Tortur beendet

Eintrag vom Montag, 3. September 2007

Was war das für ein Tag gestern! Nachdem ich mitten in der Nacht mit der Deutschen Bahn in Düsseldorf angekommen war, fiel ich am Samstagabend vollkommen übermüdet ins Bett. Nichtsdestotrotz konnte ich kaum schlafen. Die Eindrücke der letzten Tage und die Vorfreude auf den Sonntag hielten mich wach.

Am Sonntagmorgen wachte ich also nach einer recht kurzen Nacht auf und begann meine Vorbereitungen auf den Kö-Lauf, zu dem ich mich in einem Anflug von Wahnsinn angemeldet hatte. Die Belastungen der vergangenen Tage merkte ich mittlerweile doch recht deutlich, die Beine waren schwer, und insgesamt fühlte ich mich recht ausgelaugt.

Trotzdem konnte ich meiner 8-Tage-7-Länder-Tour, die in Düsseldorf gestartet ist, mit dem Kö-Lauf ein tolles Ende bereiten. Über 10 km verbesserte ich meine persönliche Bestzeit trotz absolut überanstrengter Beine um fast zwei Minuten. Mein Trainer Holger Schütt hatte mir fast nicht zugetraut, die Strecke überhaupt durchzustehen.

Was bleibt von der Tour? Ich habe jede Menge tolle Eindrücke mitgenommen, die ich bei weitem noch nicht alle verarbeitet habe. Das Gefühl, allein mit der Kraft meiner Beine durch die halbe Republik gereist zu sein, macht mich schon sehr stolz. Dass die Gruppe, die sich in der vergangenen Woche zu einer richtig tollen und lustigen Gemeinschaft entwickelt hat, jetzt wieder auseinander fällt, finde ich persönlich sehr schade. Aber sicherlich sieht man sich bei dem ein oder anderen Fahrradtraining - ich freue mich drauf.

Gestern wurde mir mehrfach die Frage gestellt: Was ist dein nächstes, verrücktes Projekt? Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich weiß es nicht! Ich will zu keiner Idee “nein” sagen. Letztendlich bin ich für fast alles zu haben, sofern es verrückt genug ist. Meine nächsten Ziele sind definitiv wieder der Marathon in Düsseldorf im kommenden Jahr - und einmal beim New-York-Marathon zu laufen, das wäre die Erfüllung eines Traumes.

Wenn ich daran denke, dass ich noch vor einem Jahr nicht einmal auf die Idee gekommen wäre, überhaupt auch nur einen Kilometer zu laufen - was für ein unglaubliches Jahr liegt hinter mir!

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Florian Kels hat diesen Eintrag am 3. September 2007 um 21.05 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.