Arbeitswelt im Jahr 2017

Zeitungen austragen, Putzen oder abends in der Kneipe arbeiten – immer mehr Düsseldorfer kommen mit einem Gehalt nicht mehr aus und müssen sich was dazu verdienen, um über die Runden zu kommen.

Die  Arbeitsagentur hat dazu konkrete Zahlen. In einem Jahr ist die Zahl der Minijobber um über 1.200 gestiegen. Fast 26.000 Düsseldorfer arbeiten neben ihrem Hauptberuf in einem Nebenjob.

Das liegt unter anderem daran, dass Düsseldorf zu den Städten gehört, in denen das Leben besonders teuer ist. Ein Sprecher der Düsseldorfer Arbeitsagentur sagte, dass gerade die hohen Mieten dafür sorgen, dass Menschen einen Zusatzjob annehmen müssen.

 

Die meisten Menschen verdienen sich im Dienstleistungsbereich etwas dazu. Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die man praktischerweise nach der Hauptbeschäftigung ausüben kann. Dazu zählen Jobs im Gastrobereich oder als Reinigungskraft.

Peter Wege erklärt, warum es wichtig ist, dass Nebenjobs unbedingt beim Haupt-Arbeitgeber angemeldet werden sollten.

 

Ein wichtiger Grund dafür, dass immer mehr Menschen einen Zweitjob brauchen, sind – laut Arbeitsagentur – die hohen Mieten. Sigrid Wolf vom Deutschen Gewerkschaftbund in Düsseldorf fordert deswegen unter anderem, dass Minijobs in sozialverträgliche reguläre Beschäftigungen umgewandelt werden.

 

Ein Trend, der weiter zunehmen wird, sind familienfreundliche und flexible Arbeitszeiten mit denen sich Beruf und Familienleben besser kombinieren lassen. Homeoffice spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. Auch in Düsseldorf nehmen sich immer mehr Menschen die Arbeit lieber mit nach Hause, statt den ganzen Tag im Büro zu verbringen. Der Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Unternehmerschaft Michael Grütering betont, dass auch die Unternehmen davon profitieren.

 

Wer sich jedoch eine Zeit lang komplett seiner Familie widmen möchte, hat die Möglichkeit Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Auch immer mehr Männer nutzen dieses Angebot für sich. Unser Moderator Dennis Lieske berichtet von seinen Erfahrungen diesbezüglich.

 

Von seinem Arbeitgeber und anderen Kollegen wurde er dabei unterstützt.

 

Durch seine positiven Erfahrungen kann er die Elternzeit nur weiterempfehlen.

 

Ganz neue Wege in Sachen Arbeitszeiten geht das Unternehmen Trivago. Bei der Hotelsuchmaschine achtet man nicht darauf wie lange jemand arbeitet, sondern wie viel er schafft. Das heißt die Mitarbeiter können kommen und gehen wann sie möchten. Zudem bietet das Unternehmen verschiedene Freizeitaktivitäten, wie gemeinsames Kickern und Tennisspielen an. Dies soll den Teamgeist fördern und das Gemeinschaftsgefühl stärken.  Philipp Istas von Trivago berichtet im Gespräch mit unserem Moderator Dennis Grollmann über dieses neue Arbeitszeitmodell.

 

Trotz der Tatsache, dass immer mehr Menschen hier in unserer Stadt einen Zweitjob ausüben müssen, kann unser Moderator Arne Klüh in seinem privaten Umfeld durchaus auch einen positiven Trend innerhalb der Arbeitswelt im Jahr 2017 erkennen.

 

 

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