Kommt es zum Geisterspiel?

Antenne Düsseldorf Fortuna Liveticker

Fortuna Düsseldorf

Geisterspiel vor leeren Rängen?

Fortuna Düsseldorf hat Einspruch gegen das Geisterspiel eingelegt! In unserem Liveticker erfahren Sie am Freitag (10. August) alles Wichtige vor Ort: Antenne Düsseldorf berichtet live aus der Verhandlung beim DFB-Sportgericht in Frankfurt.

Sollte das Urteil bestehen bleiben, so würde das erste Derby der Saison am 1. September, um 18.30 Uhr, entweder ganz ohne Zuschauer oder nur vor einer Minikulisse stattfinden. Mit unserem Ticker sind Sie live bei der Gerichtsverhandlung dabei und sind sofort über den Prozessausgang informiert!

+ + + + + Live-Ticker + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

10.08.2012

+ 17:55 Uhr + Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker. Vielen Dank fürs „Zulesen“! Beste Grüße aus Frankfurt, Henning Bulka


+ 16:50 Uhr + Die Richter haben ein Urteil gefällt: Fortuna muss eine Geldstrafe von nun 150.000 Euro zahlen. Außerdem finden die ersten beiden Heimspiele der Saison gegen Mönchengladbach und Freiburg unter Teilausschluss der Öffentlichkeit statt. Dabei dürfen maximal 25.000 Heimfans und 5.000 Gäste das Spiel besuchen. Zudem sind Public-Viewing-Veranstaltungen verboten worden.


+ 16:36 Uhr + Das DFB-Sportgericht befindet sich weiterhin in der Beratung. Bisher gibt es kein Anzeichen für ein Urteil.


+ 15:34 Uhr + Die Verhandlung wird bis mindestens 16.15 unterbrochen. Dann könne womöglich mit einem Ergebnis gerechnet werden, so Richter Hans E. Lorenz.


+ 15:31 Uhr + Anwalt Horst Kletke: „Niemand auf Seiten von Fortuna Düsseldorf ist für den Platzsturm oder Bengalos. Alle diese Dinge gilt es zu verhindern oder zu vermeiden. Wir stehen daher nicht auf einer anderen Seite als der DFB, wie es Anton Nachreiner vom Kontrollausschuss formuliert hat. Wir sind nicht Angeklagter im klassischen Sinne. Uns wurde fremdes Handeln auf den Buckel gebunden. Wir sind hier im Strafsportverfahren, und wir sind nicht schuldig im klassischen Sinne. […] Warum soll man für das Fehlhandeln anderer bestraft werden, wenn man doch versucht es zu verhindern. Und: Sie können nicht alles verhindern. […] Der Wirkungsbetrag des Strafantrags ist höher als eine Million Euro [Anm. d. Red.: Kartenausfälle mit eingerechnet] und damit viel zu hoch angesetzt. Eine Geldstrafe ist angemessen und würde die Vorfälle angemessen ahnden.“


+ 15:22 Uhr + Jetzt verlesen DFB und Fortuna Düsseldorf die Schlussplädoyers. Anton Nachrheiner vom DFB-Kontrollausschuss vergleicht Relegationsrückspiel mit einem Chaos-Spiel. Es sei aus Spielbetriebssicht der massivste Vorfall in der deutschen Fußballgeschichte, und plädiert deshalb weiterhin auf den Ausschluss des Publikums beim nächsten Heimspiel sowie eine Geldstrafe von 100.000. Er könne sich jedoch auch zu zwei Teilausschlüssen überreden lassen.


+ 15:18 Uhr + Die Parteien kehren in diesem Moment zurück, die Verhandlung wird anscheinend jetzt fortgesetzt.


+ 15:01 Uhr + Die Verhandlung ist immer noch unterbrochen, die Fortsetzung ist damit bereits etwa eine Viertelstunde verzögert. Mutmaßlich beraten sich DFB und Fortuna derzeit miteinander.


+ 14:23 Uhr + Die Beweisaufnahme wurde nun geschlossen, die Verhandlung wird bis 14.45 unterbrochen.


+ 14:19 Uhr + Nun wird auf der Leinwand zur Veranschaulichung ein Video des Platzsturms während des Relegationsrückspiels gegen Berlin gezeigt.


+ 14:18 Uhr + Momentan wird das Protokoll einer früheren Zeugenvernehmung des zuständigen DFB-Aufsehers für das Berlinspiel verlesen. Es wird geschildert, dass Zuständigkeiten des Ordnungsdienstes unklar waren, und Fotografen und Balljungen ungesichert waren. Auch das Protokoll der früheren Vernehmung von Schiedsrichter Stark schildert chaotische Zustände auf Seiten des Ordnungsdienstes.


+ 14:12 Uhr + Richter Lorenz: „Unsere Aufgabe ist also: Rettet die Altstadt!“ – Die Bemerkung kam, nachdem Polizeiführer Kazmierczak betonte, dass der Einsatz schwieriger würde im Falle eines Geisterspiels im Gegensatz zu einem geordneten Spiel.


+ 14:10 Uhr + Finanzvorstand Jäger betont: Die Fortuna hat verstanden, dass es in Zukunft keine Platzstürme mehr geben darf, und man richte sich durch verschiedene neue Kommunikationsmittel darauf ein, das auch durchzusetzen.


+ 14:06 Uhr + Polizeiführer Kazmierczak: Ein Platzsturm ist häufig besser, als Verletzungen der Fans wegen Gedränge in Kauf zu nehmen. Veranstaltungsleiter Mühlenbeck ergänzt: Ein Platzsturm ist vor Spielende immer zu verhindern. Trotzdem muss es die Möglichkeit geben, bei einer Massendynamik die Fluchttore zu öffnen, um Verletzungsrisiken zu minimieren.


+ 14:03 Uhr + Richter Hans E. Lorenz merkt an: Seitens des DFB wird kein Platzsturm mehr ungeahndet bleiben, egal aus welchem Grund.


+ 13:59 Uhr + Der Platzsturm von Fans nach Spielende war von der Polizei einkalkuliert, so Polizeiführer Kazmierczak. Es gab zwar Anstrengungen, den Platzsturm zu verhindern. Aber: Es sei auch klar gewesen, dass man es im Fall einer Massendynamik sowieso nicht hätte verhindern können. Die Fans kamen auch, wie erwartet, nicht nur aus dem Feld der Problemfans, sondern alle Fans stürmten vor Freude den Platz.


+ 13:56 Uhr + Jetzt wird Ralf Kazmierczak von der Polizei Düsseldorf als Zeuge befragt. Er war im Berlinspiel Bereichsabschnittsführer für den Bereich Stadion. Probleme habe es erst zum Ende des Spiels gegeben, als Fortunafans das Spielfeld betreten haben. Es habe sich eine Massendynamik entwickelt, die nicht mehr zu steuern war. Es habe allerdings auch Hinweise gegeben, dass Berlin-Fans ebenfalls versuchen wollten, das Spielfeld zu stürmen. Deshalb habe man sich auf den Berliner Fanblock konzentriert. Jeder habe aber bei einem Aufstieg von Fortuna mit einem Platzsturm gerechnet, nur nicht so früh.


+ 13:52 Uhr + Finanz-Vorstand Paul Jäger betont: „Bisher war der Platzsturm in Deutschland die Norm bei Meisterschaften und Aufstiegen, und nicht die Ausnahme! Natürlich freuen sich die Fans und sind begeistert!“ – Richter Lorenz ergänzt: Das sei zwar richtig, aber das Spiel sei eben noch nicht vorbei gewesen, und nur weil Richter Stark vorbildlich reagiert habe, spiele Fortuna überhaupt mittlerweile in der ersten Liga.


+ 13:49 Uhr + Mühlenbeck: Es hat beim Relegationsrückspiel gegen Berlin keine Gewalt von Fortuna-Fans gegenüber Ordnern oder Polizei gegeben. Maximal habe es Selbstverletzungen beim Übersteigen der Zäune gegeben.


+ 13:46 Uhr + Mühlenbeck: Im Nachgang des Spiels gegen MSV Duisburg, durch das Fortuna Düsseldorf die Relegation erreicht hat, habe man die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal erhöht und noch einmal die Kommunikation verbessert. Auf Nachfrage von Nachreiner vom DFB-Kontrollausschuss gibt er jedoch zu, dass das neue Konzept auch beim Berlin-Spiel nicht abschließend funktioniert haben.


+ 13:41 Uhr + Mühlenbeck sagt, dass die beiden Fanlager (Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach) wegen des drohenden Geisterspiels gegen Mönchengladbach Demonstrationen planen würden. Das Spiel wäre, wenn es doch mit Publikum stattfände, eine Veranstaltung mit höchstem Sicherheitsrisiko. Auf die Frage von Nachreiner, ob es denn dann nicht besser wäre, würde das Spiel ohne Publikum stattfinden, hakt Anwalt Kletke lachend ein: „Nein, auf keinen Fall!“ Und Mühlenbeck ergänzt: Die Polizei bewertet das Risiko von Ausschreitungen von Fans in der Altstadt als besonders hoch im Falle eines Geisterspiels.


+ 13:37 Uhr + Mühlenbeck: Bauliche Veränderungen in der Arena sind derzeit in der Prüfung. Eine weitere Kraft für Fanbetreuung wurde engagiert. Dazu sei man in Gesprächen mit der Firma Klüh, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.


+ 13:35 Uhr + Sven Mühlenbeck gibt nun Auskunft über den Vertrag mit dem Ordnungsdienst der Firma Klüh. Allein der Ordner-Einsatz beim Relegationsspiel habe 110.000 Euro gekostet. Richter Lorenz betont, auch wenn man einen Ordnungsdienst beauftrage, entbinde das den Verein nicht von der Verantwortung.


+ 13:30 Uhr + Nun wird der erste Zeuge Sven Mühlenbeck, Veranstaltungsleiter, befragt. Erneut die Frage: Warum sind die Dinge beim Relegationsspiel so aus dem Ruder gelaufen? Mühlenbeck: Im Stadion wurden Ordner verschoben, um zu verhindern, dass Berliner Fans das Spielfeld stürmen, und dass es zu Auseinandersetzungen mit Fortuna-Fans kommt. Zudem wurden zum Ende des Spiels bereits die Ausgänge gesichert, weshalb einige Ordner den Stadioninnenraum verlassen haben.


+ 13:26 Uhr + 950 Ordner wurden beim Relegationsspiel eingesetzt. Richter Lorenz fragt: Warum ist es trotzdem zum „Platzsturm“ gekommen? Anwalt Kletke: Für das Spiel wurde die Ordnerzahl deutlich erhöht. Wegen Pyrotechnik im Block der Berliner Fans wurden Ordner verschoben, und es entstand letztlich ein Ungleichgewicht in der Verteilung.


+ 13:21 Uhr + Rechtsanwalt Kletke erklärt nun, warum Fortuna Widerspruch eingelegt hat. Er gehe zwar konform mit den Anschuldigungen seitens des DFB wegen der vier Fälle von Pyrotechnik in der vergangenen Saison. Nicht einverstanden sei er aber mit der Bewertung des Relegationsspiels gegen Berlin. Es habe bei dem vermeintlichen Skandalspiel keine Gewalt gegeben, weshalb man nicht sagen könne, der Ordnungsdienst habe versagt.


+ 13:18 Uhr + Anton Nachreiner vom DFB-Kontrollausschuss verliest jetzt die fünf Anklagepunkte. Diese beziehen sich auf den Pyrotechnik-Einsatz in vier Spielen der letzten Saison und den „Platzsturm“ sowie Pyrotechnikeinsatz im Relegationsspiel gegen Berlin in der Esprit-Arena. Vorwurf des DFB: unsportliches Verhalten in fünf einzelnen Fällen, und das Vernachlässigen der Ordnungspflicht. Beantragt wurden deswegen ein Heimspiel ohne Publikum sowie eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro.


+ 13:14 Uhr + Die Verhandlung hat begonnen. Für die Fortuna sind anwesend Rechtsanwalt Horst Kletke, Finanz-Vorstand Paul Jäger, Vorstand Sven Mühlenbeck und Pressesprecher Kai Niemann. Richter ist Hans E. Lorenz, für den DFB-Kontrollausschuss ist u.a. Anton Nachreiner anwesend.


+ 12:59 Uhr + Die beiden Parteien sind jetzt anwesend und besprechen sich noch, ansonsten wartet alles auf den Beginn der Verhandlung.


+ 12:48 Uhr + Willkommen zum Live-Ticker aus den Sitzungssälen 3 und 4 des DFB an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt! Momentan ist hier noch alles ruhig, die Pressevertreter haben ihre Plätze bezogen und warten auf das Gericht und die beiden Parteien. Für Fortuna Düsseldorf sind Finanz-Vorstand Paul Jäger und Rechtsanwalt Horst Kletke angereist. Offiziell beginnen soll die Verhandlung in ein paar Minuten um 13 Uhr.


Hintergrund: Fans stürmten das Fußballfeld

Bei dem Spiel Fortuna gegen Hertha BSC am 15. Mai hatte ein Teil der Fans den Platz in der Nachspielzeit gestürmt - noch bevor Schiedsrichter Wolfang Stark überhaupt abgepfiffen hatte. Fortuna ging aus diesem Spiel als Sieger hervor und schaffte so, nach 15 Jahren, den Aufstieg in die erste Liga.

Die Unregelmäßigkeiten während des Relegationsspiels ist dabei nur einer von fünf Fällen von "unsportlichem Verhalten", für die Fortuna nun als Strafe ihr erstes Bundesliga-Spiel vor leeren Rängen austragen soll. Bei vier weiteren Spielen der vergangenen Saison war es darüber hinaus zum Einsatz von verbotener Pyrotechnik gekommen. Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat angekündigt, gegen das vom DFB-Kontrollausschuss beantragte "Geisterspiel" Einspruch beim DFB-Sportgericht einzulegen, am Freitag wird darüber verhandelt.

Links zum Thema