Kein Erfolg für die Bürgerinitiative
Eintrag vom Sonntag, 13. April 2008
Es hätten 91.000 Ja-Stimmen sein müssen, aber es hat bei weitem nicht gereicht: Gut 63.000 haben gegen die Pläne für den Kö-Bogen, in diesem Fall den Verkauf des Jan-Wellem-Platzes gestimmt. Damit hat die Stadt Düsseldorf den Bürgerentscheid gewonnen, und der Kö-Bogen kann so umgesetzt werden wie geplant.
Die Gegner sind niedergeschlagen; einer sagte uns: “Womit kann man die Leute denn heute noch für Politik interessieren, wenn nicht damit?” Ein kleiner Erfolg ist das deutliche Stimmungsbild - mehr als 80% haben schließlich gegen den Kö-Bogen gestimmt. Was der Bürgerinitiative nicht hilft. Die Frage ist aber, ob die Stadt dieses Stimmungsbild zumindest wahrnimmt.
Die genauen Zahlen des Ergebnisses finden Sie auf der Homepage der Stadt Düsseldorf.
Bisherige Kommentare
Kommentar von Christian Rütters
Es ist schön im Interview zu hören, dass sich die Leute einen Kopf darüber machen, dass so wenig wählen gegangen sind. Ich denke es hat etwas damit zu tun, dass es das gleiche gewesen wäre ein Kreuz bei “nein” zu machen. Wenn ich dann höre, dass es nicht gut ist für den Tausendfüssler. Es ging in diesem Bürgerentscheid nicht um den Tausendfüssler. Wann kappieren es die mal??? Ich finde es Richtig. Wir haben unserem OB viel zu verdanken. Weiter so.
14. April 2008, 07.42 Uhr
Kommentar von A. Jaeger
Interessant ist an der offiziellen Präsentation der Baumaßnahme der dort noch vorhandene „Tausendfüßler“. Nun ist das unsägliche Bürgerbegehren gegen den Verkauf des Grundstücks in die Hose gegangen, der Jan-Wellem-Platz kann nun endlich vernünftig gestaltet werden.
Die bisher als große Lösung verkaufte Lösung dürfte jedoch nicht dogmatisch betrachtet und mit Gewalt durchgesetzt werden. Dem Stadtrat sollte nun der Spielraum eingeräumt sein über Hochstraße, Tunnellänge und umbautes Volumen nochmals sehr sensibel zu beraten.
Wenn die Sanierung der Hochstrasse nicht halb so teuer würde wie die große Tunnellösung, dann kann sie wegen mir auch gerne stehen bleiben. Mit ein bisschen Farbe wäre der Tausendfüßler eher Highlight als Ärgernis. Dies werden Investoren allerdings schon mit der Ausschreibung wissen wollen.
14. April 2008, 08.34 Uhr
Kommentar von Frank Kothe, 38, D-Flehe
Es ist schon traurig,das die Leute bereits zum 2.Mal in Folge, nicht die Chance ergreifen und zur Wahl gehen,egal ob sie dafür oder dagegen sind! Und nachher kommt das grosse Meckern..das ist eine echte Schande, wie dumm & faul doch einige unserer Mitbürger sind und welches Desintresse sie hegen und plflegen.Armes DüsselDORF(tja,darum heisst es auch Dorf & nicht Stadt!).Man sollte mal über eine Wahlpflicht nachdenken,das einzig gute drüber im Osten war es,das man zur Wahl musste! Wenn allerdings zur Wahl stände,das DUMM-TV-Sender wie RTL, SAT 1,PRO 7 oder RTL II aus allen Kabelnetzen etc. rausgenommen würden, dann wären wohl alle freiwillig zur Wahl gegangen.Anscheinend ist ein Leben mit BOHLENs SUPERSTARS(die in einem Jahr keiner mehr kennt!),oder Dummies bei Frau KLUM Modell werden wollen wichtiger, als das Wohl einer Stadt. Und unser OB,der auch Gutes getan hat, das muss ich an dieser Stelle auch mal sagen, kann jetzt alles machen was er will.Interessiert ja eh´ keinen. Schade um unseren Tausendfüssler und schade um unsere Demokratie. Aber das passt zu unserem Land..Wir verblöden immmer mehr und es ist den meisten auch egal, siehe das Buch “GENERATION DOOF” - es trifft den Nagel auf den Kopf - solange sie ihr DUMM-TV haben. Ihr Handy-Guthaben und ggf. Stütze kassieren…
Wie sind auf einem sehr, sehr schlimmen Weg…
Steht endlich von der Couch auf und geht bei der nächsten Wahl hin! Es ist unsere Bürgerpflicht!
Ferner sollte die 20% Quote auf 10 % runtergesetzt werden, wie in anderen Städten auch. Die 20 % bekommen wir auf Grund der hohen Anahl von Dummen & Desinteressierten ja eh´ nicht hin…ARMES DEUTSCHLAND - das wird nächstes Jahr “lustig”, wenn die Bundestagswahlen anstehen…
14. April 2008, 12.38 Uhr
Kommentar von PeterPeisert
@”Die bisher als große Lösung verkaufte Lösung dürfte jedoch nicht dogmatisch betrachtet und mit Gewalt durchgesetzt werden. Dem Stadtrat sollte nun der Spielraum eingeräumt sein über Hochstraße, Tunnellänge und umbautes Volumen nochmals sehr sensibel zu beraten.” - Ein wichtiger Investor braucht ca. 40.000qm, andererseits wird Funktionsmischung gefordert - das ginge gleichzeitig sehr wohl, würde man etwas MEHR Fläche bauen. Für die Bank ein Hochhaus in der Südostecke des östlichen Straßenblocks, vielleicht ein niedrigeres Hochhaus inmitten des Straßenblocks - der westliche Straßenblock bliebe für andere Nutzungen übrig (Wohnen, Kultur, vielleicht ein Hotel, u.U. Mietbüros). Dieser sollte mit mehr Stein gestaltet werden - wie an der Kö üblich - und MEHRERE FASSADEN sollten für etwas Kleinteiligkeit sorgen.
14. April 2008, 16.02 Uhr
Kommentar von Peter Schwickert
Es ist ein Sieg für die Zukunft der Stadt und für uns Bürger, wie auch schon beim Rheinufertunnel. Die Bürger sind der Wahl ferngeblieben, weil es ihnen egal war oder weil sie mit NEIN stimmen wollten, wie ich. Das hat man immer wieder gehört ! Auf alle Fälle wollten sie der Bürgerinitiative keine Stimme geben, weil sie mit dem Projekt zufrieden sind. Es ist schon peinlich wie sich manche Poilitker der SPD und Grünen äußern und nicht zugeben wollen, daß ihre Meinung nicht die der Bürger unserer Stadt ist. Die SPD in unserer Stadt entfernt sich immer mehr von den Bürgern und ihren Wählern. ich hoffe, daß neue Geschäfte und Cafes mit großer Terrasse und mit Blick auf den Hofgarten, ohne Straßenlärm und ohne Abgase, entstehen. Die Altstadt wird endlich mit der Neustadt verbunden und Düsseldorf wird nocht attraktiver. Und noch etwas zu den Befürwortern der Bürgerintiative. Sei ddemokratisch und akzeptiert, was die Bürger dieser Stadt wirklich wollen.
14. April 2008, 16.37 Uhr
Kommentar von Michelle Guthke
Es macht mich äußerst traurig und wütend, daß Düsseldorf seinen Bewohnern so gleichgültig ist!
14. April 2008, 17.47 Uhr
Kommentar von Falschabgebogen
Mit diesem Ergebnis wäre der OB gewählt worden. Der Bürgerentscheid ist dagegen gescheitert. Gescheitert an einer politisch gewollten Hürde. Gescheitert an einer Berichterstattung in der vorwiegend konservativen Presse, welche die Aussichtlosigkeit selbst eines positiven Bürgerentscheids kolportiert hat (O-Ton OB-Erwin: Dann planen wir halt weiter und verkaufen in 2 Jahren). Gescheitert auch an der Erkenntnis der Bürger, dass selbst ein positiver Entscheid wie der gegen der Verkauf der Stadtwerke durch politische Missachtung am Ende ausgehebelt wird.
Nach seiner “Neugestaltung” wird es den Jan-Wellem Platz nicht mehr geben. Er wird, wie auch die Sichtachse von der Kö zu Schadow-Strasse, einem seelenlosen Bürobau geopfert. Der rückt dem Hofgarten auf die Pelle und drückt ihm seinen Stempel auf. Die Banker, die dort demnächst ihre Büros haben, wird der schöne Ausblick freuen. Die Bürger nicht.
Die Bank wird es auch freuen. Die 40 Millionen Euro für den Kauf des Grundstücks decken nicht einmal die Erschliessungskosten von über 200 Millionen Euro. Von den jährlichen Folgekosten gar zu schweigen. Der Anschluss für die Tiefgarage wird auch gleich mitgeliefert. Der Steuerzahler zahlt es ja.
Düsseldorf hätte eine bessere Mitte verdient. Auch einen OB, der mehr Sinn für gelebte Bürgerbeteiligung mitbringt. So hat Düsseldorf weder das eine noch das andere. Eine einmalige Chance wurde vertan.
Düsseldorf wird wieder einmal ein Stück unansehnlicher und hässlicher. Diesmal an seiner zentralen Stelle. Die bisher präsentierten Entwürfe sind reine Zweckarchitektur. Klobig, klotzig, alles erdrückend. Auf die Wünsche und den Platzbedarf des Investors zugeschnitten.
Eine kleinteilige Bebauung aus kleinen, maximal 2-geschossigen Gebäuden, wie der Kö-Bogen einst einmal war, würde wesentlich besser zu Oper, Hotel und Hofgarten passen. Diese Option hätte den Fassadenwettbewerb haushoch gewonnen, wäre sie zur Wahl gestellt worden. Doch selbst die Option, dass keiner der vier Fassadenentwürfe gefällt, wurde wohlweislich nicht zur Abstimmung zugelassen.
14. April 2008, 21.19 Uhr
Kommentar von Michael Pöllner
Düsseldorf kann weiter blühen !
Wenn in Düsseldorf alles soooo hässlich wäre, kann ich mir nicht die stetig steigenden Einwohnerzahlen und die stetig steigenden Touristenzahlen erklären !?!
Den Bürgern gefällts und den Bürgern gefällt auch die Politik also sollte man das auch als politischer Gegner anerkennen.
Und wem es hier nicht gefällt,….der sollte vielleicht nach Köln umziehen.
Auf Einzelschicksale und ewige Nörgler kann man in unserer Düsseldorfer Gemeinschaft nun wirklich keine Rücksicht nehmen.
Ne Düsseldorfer Jong
15. April 2008, 07.21 Uhr
Kommentar von Falschabgebogen
> Düsseldorf kann weiter blühen !
Am Jan-Wellem Platz blüht demnächst nur der Beton
> Wenn in Düsseldorf alles soooo hässlich wäre,
Düsseldorf hat auch schöne Ecken. Die stammen aber überwiegend aus der Vor- Glas-, Aluminium- und Betonzeit. Archtiketonische Highlights wie das 3-Scheiben Haus oder die Gery-Bauten bilden leider die Ausnahme.
> Den Bürgern gefällts
Vielen Bürgern ist die Planung am JWP offenbar gleichgültig oder sie haben resigniert
> soltle man das auch als politischer Gegner
> anerkennen.
Es sind die Bauten, die nicht gefallen. Unabhängig vom Politikstil nach Art eines Sonnenkönigs
> Und wem es hier nicht gefällt,….der sollte
> vielleicht nach Köln umziehen.
Klar, wenn keine Argumente da sind, heisst es, geh doch nach dem Osten
Schönredner und Opportunisten bringen Düsseldorf leider auch nicht voran.
16. April 2008, 10.13 Uhr
Kommentar von Stefan Fischer
Hallo und guten Morgen an das Antenne-Team,
meiner Meinung nach eine total überflüssige und in keinster Weise gerechtfertigte Investition. Die Stadt Düsseldorf sollte viel lieber in Ihr soziales Netz investieren. Da müssen Krankenschwester-pfleger Stunden über Stunden im Dienste der Menschheit ihre Arbeit ableisten. Für welchen Lohn? Überall fehlen Stellen etc. Es sollte mehr in Kindertagesstätten investiert werden als sich damit zu rühmen einen US-Star-Architekten engagiert zu haben das Weltbild der Stadt Düsseldorf anzuheben. Ist dies notwendig? Es scheint an den entsprechenden Stellen bei der Stadt Düsseldorf extrem profilierungssüchtige Menschen zu geben, die solche Entscheidungen absegnen. Düsseldorf ist Weltstadt-auch ohne dieses Architektonische Meisterwerk. In der Hoffnung, das Sie vom Team auch mal in diese Richtung denken und dieses Statement senden verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Stefan Fischer
17. Januar 2009, 12.16 Uhr
Kommentar von Uschi Helbig
Ist mal gut, dass wir in einer Demokratie leben.
Und ich finde es gut, dass der Tausendfüßler abgerissen wird. Auch wenn ich eine echte Düsseldorferin bin, muß ich nicht dumm sein oder der Generation Doof angehören, um meine Meinung zu sagen.
21. Juli 2009, 14.41 Uhr
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Dennis Horn hat diesen Eintrag am 13. April 2008 um 19.01 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.

