Foto: "Die Deutsche Bank in Frankfurt" von mermyhh CC0 Public Domain


Deutsche Bank schließt Filialen

In Düsseldorf sind vier Geschäftsstellen betroffen

Am Sonntag veröffentlichte die Deutsche Bank eine Liste mit Filialen, die zuküftig in Deutschland geschlossen werden. Wir haben alle Infos für Sie.

Bis Ende 2017 sollen bundesweit 188 Filialen der Deutschen Bank geschlossen werden. Nordrhein-Westfalen ist mit 51 von 205 Geschäftsstellen am stärksten betroffen. Auch die Stadtsparkasse Düsseldorf wird bis 2020 einige Geschäftsstellen schließen.

Welche Filialen sind in Düsseldorf betroffen?

In Düsseldorf trifft es vier Filialen der Deutschen Bank. Diese werden in Zukunft mit den nächstgelegenen Stellen zusammengelegt. Die Filiale in Wehrhahn wird dann mit der auf der Königsallee zusammenglegt. Die in Flingern dagegen mit der am Brehmplatz. Die Golzheimer Filiale wird außerdem mit der Filiale in Derendorf zusammengelegt. Kunden der Oberbilker Geschäftsstelle müssen künftig auf die in Eller ausweichen.

Warum werden die Filialen geschlossen?

Als Grund für die Schließung der Filialen nennt die Deutsche Bank insbesondere das digitale Zeitalter. Immer weniger Menschen nutzen die Angebote am Schalter der jeweiligen Filiale. Dagegen steigt die Anzahl derjenigen, die die Selbstbedienungsautomaten und Online-Banking nutzen. Daher möchte die Deutsche Bank ihren Fokus stärker auf die Private-Banking-Beratung legen und setzt verstärkt auf Selbstbedienungsautomaten.

Was ändert sich in Zukunft für die Kunden der Deutschen Bank?

Der Vor-Ort-Service der Deutschen Bank wird eingeschränkt. Zudem müssen sich Kunden der Deutschen Bank in Zukunft auf längere Wege einstellen. Daher hat das Unternehmen sich bei der Schließung auf Ballungszentren konzentriert. Für einige Kunden kann ein Wechsel des Beraters anstehen, da auch diese auf andere Filialen umverteilt werden. Eine Änderung der Kontonummer, IBAN oder BIC haben Sie allerdings nicht zu befürchten.

Änderungen auch bei der Stadtsparkasse Düsseldorf

Auch bei der Stadtsparkasse Düsseldorf stehen Änderungen bevor. In der Stadt werden 18 von 64 Geschäftsstellen geschlossen. 13 davon werden in Zukunft zu Selbstbedienungsstandorten. Fünf Zweigstellen entfallen ersatzlos bis 2020. Dr. Gerd Meyer, Pressesprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf, nennt ebensfalls das veränderte Kundenverhalten im Zuge der Digitalisierung als Grund. Ein- und Auszahlungen am Schalter würden seltener. Etwa 100 bis 120 Arbeitsplätze seien vom Umbruch betroffen. Die Mitarbeiter sollen allerdings nicht gekündigt, sondern umgesetzt werden. Alters- oder durch Wegzug bedingte Stellen würden nicht nachbesetzt werden, so Dr. Gerd Meyer. Das Netz der Stadtsparkasse sei in Düsseldorf weiterhin dicht.

Birgt das neue Konzept Nachteile für Senioren?

Ulrike Schneider vom Seniorenbeirat geht davon aus, dass die meisten Senioren kein Online-Banking nutzen. Die wenigsten der älteren Menschen seien mit der Technik vertraut. Bei einem Wegfall einiger Filialen Düsseldorf würde den Senioren zusätzlich der persönliche Kontakt mit ihren Beratern fehlen. Die Stadtsparkasse Düsseldorf kommt den Menschen entgegen. Es besteht die Möglichkeit, Senioren ihr Geld persönlichen zu bringen oder Überweisungsträger bei ihnen abzuholen. Bisher habe es damit nur gute Erfahrungen gegeben, so der Pressesprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Wie stehen Sie zum Thema Digitalisierung in der Banken-Branche? Nutzen Sie selbst auch eher Online-Banking und Selbstbedienung oder gehen Sie lieber direkt zum Schalter? Teilen Sie uns doch auf Facebook mit, was für Sie die Vorteile/Nachteile sind.
Hören Sie doch die Sendung zum Thema vom 19.07.2016 nach:

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