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Pet Shop Boys

Aktualisiert: 27.11.2014

Das britische Elektropop-Duo "Pet Shop Boys" bestehet aus Neil Tennant und Chris Lowe. Bereits seit 1981 machen die beiden gemeinsam Musik. Die beiden lernten sich beim Synthesizer-Kauf kennen. Als sie ihre gemeinsame Liebe zur Dance-Musik erkannten, hängte Tennant seinen Job als Musikjournalist an den Nagel, um zukünftig mit Lowe Musik zu machen. Nachdem die beiden zunächst als Geheimtipp galten, avancierten sie 1985 mit einer von Stephen Hague neu abgemischten Form ihrer Single "West End Girls" zum Welterfolg. Der Titel landete sowohl in den USA als auch in Großbritannien auf Platz 1 der Charts Dafür erhielt das Duo ihren ersten Brit Award – für den besten Song des Jahres. Nach einer Serie von weiteren Singles wie "Suburbia" und "It's A Sin" veröffentlichte das Duo 1986 ihr Debütalbum "Please". Darauf folgten mehrere weitere erfolgreiche Alben ("Actually" & "Introspective") und der Film "It Couldn't Happen Here", den sie zusammen mit Jack Bond drehten. Besonderen Erfolg feierten die Pet Shop Boys in den 1980er-Jahren in der schwulen Szene. Neil Tennant lebt selbst offen schwul. Zudem engagiert sich beide stark für die Rechte von Schwulen und Lesben. Im Herbst 1990 veröffentlichten die Pet Shop Boys ihr viertes Studioalbum "Behaviour", das sie zusammen mit Harold Faltermeyer aufgenommen hatten. Die Platte konnte jedoch nicht an frühere Erfolge anknüpfen. In der Folgezeit arbeitete Tennant auch solo als Sänger und Produzent mit anderen Künstlern zusammen. Das fünfte Album des Duos "Very" aus dem Jahr 1993 wurde im Gegensatz zu seinem Vorgänger wieder ein voller Erfolg. Die zweite Single-Auskopplung "Go Whest", eine Cover-Version des Songs der Village People, wurde zu einem der größten Hits der Band. Nach einigen Produktionen mit anderen Künstlern, wie beispielsweise Kylie Minogue, brachte das Duo 1996 das siebte Album unter dem Namen "Bilingual" heraus. Es zeichnete sich durch Einflüsse lateinamerikanischer Musik aus. Die Single "Se A Vida È" wurde so zum Sommerhit. Das Album "Nightlife" aus dem Jahr 1999 orientierte sich wieder am Disco-Stil und in den Monaten darauf kooperierten die Pet Shop Boys wiederum mit mehreren anderen Künstlern, unter anderem Robbie Williams und der Bloodhound Gang. Im Jahr 2001 feierte das erste Musical der beiden Briten, "Closer To Heaven", in London Premiere. Anschließend erschien es auch auf CD. Das erste Album der Pet Shop Boys in den 2000er-Jahren, "Release", kam schließlich 2002 in die Läden. Damit verließen sie das Gebiet des schnellen Dance-Pop vorerst wieder und überraschten mit einem experimentellen Video für die Single "Home And Dry", ruhigeren Beats und minimalistischem Bühnenauftritten. In der Folgezeit arbeitete das Duo mit Rammstein zusammen und kreierte außerdem zusammen mit Sven Helbig, Torsten Rasch und den Berliner Philharmonikern den Soundtrack zu Sergej Eisensteins Stummfilmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" von 1925. Im Sommer 2005 traten die Pet Shop Boys im Rahmen des Benefizkonzerts "Live 8" in Moskau auf. Ihr Album "Fundamental" erschien schließlich im Mai 2006, nach dessen dritter Single "Numb" im Oktober 2006 auch das erste Live-Album der Briten, "Pet Shop Boys – Concrete", in die Läden kam. Der Glastenbury Aufritt im Jahr 2010 ging als einer der „spektakulärsten Glastonbury-Momente aller Zeiten“ in die Geschichte ein. Im selben Jahr feierte auch ihr ersten Ballettstück Premiere. Es folgten zwei weitere Alben in den Jahren 2012 und 2013. Nach 28 Jahren trennte sich das Duo schließlich von ihrem Label "Parlophone".


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