den darüber liegenden Etagen Büros entstehen. Laut dem Investor liegen die Baukosten bei rund 300 Millionen Euro. Im März werden nun zunächst Kanäle verlegt, 2010 folgen dann die Autotunnel. Der neue Jan-Wellem-Platz soll 2013, spätestens 2014 fertig sein und über 300 Millionen Euro kosten.
Informationen zum Entwurf von Daniel Libeskind gibt es auch auf der offiziellen Homepage der Stadt Düsseldorf.
16. Januar 2009, Daniel Fiene
Infos zu Jürgen Hermann Mayer

26. Oktober 2008, Daniel Fiene

