Olympia 2012 in London
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Olympia 2012 in London
Die Olympischen Spiele 2012 sind gestartet! Bis 12. August werden sie in London ausgetragen. Rund 10.500 Athleten werden in 302 Wettbewerben gegeneinander antreten. Darunter rund 400 Deutsche und vier Athleten aus Düsseldorf. Wir halten Sie rund um die Uhr mit den Olympia-Nachrichten auf dem Laufenden und verraten Ihnen auch, wann Sie den Düsseldorfer Athleten zuschauen können.
Telefoninterview: Arno Boes, Ruder Magazin (01. August 2012)
RC Germania - Ruderfans fiebern mit im Clubheim (01. August 2012)
Gold für den Deutschland-Achter
Es waren denkwürdige rund fünfeinhalb Minuten auf dem Dorney Lake in Eton im Schatten von Windsor Castle. Das Männer-Achter-Finale der 30. Olympischen Spiele war spannend bis zum Schluss. Und am Ende jubelte der Deutschland-Achter und im Boot dann auch Lukas Müller vom RC Germania Düsseldorf.
Der Achter
Dreimal war die Mannschaft von Bundestrainer Ralf Holtmeyer Weltmeister geworden, in 35 Rennen blieb man ungeschlagen. Nun im 36. Wettkampf seit den Olympischen Spielen von Peking sollte der große Wurf gelingen. Danach sah es auch zunächst aus, der deutsche Achter ging an die führende Position, doch die Briten hatten sich natürlich für ihr Heimrennen besonders viel vorgenommen. Sie blieben dran am Deutschland-Achter und übernahmen nach der Streckenhälfte bei 1000 Meter sogar die Führung.
Doch der Achter mit Lukas Müller hatte längst seine Taktik geändert, denn es war klar, dass besonders vor den Tribünen mit rund 25.000 Zuschauern die Briten nochmal Kräfte entwickeln würden. Statt an der 1000 Meter Marke den üblichen spurt zu setzen, blieb die Mannschaft von Steuermann Martin Sauer ruhig und erhöhte den Druck bei den Schlägen erst auf den letzten 500 Metern. Und das saß, immer mehr schob sich der Deutschland-Achter weg und am Ende war es eine knappe halbe Länge vor Kanada, das die Briten noch auf den dritten Platz verdrängte.
Ein Traum ging in Erfüllung, 24 Jahre, nachdem Holtmeyer damals in Seoul einen Achter als Trainer zum Olympiasieg geführt hatte, schaffte er es erneut. Und der RC Germania Düsseldorf darf mit Lukas Müller nach nunmehr 52 Jahren wieder einen Olympiasieger in seinen Reihen feiern. Nicht ganz so gut lief es für Marlene Sinnig (Krefeld) im Zweier-ohne der Frauen, hier reichte es im Finale nur zu einem sechsten und letzten Platz, aber der Einzug in den Endlauf war für die Olympia-Neulinge dann doch schon ein gewisser Erfolg. Nachdem auch der Frauen-Achter bereits ausgeschieden ist, kann noch ein Boot mit NRW-Beteiligung auf eine Medaille hoffen, der Vierer-ohne der Männer muss noch durch das Halbfinale und steht dann ggfs. am Samstag um 12.30 Uhr (MESZ) im Finale.
Begeisternde Eröffnung
Es hätte britischer nicht sein können, was bei der Eröffnungsfeier der 30. Olympischen Sommerspiele in London den rund 70.000 Zuschauern im Stadion und der rund eine Milliarde Fernsehzuschauern in der Welt geboten wurde. Schon das Vorprogramm, das rund 90 Minuten vor der eigentlichen Eröffnung begann, zeigte stimmungsvolle Bilder mit einigen Hundert Beteiligten im Innenraum, den man zu einer typischen englischen "Landscape" gestaltet hatte.
Mehr Bilder der Eröffnungsfeier gibt es in unserer Bildergalerie
Um 21.00 Uhr Ortszeit bei "Null" angekommen war, startete das offizielle Programm mit Musik des London Symphonie Orchester und Weltstars auf der Bühne von Mike Oldfield am Anfang, der mit seinen "Tubular Bells" für die richtigen Emotionen sorgte.
Dazwischen gab es kaum eine langweilige Sekunde, Regisseur Danny Boyle hatte sich eine Menge einfallen lassen, Tausende von Tänzern und Aktiven tanzten und agierten im Innerraum und das alles stimmig und offenbar in jedem Schritt geprobt und mit einer professionellen Leichtigkeit.
Die Queen als Bond-Girl
Unbestreitbare Höhepunkte waren der schon im Frühjahr gedrehte Film mit 007-Darsteller Daniel Craig und der Queen, die sich selbst spielte. Sie soll, so war zu vernehmen, sehr viel Spaß daran gehabt haben und als tatsächlich über dem Stadion zwei Fallschirmspringer in der entsprechenden Bekleidung als 007 und die Queen aus einem Hubschrauber sprangen, war die Menge kaum noch zu halten. Der krönende Abschluss kam, als die Queen selber im Stadions erschien.
Auch dabei: Mr. Bean
Die meisten Lacher hatte Rowan Atkinson alias Mr. Bean auf seiner Seite. Gemeinsam mit dem London Symphonie Orchestra unter der Leitung des Stardirigenten Simon Ruttle verkörperte Atkinson auch hier seine weltweit bekannte Kunstfigur mit so viel Spaß und Engagement im Zusammenspiel mit einem der besten klassischen Orchestern der Welt, dass es kaum einen Zuschauer auf seinem Platz hielt.
Dann kam der lange geheim gehaltenen Höhepunkt, der Schluss des Fackellaufes, der in den vergangenen Wochen durch das ganze Land gegangen war und überall mit Begeisterung aufgenommen wurde. Englands ehemaligem Weltklasseruderer Sir Steven Redgrave, der bisher als einziger Athlet fünf Goldmedaillen bei fünf aufeinanderfolgenden Spielen zwischen 1984 und 2000 gewonnen hat, war es vorbehalten, die Fackel ins Stadion zu tragen.
Dann aber hatte man sich etwas ganz Neues einfallen lassen, denn Redgrave übergab das Feuer an mehrere ausgewählte Jugendliche. Und diese entzündeten dann gemeinsam eine in der Mitte des Stadions installierte Konstruktion, die sich am Ende zur olympischen Fackel aufrichtete. Ein großer Moment für die Historie der Spiele, denn das symbolisierte sehr eindrucksvoll das diesjährige Motto: "Begeistere eine Generation" - und die Geste der Übergabe des Feuers von der "alten" zur neuen Generation der Sportler kam weltweit sehr gut an. Text: Arno Boes
Unter den Sportler sind auch gut 400 Deutsche - einige davon Düsseldorfer.
Die Sportschützin Jessica Mager vom Post SV und Ruderer Lukas Müller vom RC Germania. Auch die Tischtennisspieler Patrick Baum und Timo Boll von Borussia Düsseldorf werden die Düsseldorfer Farben ab heute in London vertreten.
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- Beiträge: Olympia 2012 - die "Düsseldorfer Spiele"
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