Diskussion über Pläne zum Kö-Bogen

Am Donnerstag-Abend hatte die Stadt zu einem öffentlichen Info- und Diskussionsabend im Henkel-Saal auf der Ratingerstraße eingeladen. Die Bürger kamen reichlich, um über das Prestigeprojekt “Kö-Bogen” und die umstrittenen Pläne zu diskutieren.

Auch hier wurden wieder Pro- und Contra-Stimmen laut:
SPD, der Rheinische Verband für Denkmalpflege und Bürgerinitiativen zum Erhalt des Tausendfüßlers wie “Lott stonn!” hatten im Vorfeld bereits Bedenken und Kritik geäußert, dass sowohl der Baumbestand, als auch der Denkmalschutz missachtet würden.
Die geplante Terrassen-Landschaft zwischen den Libeskind Gebäuden und Landskrone zeichneten sich demnach vor allem durch weite Plätze und zu wenig grüne Flächen aus. Fehlende Radwege und die Lage der Einfahrten zu den Autotunneln wurden ebenfalls kritisiert.

Die Stimmen für das Projekt sind aufgeschlossener und sehen die Veränderung im Stadtbild als positiv an. Sie verstehen das Projekt und seine Planung als Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist.

Die Stadt zeigte sich kompromissbereit und will die Ergebnisse der Diskussion und die Kritikpunkte der Bürger in ihre weiteren Pläne mit einschließen. Der Abriss des Tausendfüßlers stand für sie jedoch nicht zur Diskussion.

25. Februar 2011, Daniel Fiene

Kritik an den Bauplänen für den Kö-Bogen

Die Kritik an dem Prestigeprojekt “Kö-Bogen” wächst: Sowohl die CDU wie auch der Heimatverein “Jonges” als Befürworter des Baus haben Bedenken an der Planung. Die Gegner wie die SPD, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und die Initiative zum Erhalt des Tausendfüßlers äußern noch härtere Kritik.

Fraktionschef Raub und Bürgermeisterin Hock vermissen den Mehrwert, der trotz der Vergrößerung des Hofgartens durch fehlende Bäume und die Straßenbahntrasse, die den Hofgarten teilt, nicht gegeben seien. Auch das eigentliche Ziel: die ebenmäßige Verbindung von Hofgarten und Königsallee sei durch einen Höhenunterschied von acht Metern am nördlichen Ende der Kö nicht wie geplant erreicht worden.

Weitaus schärfere Kritik wird zum Abriss des Tausendfüßlers laut. Neben dem Dreischeibenhaus sei hierbei keine Rücksicht und Achtung zu beobachten, so der Rheinische Verein für Denkmalpflege. Der Tausendfüßler sei einzigartig in seiner Architektur und müsse als Bestandteil des Stadtbildes erhalten werden. Für diesen Erhalt setzt sich in besonderem Maße die Bürgerinitiative “Lot Stonn” ein, der die Kö-Bogen-Verkehrspläne als “Geldverschwendung” sieht.

Die Stadt will am Donnerstag um 18:00 Uhr mit einem Info-Abend im Bürgersaal auf der Ratinger Straße erneut über das Projekt und die erste Fassung des Bauplans informieren.

24. Februar 2011, Daniel Fiene

Gestaltungspläne für den Kö-Bogen

Während die Baustelle für den Kö-Bogen wächst, hat die Stadt nun eine Broschüre mit Gestaltunsgplänen herausgegeben.
Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Hofgarten und Königsallee über eine Promenade: Damit soll der Allee ein würdiger Abschluss gegeben werden und Grünflächen geschaffen werden.
Dafür sollen außerdem insgesamt über 300 neue Bäume im Bereich vom Hofgarten über die Kö aber auch in Richtung Johanneskirche und Immermannstraße gepflanzt werden, 70 müssen weichen. Die Grünen beklagen hingegen, dass in den neuen Plänen diese bereits beschlossene Begrünung fehle. Sie werfen der Stadt vor, den Hofgarten zu zerstören.

Der Bereich um die Libeskind-Gebäude will man hingegen freihalten, um den Menschen Plätze und Flächen zu bieten, auf denen man sich aufhalten kann. Der Verkehr in diesem Teil wird dazu komplett unter die Erde verlegt. In zwei Bauabschnitten werden zuerst die Tunnel vom Jan Wellem Platz in Richtung Altstadt und in Richtung Norden gebaut. 2015 folgt dann der Nord-Süd Tunnel, der den Tausendfüßler ersetzen wird. Dessen Abriss ist das nächste große Projekt für April 2012.

Und hier den Beitrag aus der Sendung noch einmal zum Nachhören:

Weitere Informationen zum Bau des Kö-Bogens finden Sie auf der Seite der Landeshauptstadt:
http://www.duesseldorf.de/top/thema010/aktuell/news/201kb_pk/index.shtml

18. Februar 2011, Daniel Fiene

Der Bau des Kö-Bogens geht voran

Das Großprojekt Kö-Bogen geht voran. Für 300 Millionen Euro soll bis Herbst 2013 rund um den Jan-Wellem-Platz alles fertig sein: Die Verbindung zum Hofgarten, das edle Gebäude des Kö-Bogens, und die Tiefgarage.

Im Moment ist es noch ein gigantischer Krater: ungefähr acht Meter tief und 14.000 Quadtratmeter groß. Bis auf 18 Meter wird man noch graben. Damit ist es eine der größten Baustellen Deutschlands. Was die Verkehrssituation angeht, kann es für die Düsseldorfer jetzt nur noch besser werden, sagt der Geschäftsführer Stefan Mühling.

Trotzdem liegen die Arbeiten noch im Zeitplan. Unter der Haltestelle Jan Wellem Platz entsteht gerade der Tunnel der dann in Zukunft den Tausendfüßler ersetzen wird. Weil da ja die Straßenbahn drüber fährt und man die Strecke nicht verschieben konnte, wird der Tunnel hier, anders als sonst üblich, von oben nach unten gebaut. Bis zum Ende des Jahres soll zumindest der Rohbau fertig sein.

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11. Februar 2011, Daniel Fiene