Neues Integrationskonzept für Düsseldorf

Die Stadt möchte die Chancengleichheit verbessern. Grundlage dafür soll ein neues Integrationskonzept sein, das in diesen Wochen in gleich mehreren Gremien im Rathaus diskutiert wird.

Bei diesem Konzept geht es  um Fragen wie: Auf welche Art und Weise können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden oder wie kann barrierefreies Wohnen für ältere Menschen ausgebaut werden. Auch für behinderte Menschen, Lesben oder Schwule soll sich die Situation verbessern.

Knapp 8.000 Flüchtlinge haben Ende letzten Jahres in Düsseldorf gelebt und sollen jetzt integriert werden. Ein erster Schritt ist es, eine Unterkunft zu finden. Hier arbeitet die Stadt im Moment noch ein 69 Millionen Euro-Paket ab. Fünf Unterkünfte werden in diesem Jahr eröffnen, neue sind nicht geplant. Das liegt daran, dass in diesem Jahr nur 2.500 neue Flüchtlinge in Düsseldorf erwartet werden, genauso viele aber auch unsere Stadt wieder verlassen werden. Um die Chancen dieser Menschen zu verbessern, ist vor allem das Erlernen der deutschen Sprache wichtig. Nur so könnten die Menschen dann auch in Schule oder Arbeitsmarkt integriert werden, heißt es.

Der Stadtrat wird wohl im März das Integrationskonzept beschließen.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Marie-Agnes Strack-Zimmermann und die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf  Miriam Koch  über die Integration von Flüchtlingen:

 

Die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf  Miriam Koch  und Andreas Hartnigk von der CDU zum Spracherwerb als Vorraussetzung für die Integration:

 

Stadt hält an dezentraler Unterbringung der Flüchtlinge fest

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 war es Aufgabe der Landeshauptstadt Düsseldorf insgesamt 7.755 Flüchtlinge unterzubringen. Davon 4.375 Flüchtlinge im Asylverfahren nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz und 3.381 Flüchtlinge mit verfestigtem Aufenthaltsstatus, die damit die Möglichkeit einer Anmietung einer eigenen Wohnung haben.

Da nicht genügend Einzelwohnungen vorhanden sind, sieht sich die Stadt gezwungen, die Menschen auch in Hotels und Sammelunterkünften unterzubringen. Da nicht genügend feste Gebäude zur Verfügung stehen, um den bis zu 500 Flüchtlingen, die der Stadt monatlich zugewiesen werden, ein Dach über dem Kopf zu bieten, müssen auch Unterkünfte in modularer Bauweise errichtet werden. Derzeit sind die ersten Einrichtungen dieser Art bereits bezogen. Weitere Standorte werden momentan vorbereitet. Darüber werden weitere mögliche Standorte geprüft. An jedem Standort sollen bis zu 200 Menschen leben. Die Modulbauanlagen werden zunächst für fünf Jahre angemietet.

Weitere Informationen zur Verteilung der Flüchtlingsunterkünfte in Düsseldorf finden Sie hier

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