Foto: "Gewitter" von panicci lizensiert unter CC0 Public Domain


Haftung bei Unwetterschäden

Welche Versicherung ist nötig?


Unwetter können große Schäden an Gebäuden, Inventar und Fahrzeugen verursachen. Welche Versicherung kommt im Fall des Falles für die Schäden auf?

Mehr als 70 Prozent aller Schäden durch Sturm und Gewitter betreffen die Wohngebäudeversicherung. Die Liste möglicher Schäden reicht von abgedeckten Dächern und beschädigten Schornsteinen bis hin zu Satellitenanlagen oder Markisen.

Vollgelaufener Keller

Gewitter können häufig zu ungewöhnlich starkem Regen­niederschlag führen. Vollgelaufene und überschwemmte Keller können die Folge sein. In einem solchen Fall greift die Hausrat- bzw. die Wohngebäudeversicherung nur, wenn das Risiko „Weitere Elementargefahren“ eingeschlossen wurde. Ohne diesen besonderen Einschluss decken beide Versicherungen üblicherweise nur Überschwemmungen durch Leitungswasser nach einem Rohrbruch ab.

Was tun im Schadenfall?

Betroffene sollten zuerst das Haus und die unmittelbare Umgebung begutachten, um mögliche Gefahrenquellen zu entdecken: Sind Balkontüren und Fenster in Ordnung, sitzen die Leitungen der Blitzschutzanlage noch fest auf dem Dachfirst, haben Äste und Bäume die Regenrinnen gelockert? Auch eine Sichtprüfung der Dacheindeckung ist sinnvoll. Wer Schäden feststellt, die zunächst niemandem gefährlich werden können, sollte sich mit Aufräumarbeiten allerdings zurückhalten. Auch wenn das Bedürfnis groß ist, schnell alles wieder in Ordnung zu bringen: Aktionismus kann die spätere Regulierung des Schadens unnötig erschweren.


Unser Reporter Matthias Esch hat sich zu diesem Thema mit dem Diplom-Meteorologen und Pressesprecher vom Deutschen Wetterdienst Andreas Friedrich unterhalten

Mehr Nachrichten aus Düsseldorf