Google Street View kommt

Auch Düsseldorf wird im Onlinedienst zu sehen sein

Google-Street-View-Auto

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Quelle: Google

Der Online-Dienstleister Google hat angekündigt, dass sein diskutierter Panoramadienst Street View schon im November an den Start gehen soll. Damit überraschte Google die deutschen Datenschützer, die den Dienst schon seit Längerem kritisieren. Auch Düsseldorf wird zu den zwanzig deutschen Städten gehören, die dann auf der virtuell begehbaren Landkarte zu sehen sein werden. Da sich einige Bürger um ihre Privatsphäre Sorgen machen, stellt Google ein Online-Formular zum Widerspruch bereit.

Google Street View kann man mit kurzen Worten als eine virtuell begehbare Landkarte beschreiben. Mit dem Zusatz zum Kartendienst "Maps" kann man sich so vom heimischen Computer aus durch die Umgebung klicken. Street View startete ursprünglich in den USA. Bereits seit 2008 fahren die Street-View-Autos von Google jedoch auch durch Deutschland, um die Gegend abzufotografieren.

Ein Beispiel

Damit Sie sich selbst einen Eindruck von Street View verschaffen können, finden Sie hier ein Beispiel aus New York, wo Street View schon seit mehreren Jahren existiert:


Größere Kartenansicht

Der Start in Deutschland

Schon seit Beginn der Aufnahmen in Deutschland haben Datenschützer Kritik gegen den Dienst formuliert. Sie befürchten eine Verletzung der Privatsphäre der Bürger, wenn deren Straßenzüge und Häuser – unwissentlich oder sogar gegen deren Willen – fotografiert und im Internet veröffentlicht werden. Vor allem die Höhe, von der aus die Fotos gemacht werden, bereitet vielen Sorge, denn die Kameras auf den Autos sind so hoch angebracht, dass sie vielerorts auch über Mauern und Hecken hinwegschauen können.

Google betont hingegen, dass man auf die Privatsphäre der Bürger achten würde. So würde das Programm automatisch Gesichter und Nummernschilder erkennen und diese unkenntlich machen. Außerdem könnten Bürger, die nicht mit der Veröffentlichung des Fotos ihres Hauses einverstanden sind, bei Google Widerspruch einlegen. Das entsprechende Foto würde dann ebenfalls so verfremdet, dass nichts mehr zu erkennen ist. Die Möglichkeit des Widerspruchs gibt es allerdings bisher nur in Deutschland. In keinem anderen Land, in dem Google mit Street View vertreten ist, sei so ein Prozedere von Bürgern oder Datenschützern gefordert worden, so ein Sprecher.

Pressesprecherin Lena Wagner betonte, die bisher eingegangenen Widersprüche würden natürlich berücksichtigt, es werde aber zusätzlich für vier Wochen ein Online-Formular für den Widerspruch geben.

Datenschützer kritisieren jetzt, dass Google zu überraschend vorgehen würde. Die Umsetzung der Datenschutz-Regeln, die sie mit dem US-Konzern festgelegt hatten, seien nicht mehr überprüfbar. Außerdem monieren sie, dass der Zeitraum für das Online-Formular genau in die Ferien falle.

Widerstand kommt auch aus Düsseldorf: Die Ratsfraktion der FDP und eine Bürgerinitiative aus Niederkassel kritisieren Google Street View scharf. Sie fordern, dass die Bilder, für die Widersprüche eingereicht werden, nicht verfremdet, sondern komplett gelöscht werden.

Wenn Sie selbst gegen die Veröffentlichung des Bildes Ihres Hauses bei Street View Widerspruch einlegen möchten, finden Sie dazu bis zum 15. Oktober 2010 unter www.google.de/streetview ein spezielles Online-Formular.

Bei Antenne Düsseldorf am Morgen berichteten wir ebenfalls über die Kritik am neuen Dienst von Google:

Antenne Düsseldorf am Morgen über Google Street View (Teil 1)

Antenne Düsseldorf am Morgen über Google Street View (Teil 2)

Antenne Düsseldorf am Morgen über Google Street View (Teil 3)

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