Tour de France: Pläne werden konkreter!

In der Altstadt können wir seit Februar am Rathaus bunt beleuchtete LED-Bänke sehen. Sie werben für den Auftakt der Tour de France hier bei uns in Düsseldorf. Am 2. Februar wurden die sogenannten „Tour-Lichter“ vor dem Café Velo angeschaltet. Sie sollen dort bis August als Treffpunkt und als Werbung für den Grand Départ stehen bleiben. Die französischen Farben „blau, weiß und rot“ werden wir wohl am häufigsten auf den Bänken sehen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, sagt OB Geisel:

Man könne sich zum Beispiel auch vorstellen die Bänke bei Spielen der Fortuna oder der DEG in den jeweiligen Vereinsfarben zu beleuchten. Die Bänke sind Teil des Sponsoring – Konzepts für den Tour-Start. Für 15.000 Euro können Unternehmen eine Bank kaufen. Von dem Geld wird primär die Ausstattung des Café Velos bezahlt. Der Rest des Geldes fließt in die generelle Finanzierung des Grand Départ. Damit soll die Stadt ein Stück weit entlastet werden.

Millionen Zuschauer können den Auftakt der Tour de France hier in Düsseldorf im Fernsehen mitverfolgen. Die ARD hat jetzt (31.1.2017) bekannt gegeben, dass sie auch in diesem Jahr live von dem Radsportspektakel berichten wird. Das war lange Zeit unklar gewesen. Die Stadt verspricht sich von den Livebildern einen hohen Imagegewinn.

Jetzt steht auch fest, dass zum Tourauftakt im Nordpark ein großes VIP-Dorf aufgebaut wird. Nach SPD und GRüNEN hat jetzt auch die CDU diesen Plänen zugestimmt. Damit ist eine politische Mehrheit für das VIP-Dorf sicher. Kritiker hatten im Vorfeld befürchtet, dass der Nordpark dadurch zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Daraufhin hatte die Stadt ihre ursprünglichen Pläne für das Dorf verkleinert.

Extra für den Auftakt der Tour de France Anfang Juli wird die Stadt entlang des Rheinufers außerdem neue Fußgängerbrücken bauen. Sie sollen es den Zuschauern ermöglichen, während des Rennens die Strecke zu überqueren. Diese Behelfsbrücken sind Teil des Verkehrskonzepts der Stadt für die Tour de France. Bei einer Million Zuschauern am Rhein sind solche Brücken notwendig, sagt Bürgermeister Karen-Jungen. Zum Beispiel über die Rotterdamer Straße oder die Cecilienallee. Rappelvoll wird es zum Tour-Auftakt Anfang Juli auch in der Altstadt. Deswegen werden dort für Wirte, Anwohner und Rettungsfahrzeuge provisorische Wege und Verkehrsschleusen eingerichtet. Beim „Grand Départ“ Anfang Juli sollen die Sperrungen in den Stadtteilen schneller aufgehoben werden als beim Probelauf im Herbst; dem „Race am Rhein“. Damals hatte es massive Beschwerden von Bürgern gegeben. Außerdem will die Stadt die Anwohner besser informieren.

Zu den Kosten haben Sponsoren bis jetzt über vier Millionen Euro zugesagt. Weitere zwei Millionen fehlen noch, so Bürgermeister Karen-Jungen. Dann sei man im Plan. – Insgesamt kostet das Spektakel elf Millionen Euro. Die Stadt rechnet aber auch mit Steuern und weiteren Einnahmen. – Als nächstes werde zusammen mit der Polizei das Sicherheitskonzept erarbeitet.

Einen Kompromiss schlägt die Stadt für das geplante VIP-Dorf im Nordpark vor. Es soll jetzt kleiner sein und den Park weniger belasten. Kritiker haben befürchtet, dass der Nordpark zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Jetzt soll für zwei Tage eine Wiese so groß wie ein halbes Fußballfeld abgedeckt und für die VIPs hergerichtet werden. „LKW müssen dafür jetzt nicht mehr durch den Nordpark fahren“, heißt es von SPD und GRÜNEN. Auch die CDU stimmt den Plänen inzwischen zu.

Die Stadt sucht außerdem noch Freiwillige die beim „Grand Départ“ helfen wollen. Über 1.800 Düsseldorfer haben sich schon gemeldet. Noch kann aber jeder mitmachen. Ab Februar wird es zu Tour de France außerdem ein vielseitiges Rahmenprogramm geben.

Das Café Vélo ist Treffpunkt für Radsport- und Fahrradbegeisterte. Foto: Melanie Zanin

In der Altstadt, gegenüber vom Rathaus, gibt es zum Beispiel seit einigen Wochen  auch das Café Vélo. Es soll ein Treffpunkt für Fahrradfans sein und werden.

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