Effizient heizen – Kosten senken – Schimmel vermeiden

Jetzt in der kalten Jahreszeit wird die Heizung wieder aufgedreht. Das kann schnell sehr teuer werden. Außerdem kann falsches Lüften und Heizen auch zu Schimmelbefall führen. Deswegen weist die Verbraucherzentrale NRW  darauf hin, dass schon mit geringen Veränderungen im Alltag, Heizkosten merklich gesenkt werden können und Schimmel durch richtiges Lüften vermieden werden kann. Wir haben Ihnen einige Tipps herausgesucht.

Schimmel vermeiden – richtig Heizen und Lüften

Zu wenig Lüften oder zu sparsames Heizen sowie undichte Fenster oder Dächer können die Ursache von Feuchtigkeit und Schimmel sein. Um die richtigen Vorkehrungen zu treffen, ist es wichtig, den Gebäudezustand und die Wohnsituation zu kennen. Eine unabhängige Beratung kann helfen, sowohl bauliche Maßnahmen als auch das tägliche Verhalten auf die konkreten Bedingungen abzustimmen. Wird ein Schimmelbefall entdeckt, muss zuerst die Ursache der Feuchte gefunden und beseitigt werden. Nur dann kann eine Schimmelsanierung langfristig helfen.

Lassen Sie Fenster und Türe nicht zu lange auf Kipp, sondern lüften Sie lieber mehrmals am Tag für ein paar Minuten gut durch. Wird ein Raum nicht ausreichend belüftet, kann sich die Luftfeuchtigkeit an kühlen Stellen niederlassen und zur Schimmelbildung führen. Besondere Gefahr besteht, wenn in einem Raum viel Feuchtigkeit, zum Beispiel durch duschen oder kochen, freigesetzt wird. Denken Sie jedoch daran, vor dem Lüften das Thermostatventil zu schließen und nach dem Lüften wieder zu öffnen. Dadurch wird unnötiges Aufheizen und damit Wärmeverlust vermieden.

Thermostat richtig einstellen

Um bei seinen Heizkosten zu sparen, ist zunächst dafür zu sorgen, dass das Thermostat richtig eingestellt ist. Wenn die Raumtemperatur höher ist als erforderlich, bedeutet das unnötig verbrauchte Energie. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur ungefähr bei 18 Grad Celsius liegen, in anderen Wohnräumen reichen 21 Grad Celsius aus. Zudem sollte das Thermostatventil nicht auf höchster Stufe, sondern nur auf gewünschter Temperatur laufen. Denn dieses öffnet die Leitung solange automatisch , bis die eingestellte Temperatur erreicht ist.

Heizkörper optimieren

Wenn der Heizkörper ein Gluckern von sich gibt und nicht richtig oder unterschiedlich warm wird, liegt das meistens daran, dass Luft im System ist. Ein Entlüftungsschlüssel hilft Ihnen dabei, die Luft ganz einfach selbst aus der Heizung rauszulassen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Heizkörper freisteht. Befinden sich Möbel oder Gardinen zu nah, kann die Luft nicht richtig zirkulieren und ein Hitzestau entsteht.

Bei Abwesenheit Temperatur senken

Nachts oder wenn ein Raum gerade nicht genutzt wird, sollte die Heiztemperatur gesenkt werden. Gar nicht zu heizen ist nicht ratsam, da dadurch die Innenwände abkühlen und das Risiko von Schimmelbildung steigt. Zudem müssen Räume mit geringer Innentemperatur, ausreichend belüftet werden. Schimmelbildung an Außenwänden wäre sonst die Folge.

Abdichten und Abdämmen

Sind Fenster und Außentüren undicht, sorgt dies nicht nur für unangenehme Zugluft, sondern auch für Wärmeverlust im Raum. Bei Fenstern reicht meistens schon die Erneuerung der Dichtprofile oder ein Nachjustieren der Fensterflügel. Bei Türen mit offenem Türschlitz kann nachträglich ein Dichtprofil eingebaut werden. Häufig kommt es auch vor, dass Rollladenkästen undicht und schlecht wärmegedämmt sind. Eine nachträgliche Verbesserung kann mit geringem handwerklichem Aufwand erreicht werden.

 

Titelfoto: „Heizkörper, Heizung“ von ri lizensiert unter CC0 Public Domain