Der erste Spatenstich
Eintrag vom Dienstag, 18. August 2009
Man nehme: eine Wiese neben einem toten Straßenbahn-Gleis, ein paar Quadrat-Meter Sand und fünf Schaufeln - und fertig ist der größte Medien-Rummel, den Düsseldorf seit langem gesehen hat. Der war schon gestern Nachmittag: Die Stadt hat mit den Bauarbeiten zum Kö-Bogen begonnen. OB Elbers und Star-Architekt Daniel Libeskind haben auf dem Jan-Wellem-Platz den “symbolischen ersten Spatenstich” getätigt. Symbolisch deshalb, weil die ersten Bauarbeiten schon laufen und die richtigen erst im kommenden Jahr beginnen. Die Beteiligten in bester Feierlaune.
Die Beteiligten waren in bester Feierlaune, weil es mit diesem symbolischen Akt richtig losgeht und jetzt auch der letzte Zweifler weiß: die Finanzierung steht und trotz Finanzkrise werden in Düsseldorf über 300 Millionen verbaut, alleine für die beiden Gebäude von Libeskind wohl gemerkt. Und zweitens, weil Libeskind selbst da war. Mit dem kleinen US-Amerikaner zog Weltruhm im eigentlich kleinen Dorf an der Düssel ein. - Deshalb übertrafen sich die Beteiligten, auch nicht mit Superlativen: für den einen war der gestrige Nachmittag eine “Sternstunde für Düsseldorf”, für den anderen “ein großer Tag” und der dritte sprach von einem “Jahrhundertprojekt”. - Da fielen die einige Dutzend Demonstranten auf der anderen Seite des Jan-Wellem-Platzes kaum auf. Sie protestierten erneut
gegen den geplanten Abriss des Tausendfüßlers.
Später wurde es sogar noch feierlicher. Im Bürgersaal auf der Ratinger Straße. Da stellte Libeskind seine Pläne offiziell und in großem Stil vor, mit viel Applaus vorher und noch mehr am Schluss.
Libeskind stellte seine Pläne vor
Daniel Libeskind will, dass die beiden Gebäude ein neuer Innenstadt-Magnet werden, ein Platz, in dem rund um die Uhr was los ist, wo Menschen einkaufen, arbeiten, essen und Spaß haben. Aus architektonischer Sicht sollen die beiden sechsstöckigen Bauten eine Verbindung zwischen Stadt und Hofgarten, zwischen Natur und Architektur werden, auch nachts, durch Lichteffekte und Beleuchtung. Und wer diese Anamiationen gesehen hat, der glaubt das auch. Klar kann man über jeden Architektur-Entwurf diskutieren, nur: gestern wollte das kaum jemand.
Bisherige Kommentare
Kommentar von Darr, Ingolf
Für dieses Superevent mit super Presse hätte ich Ihnen gern einen Riesenspaten aus meiner Fabrikation zur Verfügung gestellt.
19. August 2009, 20.03 Uhr
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Dennis Lieske hat diesen Eintrag am 18. August 2009 um 7.28 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.

