Der Landtag beschäftigt sich mit dem „Fall Anis Amri“; es gibt auch Verbindungen nach Düsseldorf

Gleich um 11 Uhr (5. Januar 2017) wird sich NRW-Innenminister Jäger im Landtag einige Fragen von der Opposition gefallen lassen müssen. Im Innenausschuss soll geklärt werden, was Polizei und Verfassungsschützer im Vorfeld über Anis Amri gewusst haben. Das ist der Mann, der mit einem LKW in Berlin 11 Menschen getötet hatte. NRW war einer der Hauptaufenthaltsorte von Amri. Der Tunesier wurde vier Tage nach dem Terroranschlag in Italien erschossen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft gibt es Hinweise, dass Amri auf seiner Flucht über NRW gereist ist.

Anis AMRI, 24 Jahre alt,
geboren in Tunesien.

Der Fall Amri hat durch die Festnahme einer seiner Kontaktpersonen in Berlin auch eine Verbindung zu Düsseldorf bekommen. Die Sicherheitsbehörden hatten den Tunesier lange im Blick und stufen ihn mittlerweile auch als Gefährder ein. Er hatte noch am Vorabend des Berliner Terrorangriffs mit Amri in einem Restaurant zu Abend gegessen. Der Tunesier wird verdächtigt, von Amris Plänen für den Anschlag gewusst zu haben; einen dringenden Tatverdacht gibt es aber noch nicht. Der junge Mann war schon im November 2015 festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat dem Rundfunk Berlin-Brandenburg bestätigt, dass er im Verdacht gestanden hat, Sprengstoff für einen Anschlag in Düsseldorf besorgt zu haben. Dafür habe man jedoch keine Beweise gefunden.

X