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Letzte Chance für Gaslaternen

So will die Stadt vorgehen

Viele Düsseldorfer möchten die nostalgischen Gaslaternen in ihrem Viertel erhalten, doch es gibt Sicherheitslücken. Die Stadt plädiert für eine Umrüstung.

Die Gaslaternen stellen ein Charaktermerkmal des Düsseldorfer Stadtbildes dar, doch bald sollen 10.000 Gasleuchten aus den Straßen verschwinden. Das ist ein Thema, bei dem viele Düsseldorfer emotional werden. Momentan stehen in der Stadt noch rund 14.000 Gaslaternen.

Hier können Sie sich einen Mitschnitt zum Thema (20.09.16) mit Julia Vorpahl und Dennis Lieske sowie einige Hörermeinungen anhören:


Bald können auch Anwohner in Flingern, im Düsseldorfer Süden, der Innenstadt und in Oberkassel beim Thema "Gaslaternen" mitreden, dazu hat die Stadt weitere Info-Veranstaltungen bekannt gegeben.

Stadt prüft Sicherheitsrisiken

Wichtig für die Zukunft der Gaslaternen ist, dass die technischen und gesetzlichen Vorgaben zum Bau und Betrieb erfüllt werden. Abstandsmaße zu Gebäuden und die Helligkeit der Laternen spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Das Licht der Gaslaternen muss als verkehrssicher eingeschätzt werden, Stadtplaner sind seit Monaten mit der Bewertung einzelner Straßen mit Gasbeleuchtung beschäftigt. Hinterfragt wird außerdem, wie die Gaslaternen an der jeweiligen Stelle ins Stadtbild passen und welche anderen Lichtquellen bereits vorhanden sind.

"Bei aller Anmut, die wir mit der Erhaltung der Gaslaternen erreichen wollen, müssen wir die Sicherheitsaspekte im Auge behalten.", ermahnt Verkehrsdezernent Dr. Keller.

Die Stadtverwaltung will über 10.000 Leuchten auf Elektronik umrüsten mit der Begründung, Gas sei auf Dauer teurer als elektrisches Licht. Rund 4.000 alte Gasleuchten sollen am Ende erhalten bleiben. Möglich wäre allerdings auch eine Modifizierung der ursprünglichen Laternen mit elektrischen Zündeinrichtungen inklusive Zündüberwachung. Wichtig dabei ist die Einbindung einer Flammenüberwachung und die Unterbindung von unkontrolliertem Gasaustritt, damit der Gasverbrauch optimiert wird. Der Erhalt und Betrieb bestehender Gasbeleuchtung wäre unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben also möglich.

In Düsseldorf gibt es so viele historische Gaslaternen, wie in kaum einer anderen Stadt auf der Welt – bald wird sich heraus stellen, ob es dabei bleibt.

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