Gutes Wetter, (erst) gutes Gefühl
Eintrag vom Freitag, 31. August 2007
Zwei Fragen beschäftigten mich heute schon zu nachtschlafender Zeit vor dem Sonnenaufgang: Wie wird heute das Wetter werden, bleibt es weiter trocken? Und wie werde ich, nach meinem Durchhänger am Vortag, heute mit der Gruppe mithalten können?
Die erste Frage konnte ich auf einem kurzen Spaziergang durch Radolfzell schnell beantworten: Ein hellblau leuchtender Himmel versprach einen sonnigen Tag, bestens gelaunt machte ich mich also an die Vorbereitungen des Tages: Zum vorletzten Mal richtig ausgiebig Frühstücken, die Siebensachen zusammenpacken und das Fahrrad checken.
Von Beginn der Etappe an fühlte ich mich richtig gut, ich kam aber vor allem deshalb relativ schnell in den richtigen Tritt, weil die Etappe flach begann und wir zunächst einmal den halben Bodensee umrundeten. Richtig gut gelaunt machte ich mich also an die ersten, lockeren Steigungen - und musste leider recht bald feststellen, dass mein linkes Knie anfing, Probleme zu machen. Beim Treten der Pedale hatte ich in der oberen Innenseite des Knies zunehmend stechende Schmerzen. Bei der Mittagspause in Will in der Schweiz musste ich mir sogar vorab einen Eisbeutel bestellen, um das lädierte Knie zu kühlen.
Nach der Mittagspause hatte ich deshalb nicht nur meine üblichen Probleme, wieder in meinen Rhythmus zu kommen. Immer mehr Gedanken machte ich mir auch darum, ob ich die Tour überhaupt zu Ende fahren kann.
Das Problem ist lokalisiert: Holger Schütt hatte gestern meinen Sattel verstellt, weil ihm mein Fahrstil nicht passte. Hallo? Ex-Fußballer haben nun mal O-Beine! Die Umstellung war scheinbar nichts für meine Knie. Nachdem wir den Sattel wieder in „Originalposition“ verstellt hatten, ließen die Schmerzen immer weiter nach.
Das Highlight des Tages kam jedoch kurz vor Ende der Etappe: Auf rund 1.100 Metern über dem Meeresspiegel hatten wir uns heraufgekämpft. Warme Sachen an, und ab ging die Fahrt: 8 km, bis zu 15% Gefälle und über 80 km/h. Im Tal waren wir alle fast enttäuscht, dass diese grandiose Abfahrt schon zu Ende war. Vor allem die Sicht in das Tal des Fürstentums Liechtenstein hat uns alle umgehauen.
Morgen geht die Tour leider schon zu Ende. „Nur“ noch einmal durch die Alpen - und dann geht’s wieder heimwärts direkt in Richtung Königsallee. Am Sonntag steht in der Heimat der Kö-Lauf an. Verrückt, wie ich bin, habe ich mich dafür angemeldet. Aber vorher: Alpen :-)!
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Florian Kels hat diesen Eintrag am 31. August 2007 um 20.59 Uhr geschrieben. Sie können zu diesem Eintrag einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback auf Ihrer eigenen Homepage setzen. Beim Hinterlassen eines Kommentars wird Ihre E-Mail-Adresse im Blog nicht angezeigt. Sie dient ausschließlich der Antenne Düsseldorf Redaktion für mögliche Rückfragen. Kommentare und Trackbacks können Sie außerdem über einen eigenen Feed abonnieren.

