Daniel Libeskind wird Kö-Bogen-Architekt

Eintrag vom Freitag, 16. Januar 2009

lbeskind.jpg

Der US-Star-Architekt Daniel Libeskind wird die beiden Gebäude auf dem Jan-Wellem-Platz bauen. Die Bauarbeiten für den ersten Teil des Kö-Bogens sollen demnach im März beginnen. Vorausgesetzt, der Rat stimmt den Entwürfen Libeskind zu. Davon ist jedoch auszugehen. Die Mehrheit im Rathaus steht hinter den Plänen.

Die Entwürfe zeichnen ein Haus mit extravagantem Anblick, stufenartigen Fenstern und treppenförmiger, mit Bäumen bepflanzter Fassade. Auch das Dach ist begrünt. Im Erdgeschoss sollen Cafes und Geschäfte, in den darüber liegenden Etagen Büros entstehen. Laut dem Investor liegen die Baukosten bei rund 300 Millionen Euro. Im März werden nun zunächst Kanäle verlegt, 2010 folgen dann die Autotunnel. Der neue Jan-Wellem-Platz soll 2013, spätestens 2014 fertig sein und über 300 Millionen Euro kosten.

Informationen zum Entwurf von Daniel Libeskind gibt es auch auf der offiziellen Homepage der Stadt Düsseldorf.

Dennis Lieske im Gespräch mit Tanja Marschal (16.01.2009, 7.11 Uhr)
Dennis Lieske im Gespräch mit Tanja Marschal (16.01.2009, 8.11 Uhr)

Bisherige Kommentare

Kommentar von Stefan Fischer

Hallo und guten Morgen an das Antenne-Team,
meiner Meinung nach eine total überflüssige und in keinster Weise gerechtfertigte Investition. Die Stadt Düsseldorf sollte viel lieber in Ihr soziales Netz investieren. Da müssen Krankenschwester-pfleger Stunden über Stunden im Dienste der Menschheit ihre Arbeit ableisten für welchen Lohn? Überall fehlen Stellen etc. Es sollte mehr in Kindertagesstätten investiert werden als sich damit zu rühmen einen US-Star-Architekten engagiert zu haben das Weltbild der Stadt Düsseldorf anzuheben. Ist dies notwendig? Es scheint an den entsprechenden Stellen bei der Stadt Düsseldorf extrem profilierungssüchtige Menschen zu geben, die solche Entscheidungen absegnen. Düsseldorf ist Weltstadt-auch ohne dieses Architektonische Meisterwerk. In der Hoffnung, das Sie vom Team auch mal in diese Richtung denken und dieses Statement senden verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Stefan Fischer

17. Januar 2009, 10.05 Uhr

Kommentar von Anton Beck

Ich stimme dem Vorposter nicht ganz zu, denn Architektur hat auch eine große soziale Bedeutung. Nicht umsonst ist das subjektive Wohlbefinden an solchen Plätzen deutlich höher (und die Kriminalität niedriger) als in den gesichtslosen Retortensiedlungen. Dennoch habe ich auch Kritik, da es nicht immer ein Libeskind oder Foster sein muss. Auch unter den hießigen Architekten, die nicht solchen Weltruf genießen, hätte man garantiert innovative und passende Vorschläge finden können.

3. Februar 2009, 14.50 Uhr

Kommentar schreiben

An dieser Stelle können Sie Ihren Kommentar hinterlassen. Bitte beachten Sie: Dieses Blog wird moderiert. Ihre Kommentare werden deshalb zeitverzögert freigeschaltet. So verhindern wir Kommentar-Spam. Bitte beachten Sie außerdem, dass wir Einträge mit Diskriminierungen, Verunglimpfungen, rechtswidrigem oder sonstigem zweifelhaften sowie werblichem Inhalt nicht dulden. Kritik sollte zudem immer konstruktiv sein.

Hinweise/Infos

Daniel Fiene hat diesen Eintrag am 16. Januar 2009 um 19.29 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.